Die neue Folge »Hochzeitsnacht« ist gerade erschienen – aber wir wollen heute trotzdem einen Blick in die jüngere Vergangenheit der Serie werfen: Ein halbes Jahr ist es jetzt her, dass Coco Zamis in der Hörspiel-Doppelfolge 29.1. (»Hexensabbat – Lehrjahre«) und 29.2 (»Hexensabbat – Reifeprüfung«) nach Schloss Behemoth entführt wurde – an den Ort, an dem sie einen Großteil ihrer Jugend verbracht hat. In den Erinnerungen, die sie durchlebt, wird die junge Coco Zamis von Lotta Doll gesprochen. Ich habe Lotta kürzlich im Studio wiedergesehen ... und natürlich gleich die Gelegenheit genutzt, sie zu ihrem Auftritt bei DORIAN HUNTER zu befragen.

Hallo Lotta – wenn du jetzt mit etwas Abstand noch einmal in deinen A
uftritt als junge Hexe Coco Zamis hineinhörst ... Was empfindest du da?

Lotta Doll vor den Aufnahmen zu Dorian Hunter 29, »Hexensabbat«Ich bin ehrlich gesagt total zufrieden mit den beiden Hörspielen 29.1 und 29.2 – und das, wo ich sie doch erst ein wenig später zu hören bekam, da der Verlag versäumt hatte, mir die Belege zukommen zu lassen. ;)

Hm, vielleicht warst du ja bloß zu ungeduldig ...?

Ja, das stimmt, das war ich wirklich. Ich habe mir die beiden Teile dann sogar bei Zaubermond als Download gekauft. Wie ein normaler Hörer. Echt. Weil ich schon beim Lesen der Skripte – also schon vor den Aufnahmen – ziemlich beeindruckt war von der Geschichte und unbedingt wissen wollte, wie sich das alles später »in echt« anhört ...

Bist du denn mit deinem Auftritt zufrieden?

Ja, sehr! Ich habe mir das Hörspiel direkt zweimal hintereinander angehört. :) Ich bin immer wieder erstaunt, wie jung meine Stimme klingt – und wie schön am Ende alle Stimmen zusammenpassen, mit der Atmo, den Hintergrundgeräuschen und dem Sound. Da ist es wirklich ganz einfach, in diese Welt einzutauchen. Ich habe Cocos rebellische Seite sehr gemocht, da habe ich direkt mich selbst wiedererkannt. :)

Wie viel Kreativität steckt denn im Sprechen vor dem Mikrofon – und wie viel handwerkliche Arbeit?

Na ja, beim Hörspiel ist es die Fantasie, die angeregt wird, was ich persönlich unwahrscheinlich schön finde. Alle Bilder und auch Coco selbst als Charakter sind in meinem Kopf entstanden und haben sich wie in einem Film zusammengefunden ...

Film passt ja – wo du schon eine Menge Synchronrollen gesprochen hast.

Es macht mir eben sehr... bei der Arbeit ... viel Freude, meine Stimme einem Charakter zu leihen. Wobei es beim Synchron natürlich das Bild gibt, also die visuelle Vorstellung – was es in gewisser Weise einfacher macht, eine Figur zum Leben zu erwecken. Beim Schauspiel, wo meine Leidenschaft beim Film liegt, ist es wieder ganz was anderes, da fühle ich mich mit meinem Charakter verbunden und bereite mich mehrere Wochen vor dem Dreh schon auf eine Rolle vor. Ich liebe es, vor der Kamera zu stehen ... und vor dem Mikrofon natürlich auch. Allein mit der Stimme eine Figur lebendig werden zu lassen – das ist etwas Einzigartiges!

Und das wahrscheinlich umso mehr, wenn man sich in der Rolle ein Stück weit selber wiederfindet ...

Ja, wie gesagt: Besonders toll gefällt mir an Coco, dass sie ihren eigenen Weg geht – und das, obwohl in der Familie niemand zu ihr hält. Im Gegenteil, immer wenn es wirklich drauf ankommt, lassen ihre Eltern und Geschwister sie im Stich. Das kann einen echt wütend machen!

Aber Coco lässt sich das nicht gefallen ...

So würde doch jeder von uns gern sein, oder? So stark und gleichzeitig so mitfühlend und ... nett! Und trotzdem eben selbstbewusst. Auf ihre Weise. Das ist ja das Tolle an meiner Rolle: Ich darf Coco in einem Alter sprechen, in dem sie eigentlich noch gar nichts über sich weiß und ihre wahren Stärken höchstens ahnt. Mit der Liebe zu Robert Schwinger hat sie sich ja schon ein Stück weit gefunden ...

... und wieder verloren ...

... und danach!Nein, sie hat Robert verloren, nicht sich selbst! Dafür, dass er am Ende sterben musste, konnte sie ja nichts. Schon wieder war ihre Familie daran schuld! Ohne die wäre sie glaub ich besser dran ...

Der Grundkonflikt des HUNTER-Spin-Offs DAS HAUS ZAMIS, in dem Cocos Jugend erzählt wird ...

Kann ich mir vorstellen. Das ist ja das Schlimmste für sie: Dass sie in diesem Umfeld gefangen ist und da nicht rauskommt. Da bin ich doch froh, dass ich nur vorübergehend in ihre Haut schlüpfen musste. Allein das war ja schon total intensiv – auch wegen der Regie, die mich ganz schön ins Schwitzen gebracht hat ... Sieht man das eigentlich auf den Fotos ...?

Deshalb haben wir sie nur schwarz-weiß veröffentlicht. ;-)

Na, danke auch! ... Mir hat es auf jeden Fall total Spaß gemacht, und ich bin sehr gespannt darauf, wie es mit Coco weitergeht – in der Gegenwart wie auch in ihrer Vergangenheit.

Wir werden sehen ...

Und hier noch die versprochenen Rezensionslinks:

»Ein weiterer Höhepunkt der Serie«, schreibt BuchundTon.de
»Hochzeitsnacht strotzt vor Atmosphäre«, sagt FFM-Rock