Damit ein Buch beim Zaubermond-Verlag veröffentlicht werden kann, müssen einige Räder ineinandergreifen. Es sind die Expokraten beteiligt, der Autor, die Lektorin, ein First Reader, der Verlagschef, die Leute von der Druckerei. Der Mann, der für den Social Media-Auftritt des Verlags zuständig ist.

Es sind manchmal recht komplexe Vorgänge, die nach außen hin gar nicht so leicht zu beschreiben sind. Derzeit zum Beispiel wird hinter den Kulissen eifrig über Charakter und Eigenschaften einer der beliebtesten Figuren des Hunterversums gesprochen, über Coco Zamis.

Wie reagiert sie in gewissen Situationen? Kann man sie als unbeherrscht darstellen und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Wie würde Dorian Hunter auf eine charakterliche Änderung reagieren? Und, ein wenig weiter gegriffen: Wie gut ist Coco eigentlich als Person ausdefiniert? Wird sie von den Autoren einheitlich beschrieben oder müssen wir bei der Erstellung der Exposés nachschärfen?

Das bedeutet für uns alle Arbeit. Mails, die hin und her geschickt werden, Nachdenken, neues Ausformulieren einer Szene, das Ringen um einen Kompromiss.

Der Leser bekommt solche Dinge im Normalfall natürlich nicht mit. Es ist auch nicht Sinn der Sache, dass er die internen Abläufe kennenlernt. Was der Leser aber optimalerweise sehen und spüren soll, ist eine Veränderung. Eine Präzisierung und Schärfung des Figurenprofils. Am Beispiel Coco Zamis kann man sagen: Sie soll noch deutlicher als selbstbewusste junge Hexe dargestellt werden, die sich von Dorian Hunter keinesfalls unterbuttern lässt. Sie darf nicht auf ihre körperlichen Attribute oder ihre Familiengeschichte reduziert werden. Sie hat (viele) Stärken und (wenige) Schwächen – und über eine dieser Schwächen werden die Leser in den nächsten Bänden der Dorian Hunter-Serie mehr erfahren ...