Dorians Hunters Vergangenheitsabenteuer bieten immer auch die Gelegenheit, historische Figuren in den Romanen auftauchen zu lassen. Wer den Teaser zu Band 98 gelesen hat, weiß schon, wen wir uns dafür diesmal ausgesucht haben.


Der Marquis de Sade ist den meisten Leuten wohl ein Begriff. Allerdings wohl vor allem wegen seiner sexuellen Umtriebe und nicht wegen seiner Werke. Dass er tatsächlich auch einige Romane und Theaterstücke geschrieben hat, habe ich zumindest erst in der Uni erfahren, als wir in einem Seminar namens "Die Ästhetik des Bösen" seinen Roman "Justine" lesen sollten.

Dort habe ich dann gelernt, dass er nicht nur auf Fesselspielchen und Peitschenhiebe stand, sondern auch eine äußerst zynische Persönlichkeit war. "Justine" hat er gar nicht ursprünglich als Pornographie geschrieben, sondern um seinen Standpunkt zu illustrieren, dass die Welt ein ungerechter Ort sei. Die Protagonistin Justine ist geradezu ein Sinnbild der Tugend, stürzt aber gerade durch ihre Tugendhaftigkeit ständig von einem Unglück ins nächste. Ihr löbliches Verhalten wird also nicht belohnt, sondern im Gegenteil bestraft. Denn de Sade war der Meinung, dass es sich einfach nicht auszahlt, ein guter Mensch zu sein. Was sich auch deutlich in seiner Lebensweise niederschlug. Ganz unschuldig wurde er nicht sogar zweimal fast hingerichtet.

Letztendlich ist der Marquis damit ein Charakter, der so perfekt in einen HUNTER-Roman passt, dass ich ihn nicht nicht verwenden konnte, nun da wir mit den Vergangenheitsabenteuern in der richtigen Zeit angekommen waren.

wie genau Hugo Bassarak letzendlich mit ihm zu tun bekommt, werdet ihr bald sehen.