Es gilt ein kleines Jubiläum zu feiern: Seit dem 13. August wird das Romanheft Band 25 an allen Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und sonstigen Verkaufsstellen angeboten. 25 Hefte DORIAN HUNTER, d.h. fast ein ganzes Jahr schon hat sich die Neuauflage unserer aller Lieblingsserie behauptet! Anlass für uns, einmal in das Original-Exposé von damals zu schauen. Denn eigentlich sollte der Roman ganz anders heißen …

Einer der Erfolgsfaktoren der Dämonen-Killer-Serie, wie die Hefte um Dorian Hunter in den Siebzigern hießen, waren die umfangreichen Exposés von Ernst Vlcek. Auf mehreren Seiten entwarf er das Szenario, arbeitete die Charakteristiken der beteiligten Personen aus und feilte selbst nach der Erstellung noch handschriftlich daran herum.

Von Anfang an hatte die Serie dadurch eine innere Logik, die es gestattete, dass mehrere Autoren ohne große Brüche daran mitschreiben konnten. Natürlich wurde Ernst Vlcek für seine Exposés bezahlt, denn ein solches schreibt man nicht mal eben in einer Nacht. 

Zumeist wurden gleich mehrere Titelvarianten ins Spiel gebracht. Im vorliegenden Falle waren das „Ratten-Jenny“, „Invasion der Ratten“ und „Die Ratten von Borvedam“. Borvedam war ein fiktiver Vorort von Amsterdam, in dem die Handlung spielte.

Zu Beginn des Expos wurden Schauplatz und Zeit festgelegt sowie eine Titelbildbeschreibung gegeben (in diesem Falle lag das Cover bereits vor). Und das sah insgesamt dann so aus:

 Der Dämonen-Killer 25                               

Schauplatz: Borvedam, ein fiktiver Vorort von Amsterdam 

Zeit: November, Gegenwart (im Anschluss an Band 24)

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Autor: (handschriftliche Notiz:Wolf)

Titelbild: Straßenszene, überall Ratten, nichts als Ratten, mitten drin Minirock-Mädchen als eine Art Rattenfänger (nach Vorlage, Bild 4)

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Hinweise:

Auf der Jagd nach dem „Goldenen Drudenfuß“ sind Coco und Dorian nach Amsterdam gekommen. Nach unheimlichen Abenteuern mit den Geschöpfen des Professor Zaander (vornehmlich dem Doppelkopf-Vampir) haben sie erfahren, dass die „Ratten von Borvedam“ den Drudenfuß bewachen. Um Überschneidungen zu vermeiden, soll der Schauplatz gewechselt werden. Zu Beginn des Romans haben der DK, Coco, der E.I. Marvin Cohen (bitte unsympathisch, brutal schildern) und der Puppenmann Donald Chapman ein Haus in Borvedam gemietet. 

Interessant sind Ernst Vlceks abschließende Bemerkungen am Ende des Expos. Hier sieht man sehr schön, wie er die Autoren führt:

Persönliche Daten über die Handlungsträger können im Exposé nicht ständig wiederholt werden. Aber die Autoren sollen immer daran denken, dass Dorian mit Band 16 seine Unsterblichkeit verloren hat. Das einmal einstreuen, natürlich, nur dann, wenn es dramaturgisch zulässig ist. Ebenso: Coco hat seit Band 23 einen Teil ihrer Hexenfähigkeiten zurückbekommen. Dorian argwöhnt, dass dies deshalb gekommen sei, weil sie ihn nicht mehr so wie früher liebe. Keine konkrete Aussage machen. Cocos Fähigkeiten werden absichtlich nicht streng abgegrenzt, um den Autoren freiere Hand zu lassen und um Widersprüche zu vermeiden. In diesem Band könnte sie aber die Fähigkeiten dahingehend einsetzen, dass sie die Ratten durch Schwarze Magie vorübergehend bannt oder irgendwen (nicht gerade die Rattenkönigin) im Dienste der Sache hypnotisiert. Auch daran denken, dass Dorian Dämonenbanner einsetzen kann. Er besitzt aber keine übersinnlichen Kräfte, er weiß aber Hilfsmittel der Schwarzen und Weißen Magie zu handhaben.

Für diesmal genug.

Dem schließe auch ich mich an, liebe Freunde.

Keep ze Horror shokking!
Uwe