Tür zum Superhearo-Studio„Kommen Sie frei und freiwillig herein! Gehen Sie gesund wieder, und lassen Sie etwas von der Freude zurück, die Sie mitbrachten." (Dracula)
Hinter dieser Tür lauert das Grauen. Zum Glück nur in akustischer Präsenz. Trotzdem war ich froh, Zaubermond-Chef Dennis Ehrhardt an meiner Seite zu wissen, als ich das erste Mal das Studio der Superhearoes betrat …

Das geheime Hauptquartier der Superhearoes befindet sich im hipsten Alternativviertel Hamburgs, in Ottensen. Dennoch, wie es sich für Superhelden gehört, erschließt sich buchstäblich erst auf den zweiten Blick, was einen hinter der grellbunten Graffiti-Tür erwartet: ein mit hochprofessionellem Equipment bestücktes Aufnahmestudio!

Aber der Reihe nach: Um mal Studioluft zu schnuppern, nahm mich Dennis mit zu den Superhearoes. Zunächst trafen wir dort Janis Grossmann, dessen Spezialgebiet nicht nur der Ton ist, sondern offensichtlich auch die Malerei, denn er war es, der gerade letzte Pinselstriche am Eingangsgraffiti vollführte. Drinnen empfing uns ein freundlicher Herr, der auf den ersten Blick tatsächlich etwas diabolisch wirkte, sich aber als äußerst freundlicher Studiochef entpuppte: Alexander Rieß ist bereits seit 2000 „Hearo“ (mit „ea“, genau!) und insofern ein alter Hase, was Hörspiel und Sounddesign betrifft.

Hier also entstehen die DORIAN HUNTER-Hörspiele. Und auf welche Weise, das durfte ich in den nachfolgenden Stunden eindrucksvoll erleben, galt es doch, letzte Hand an den legendären Inka-Zyklus anzulegen, einen der unbestrittenen Höhepunkte der damaligen Romanheft-Phase. Die Sprecher – allesamt hochbezahlte Profis ihres Fachs – kamen nach und nach und sprachen einzeln ihre Texte ein. Dabei wurden einzelne Passagen bis zu zehn, manchmal zwanzig Mal eingesprochen, bis jede Nuance stimmte und Regisseur Dennis zufrieden war.
Dabei erwies sich auch Superhero Alexander Rieß, der kurzfristig als „Satanspriester“ einsprang, als äußerst geduldig – und meisterte die Rolle mit Bravour!

Für mich war es eine interessante Erfahrung, vor Ort einmal zu sehen, wie ein DORIAN HUNTER-Hörspiel entsteht: nämlich wie ein akustisches Puzzle, das erst nach und nach an Kontur gewinnt und erst zum Schluss ein fertiges Konstrukt ergibt, das uns für eine Stunde oder mehr eine faszinierende Welt eröffnet.

Vielen Dank noch einmal an Dennis, Alexander und Janis. Und um bei der Wahrheit zu bleiben: Die Superhearoes sind keineswegs nur Horror-Freaks, sondern haben eine ganze Menge anderer Hörspiele produziert – von Hitchcock-Klassikern wie Das Fenster zum Hof bis zu Kinderabenteuern: Wer mehr darüber erfahren möchte, kann sich unter www.superhearo-audio.de ein eigenes Bild machen.

Keep the Horror burning!

Uwe