Es war ein super Auftritt mit „Kirkwall Paradise“ am letzten Wochenende auf der HÖRMICH. Vielen Dank noch einmal an alle, die da gewesen sind – für euer Kommen ebenso wie für euer grandioses Feedback. Im Anschluss an die Signierstunde nach der Aufführung gab es noch einige sehr nette Gespräche (Fotos folgen in den nächsten Wochen, wenn wir uns wieder ein bisschen sortiert haben :-) ). An dieses Feedback möchten wir heute gleich anknüpfen. Diesmal in schriftlicher Form. Konkret geht es um zwei interessante Leserbriefe zu den DORIAN HUNTER-Büchern, die uns während der letzten Wochen erreicht haben. Wir freuen uns natürlich auch hier immer wieder, etwas von euch zu lesen. Los geht's.

Hallo, ich grüße Euch,

ich hatte mir vor einigen Tagen das DORIAN HUNTER-Buch Nr. 18, „Die geraubte Mumie“, bei euch gekauft. Darin ist eine Geschichte aufgeführt, die in der Romanreihe an dieser Stelle nicht erschienen ist: Die Folterkammer. Ist dies eine neue Geschichte? Ich habe sie noch nicht gelesen. Des weiteren möchte ich etwas zu den Titelbildern der Bücher bemerken: Die Titelbilder sind alle düster gezeichnet und wenig aussagekräftig. Sie gefallen mir gar nicht. Man guckt einmal hin ... und das war’s. Wenn ich an die Titelbilder der früheren Romanreihe denke, komme ich ins Schwärmen. – In den Büchern bekommt die Figur Olivaro kaum noch Auftritte. Diese Figur hat uns in der Romanreihe fast durchweg begleitet. Er wäre ein guter Mitstreiter für Dorian Hunter im Kampf gegen Asmodi I., zumal er den Dämon genaustens kennt. Eure Autoren sollten mal überlegen, ob dies nicht ein Auftakt für ein neues Abenteuer wäre, mit dem Ziel, Asmodi I. endgültig zu vernichten. – Was ich auch nicht verstehe: Hunters Tocher fertigt eine Uhr nach dem anderen an, aber benutzt sie gar nicht. Sie hätte doch schon längst einige Dämonen erledigen können (ich beziehe mich auf die letzten Bücher).
 
Beste Grüße
Friedhelm


Lieber Friedhelm, die Geschichte "Die Folterkammer" stammt aus dem gleichnamigen „Dämonenkiller“-Taschenbuch des Pabel-Verlags. Es war – von den Jugendromanen um Coco Zamis abgesehen, die später in DAS HAUS ZAMIS integriert wurden – die einzige Story innerhalb dieser Taschenbuch-Reihe, die tatsächlich im DORIAN HUNTER-Universum spielte (bei den restlichen Bänden handelte es sich um einzelne Gruselgeschichten von verschiedenen Autoren, ohne Bezug zu DORIAN HUNTER). „Die Folterkammer“ hatte im Original eine kleine, eher bedeutungslose Gegenwartshandlung sowie einen sehr langen, praktisch eigenständigen Vergangenheitsteil, der in der Zeit von Dorians viertem Leben spielte. Diesen Vergangenheitsteil haben wir an der chronologisch korrekten Stelle in die DORIAN HUNTER-Serie integriert. Es handelt sich als nicht um einen neuen Roman von Ernst Vlcek, aber doch um eine interessante Ergänzung, die für die Neuauflage noch einmal sorgfältig überarbeitet wurde.

Das Urteil zu den Titelbildern können wir ehrlich gesagt so nicht nachvollziehen. Wir halten sie für großartig ... gerade weil darauf manches erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist ... aber über Geschmack sollte man bekanntlich nicht streiten. :-)

Wir mögen Olivaro auch sehr gerne und er wird ganz sicher wieder Auftritte bekommen. Allerdings können wir uns nie allem Charakteren gleichermaßen widmen, das würde die Geschichte zu sehr überladen. Momentan tritt Olivaro ein bisschen zurück, damit mehr Raum für andere Charaktere bleibt. Später wird es sicher wieder Momente geben, in denen er glänzen kann.

Allerdings, ganz ehrlich, so oft wie Dorian inzwischen einen Fürsten der Finsternis gestürzt hat, ohne dass es tatsächlich viel geändert hätte, sind wir im Moment nicht allzu erpicht darauf, Dorian schon wieder in einen Kampf gegen Asmodi persönlich zu schicken. Im Moment sucht er deshalb zusammen mit Irene nach einer etwas permanenteneren Lösung für das Dämonenproblem.

Das ist auch der Grund, warum Irene die Uhren noch gar nicht benutzt. Es geht nicht darum, hier und dort mal einen Dämon zu erledigen. Das Ziel ist tatsächlich, die gesamte Schwarze Familie auf einen Schlag loszuwerden. Um so ein Ziel zu erreichen, muss man zuerst seine Kräfte sammeln und dann gebündelt zuschlagen. (Ob der Plan dann aufgeht, ist natürlich wiederum eine andere Frage.)

Und weiter geht es mit dem zweiten Brief:

Hallo Zaubermond-Team,
 
als Leser der ersten Stunde (Heftromane der 70er Jahre) habe ich die Einstellungen und Wiederbelebungen des Dämonenkillers erlebt und freue mich, dass auch 2017 Dorian Hunter noch immer am Leben ist.
 
Der vorliegende Band „Totentanz“ ist für mich zweigeteilt. „Der Prozess“ von Christian Schwarz ist für mich fast schon „Trash“. Ich mag es einfach nicht, wenn Gehirne und Eingeweide durch die Gegend fliegen oder wenn, wie in anderen vorausgegangenen Veröffentlichungen, die Vulgärsprache überhand nimmt. Wie schon einmal angeführt: Das hat DORIAN HUNTER nicht nötig. – Dass es auch anders geht, zeigt der zweite Teilroman „Totentanz“ von Simon Borner. Hier habe ich eindeutig den mir altbekannten Dorian Hunter wiederentdeckt, bedächtiger, überlegender als der Smartphone gebrauchende fluchende Hunter.Sicherlich ist es schwierig, alte wie neue Leser anzusprechen, bestimmt werden auch nicht mehr sehr viele Leser der ersten Stunde oder der späteren Heft-Wiederauflage dabei sein.Weiterhin viel Erfolg mit guten Storys, weniger  F§%$-Worten und nicht soviel ekelerregenden Szenenbeschreibungen wünscht Euch
 
Bernd


Lieber Bernd, es ist immer sehr schön, von einem Leser der ersten Stunde zu hören. Es tut uns leid, dass dir "Totentanz" nur zum Teil gefallen hat. Hier im Team schätzen wir Christian Schwarz sehr, weil er mit absoluter Begeisterung für DORIAN HUNTER bei der Sache ist und einen sehr guten Blick fürs Detail hat. Nicht nur ist er ebenfalls ein Leser der ersten Stunde, seit seinem Einstieg als Autor in die Serie hat er es sich zudem zur Aufgabe gemacht, jeden Winkel der Welt von HUNTER noch einmal genaustens kennenzulernen. Es gibt sicher kaum jemanden im Team, der die alten Romane besser kennt als er. Schade, dass dir seine Herangehensweise an die Serie nicht gefallen.

Natürlich freuen wir uns aber über das Kompliment an Simon Borner und bedanken und für die guten Wünsche!

Zuletzt möchten wir euch ein Portrait nicht vorenthalten, das Leserin Isa von Olivaro gezeichnet hat: