Simon Borner, der in Wirklichkeit Christian Humberg heißt, hat seinen ersten Beitrag zu DORIAN HUNTER in Band 70, „Die Rattenpest“, geschrieben. Der nächste wird in Band 75 folgen. Noch haben wir ihn nicht vorgestellt, weshalb wir das nun schleunigst nachholen.

Christian, wie war es für dich, deinen ersten HUNTER-Roman zu schreiben? Ich erinnere mich, dass du das Ende deines Teilromans sogar selbst ein bisschen gruselig fandest. Ich glaube, es ging dabei um die Stelle mit dem Ritual, durch das Edwin Jong die alte Ratten-Jenny besiegt.
Ein bisschen? Die Szene raubte mir schon im Exposé den Atem – und ich hoffe (und glaube tatsächlich), dass ich ihr im fertigen Roman halbwegs gerecht geworden bin. Hat Spaß gemacht – wie übrigens der gesamte Ausflug in den HUNTER-Kosmos. Ich freue mich sehr, dass es nicht bei dem einen bleibt.

Christian HumbergDu bist ein ziemlich erfahrener Autor. Neben Beiträgen zu verschiedenen Heftserien, schreibst du auch zusammen mit Bernd Perplies Kinderbücher („Drachengasse 13“) und verfasst verschiedene Sachbücher. Wie lässt sich eine solche Vielfalt unter einen Hut bringen?
Ich habe das große Glück, meine Kreativität als Geschichtenerzähler in mehreren Genres und Literaturarten (und unter mehreren Namen) austoben zu dürfen. Diese Abwechslung bereichert meinen Arbeitsalltag seit Jahren und ist ein entscheidender Grund dafür, dass mir dieser Beruf bis heute so viel Freude macht. Sie hält mich geistig wach. Sie garantiert mir, dass kein Projekt wie das vorherige ist. Als Fan vieler fiktiver Welten habe ich nirgendwo besondere Einstiegsschwierigkeiten. Perry Rhodan und ich haben es gemeinsam sogar auf die Bestsellerliste geschafft, was uns beide sehr freut.

Was ist dein derzeit aktuellstes Projekt? Woran arbeitest du gerade?
Derzeit sitze ich an einem ganz besonderen Experiment. Im neuen Rohde Verlag erscheint seit 16. September 2013 meine erste, völlig eigene Romanserie: GOTHAM NOIR. In ihr trifft gruseliger Mysterythriller auf spannenden Großstadt-Polizeikrimi, „Akte X“ auf „CSI: New York“ – sozusagen. Die Serie erscheint alle vierzehn Tage im immer beliebter werdenden E-Book-Format und ist überall im Buchhandel in allen gängigen Lesformaten erhältlich. Je sechs Romane bilden einen Zyklus, quasi eine Serienstaffel.

Das klingt interessant. Worum genau geht es in GOTHAM NOIR?
GOTHAM NOIR handelt von der jungen New Yorker Polizistin Sarah Dolan, die ins „Revier 666“ strafversetzt wird – auf die Sammelstelle für alle Fälle, die ihren Kollegen vom NYPD lächerlich erscheinen. Während sie widerwillig angebliche Elvis-Sichtungen bearbeitet und sich wirre Phantasten die Klinke ihrer Bürotür in die Hand geben, stößt die ehrgeizige Sarah auf eine Verschwörung, die die Grenzen der Wirklichkeit zu sprengen droht. Und mit einem Mal scheint tatsächlich Unheimliches im Big Apple zu geschehen! Unterstützt von Flynn Elliot, einem geheimnisvollen (und viel zu attraktiven) Privatdetektiv, kämpft Sarah fortan gegen normale und paranormale Verbrechen – und um den eigenen Verstand.
Wie es sich meiner Ansicht nach für moderne Thriller gehört, sind die Romane bewusst temporeich und spannend geschrieben, lassen aber auch die Charakterentwicklung und den (mitunter recht schwarzen) Humor nicht außer Acht. Auch Horrorfans kommen bei ihnen sicher auf ihre Kosten.

Sobald du GOTHAM NOIR fertig geschrieben hast, steht bei dir gleich wieder ein HUNTER auf dem Zeitplan. Ich brüte gerade schon über dem Exposé für dich. Gibt es irgendetwas, das du dir davon erhoffst? Etwas, das du gerne mal schreiben würdest? Oder lässt du dich lieber überraschen?
Ich freue mich auf HUNTER 75 und bin sogar ein klein wenig stolz, Teil dieses Jubiläumsbandes sein zu dürfen. Inhaltlich lasse ich mich sehr, sehr gern überraschen – vielleicht kommt dann ja wieder ein Text heraus, der sogar mir, dem Autor, den Atem raubt. Als Schriftsteller und als Leser kann man sich eigentlich nichts Schöneres wünschen, oder?

Mehr Informationen über Christian Humberg findet man unter: www.christian-humberg.de
Zudem kann man ihn im Oktober auch persönlich treffen, und zwar bei verschiedenen Veranstaltungen auf der Frankfurter Buchmesse und dem BuchmesseConvent. Die genauen Termine findet man hier