Zaubermond in der Presse

20.08.08

FFM-Rock: "Für Dorian Hunter gibt es zurzeit verdientermaßen nur Lob"


Heimlich still und leise hat ein neuer Dämonen-Jäger den Hörspielmarkt betreten. Der erste skeptische, tiefe Einblick in diese neue Serie um den Dämonen-Sohn Dorian Hunter offenbart von Minute zu Minute mehr an guter und überzeugender Hörspiel-Unterhaltung.


Rezension von "FFM-Rock" zu ersten Hörspielfolge von Dorian Hunter:
Heimlich still und leise hat ein neuer Dämonen-Jäger den Hörspielmarkt betreten. Der erste skeptische, tiefe Einblick in diese neue Serie um den Dämonen-Sohn Dorian Hunter offenbart von Minute zu Minute mehr an guter und überzeugender Hörspiel-Unterhaltung. Marco Göllner, verantwortlich für Skript und Regie, hat hier eine düstere, atmosphärische Serie geschaffen, die sich vor bereits auf dem Markt etablierten Produktionen definitiv nicht zu verstecken braucht. Dunkler Techno-Soundtrack, ein Sack voll guter überzeugender, unverbrauchter Sprecher und eine über allem lastende unheilvolle Stimmung machen Dorian Hunter von Beginn an zum Gewinner. Dezent stimmige FX und eine interessante, gute Einstiegsstory. Kritikpunkte sucht man eher mit der Lupe. Einzig der kleine Regie-Fauxpas, die endlose Nennung des Namen Mr. Hunter am Anfang des Hörspieles, sollte in Zukunft besser gelöst oder umschifft werden. Dass hingegen der Titelsong, wenn auch ganz nett, von Industrial-Ikone Joachim Witt geschrieben wurde, tangiert mich eher gar nicht. Erstens kann der Bursche sowieso nicht singen und zweitens hat er seit jeher eher durchschnittliche Songs produziert. Das Stück schmiegt sich perfekt in den ohnehin schon vorhandenen Techo-Industrial Soundtrack und so soll es sein. Mehr gibt es hier nicht zu erwähnen. Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass man sich den Namen Zaubermond unbedingt merken sollte. Mit Dorian Hunter springt man nicht auf fahrende Züge, sondern versucht, etwas in Art und Umsetzung eigenes zu erschaffen. Dies ist mit Bravour gelungen. Eine interessante Serie, die Lust auf mehr macht.

Rezension zu Folge 2:
Auch die zweite Folge überzeugt mit ihrer düsteren Machart sofort von Beginn an. Die Story schließt eher sekundär an die Geschehnisse auf  Schloss Lethian an. Fantastische Hauptsprecher hauchen ihren Rollen Leben ein. Claudia Urbschat-Mingues in der Rolle der Coco Zamis ist einfach ein hocherotischer Genuss, von dem man gar nicht genug bekommen kann. Auch Thomas Schmuckert geht langsam immer mehr in der Rolle des Dorian Hunter auf, präsentiert sich lockerer, unverkrampfter. Die Abkehr von klassischen, bereits etablierten Serien steht Dorian Hunter gut zu Gesicht. Die Welt der Dämonen, Hexen und Vampire rund um die schwarze Familie offenbart ihre ganz eigene Stimmung, die wieder einmal überzeugend wie dunkel eingefangen wurde. Treibende hypnotische Sounds sowie dezente,  aber glaubwürdige  FX sind die letzte Zutat, die auch „Das Henkersschwert“ zu einem tollen Hörspiel machen. Ein wenig gewöhnungsbedürftig, die Sprünge in der Erzählung, wo bereits Geschehenes an einem späteren Zeitpunkt erst geschildert wird. Ein Makel, der allerdings nur beim ersten Hören für minimale Verwirrung sorgt, danach allerdings einen interessanten Aspekt des Erzählens offenbart.  Teilweise sind die Dialoge eine echte Pracht. Nochmal ein fettes Lob an Skript und Regie. Zaubermond hat eine verdammt coole, mystische, düstere Serie geschaffen, die auch mit erotischen Momenten nicht geizt und die bereits mit Folge 2 ihre volle Serienberechtigung erreicht hat. Absolut empfehlenswert.

Rezension zu Folge 3:
Düster, unheilvoll, ein Sound, der Hoffnungslosigkeit vermittelt - dies ist „Der Puppenmacher“. Eine weitere geniale Folge um Dorian Hunter, der mehr und mehr Unterstützung im Kampf gegen die schwarze Familie erhält. Den vierschrötigen, mürrischen Agenten Chapman an seiner Seite versucht Dorian die ihm vorgeworfenen Delikte, begangen an Dämonen, zu entkräften. Dabei gelangt das ungleiche Duo auf die Spur des Puppenmachers. Eine Story, die toll umgesetzt fesselt, gegen Ende rasant und dramatisch immer besser wird und mit genialen Dialogen einfach nur Spaß macht. Bis auf die Rolle der Mutter Burdon, die teilnahmslos wie nach einer Packung Valium klingt, ist die Sprecher-Riege wieder einmal perfekt besetzt. Hier wird jede Rolle gespielt und gelebt und nicht einfach gelesen.Warum hier weiter viele Worte verlieren wenn es doch so einfach ist.  Sound Top, FX Top. Atmosphäre unschlagbar gut, fast schon greifbar umgesetzt. Für Dorian Hunter gibt es zur Zeit eben verdientermaßen nur Lob. 74 Minuten, die nie langweilig werden und nonstop das gewisse Etwas besitzen.

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