Weihnachten? Pah! Humbug! Während ich über die Feiertage über dem nächsten HUNTER-Band brüte, fühle ich mich ein wenig wie ein gewisser bekannter Charakter von Charles Dickens. Wer braucht schon Weihnachten, wenn es Horror-Romane zu schreiben gilt? Allerdings, eventuell habe ich nachher noch eine kleine Überraschung für euch ...


Zuerst allerdings möchte ich euch davon erzählen, wie ich im Laufe der Arbeit am kommenden HUNTER-Band einen neuen Grund gefunden habe, die Kolonialzeit nicht zu mögen. Dafür gibt es natürlich bereits viele Gründe. Meinen hat aber bisher sicher niemand genannt: Man findet schwer wirklich interessante Schauplätze für die Hunter-Vergangenheitshandlung.

Wir befinden uns in der Vergangenheitshandlung derzeit 1793. Das Letzte, was man von Hugo Bassarak gehört hat, ist, dass er aus Frankreich fliehen musste. Und ich dachte mir, ich schicke ihn vielleicht mal wieder in ein exotisches Land. In Europa haben wir uns nun lang genug aufgehalten. Also habe ich mich ein wenig umgesehen. Aber egal, wohin man um diese Zeit schaut, überall sind die Engländer schon da oder die Spanier oder die Holländer. Überall sind sie schon hindurchgetrampelt und haben alles zerstört, was zu uneuropäisch war. Es ist zum Verrücktwerden! Wenn ich einen Roman voller Europäer schreiben wollte, würde ich einfach in Europa bleiben. Und eine Handlung rund um versklavte Einheimische hatten wir auch schon mit Eno.

Klar gibt es auch Länder, die die Europäer sich nicht unter den Nagel gerissen haben. China zum Beispiel. Die wahrscheinlich klügste Entscheidung, die je ein chinesischer Herrscher getroffen hat, war, die Engländer einfach nicht ins Land zu lassen. Diese durften an genau zwei Orten Handel treiben, und das war’s. Diese Situation wird ein paar Jährchen später besonders interessant, und damit werde ich auf jeden Fall noch etwas machen.

Aber ansonsten? Ganz Afrika war damals im Prinzip komplett im Arsch. Und das ist es ja bis heute. Einfach nur, weil sich vor über 200 Jahren ein paar Leute für die Krone der Schöpfung gehalten haben und meinten, sie hätten das Recht, überall einzumarschieren, wo es ihnen gerade passte, und sich alles zu nehmen, was sie gerade haben wollten. Es ist zum Haareraufen!

Aber als Autor wird man immerhin dafür bezahlt, kreativ zu sein, auch unter erschwerten Umständen. Lasst euch nächstes Jahr überraschen, wie ich das Kolonialzeit-Problem gelöst habe.

Und ich habe tatsächlich noch eine Weihnachtsüberraschung für euch. Wir haben wieder einen schaurig-schönen Bildschirnhintergrund für euch vorbereitet.



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