Der fünfte Hörspielfall, “Sonderberg & Co. und das psychomagnetische Experiment”, ist gerade mitten in der Produktion (der Sprachschnitt ist bereits abgeschlossen, nun beginnt das Sounddesign) … Da ist vielleicht einmal kurz Zeit, um innezuhalten und sich für die bisherigen Zuschriften zur Serie zu bedanken. Zwei davon möchte ich hier beispielhaft veröffentlichen.

So schreibt Christian Strobel: Als Hörbuch-Fan bin ich unlängst über “Sonderberg & Co.” gestoßen und finde die Hörspiele sehr gut, vor allem auch wegen der hochkarätigen Sprecherbesetzung. Beim Anhören der dritten Folge (Jablotschkowsche Kerze) sind mir einige Unstimmigkeiten aufgefallen. Das Mädchen Lena hat einen lockeren Ton Fremden gegenüber an sich, der wohl in unsere Zeit passt, jedoch für die Zeit der Handlung nicht angemessen ist. Kinder in der Gründerzeit – gerade in der Bourgeoisie – pflegten weit verbreitet ihre Eltern mit “Herr Vater” und “Frau Mutter” anzureden und sie zu siezen. Und im Fall des Wunsches des inhaftierten Neffen Gregor nach Schokoladenpudding schlägt der Polizeikommissar als Alternative ein Glas Erdnussbutter vor, das er im Schreibtisch habe. Dieses USA-typische Nahrungsmittel war in Europa damals unbekannt und wurde erst durch die G.I.s nach dem Zweiten Weltkrieg bei uns eingeführt.

Vielen Dank für die lieben Worte. In der Tat ist Lenas Ausdrucksweise unserem heutigen Sprachgebrauch angepasst. Bei der Erdnussbutter habe ich vorher recherchiert und mich vergewissert, dass sie damals schon existierte. Natürlich mögen wir uns nun zurecht fragen, wie das Gläschen den Weg in Inspektor van den Beecks Schreibtischschublade finden konnte – aber der kleine Scherz erschien mir zu verlockend, um ihn einfach liegenzulassen. ;-)

Eine weitere Mail erreichte mich von Bernd und Brigitte anlässlich der Twitter-Aktion zum Kurzhörspiel “Sonderberg & Co. und der Dieb im Aufzug”: Gut, dass Sie auch an die Hörer denken, die nicht als Datenlieferant für Twitter usw. dienen wollen. Nun das Kompliment: Sonderberg gehört wirklich zu den besten Hörspielreihen, erstklassig konstruiert, gute Dialoge mit ausgesuchten Sprechern. Es sollte auch ruhig bei zwei Produktionen im Jahr bleiben. Auf Qualität warten wir gerne, schnelle, durchschnittliche Produktionen gibt es schon genug.

Auch hier vielen Dank für die netten Worte! Für alle, die “Sonderberg & Co. und der Dieb im Aufzug” noch nicht gehört haben, gibt es noch einen Ausweg. Das 20-minütige Kurzhörspiel wird nämlich im März 2012 als “Notizen”-Epilog zusammen mit dem fünften Fall erscheinen.

Und noch ein letzter Hinweis: Die “Sonderberg & Co.”-Hörspiele kann man natürlich auch als Download erwerben, zum Beispiel bei iTunes, Audible, Amazon und soforthoeren.de. Die entsprechenden Links finden Sie auf dem Karteireiter oben unter der Rubrik “Hörspiele”. Bis zum nächsten Mal!