
Dorian wird von seinem Freund Jeff Parker nach Hollywood eingeladen. Hier lernt Hunter auf einer Party eine Hollywood-Schauspielerin kennen, die versucht, ihn umzubringen ... Mal nicht zu viel vorwegnehmen - nur so viel: Dorian ist weiter auf der Suche nach seinen teuflischen Brüdern, und auch in der fünften Folge zieht das Team um Marco Göllner alle Register einer prachtvollen Hörspielproduktion. Es ist atemberaubend, wie sich die Reihe entwickelt und den Sprung in die Gegenwart mehr als unbeschadet überstanden hat.
Schön auch der Seitenhieb auf den Schönheitswahn, der noch eindringlicher als in der Romanvorlage vermittelt wird. Trotz einer superben Produktion schlägt die Reihe eine Vielschichtigkeit wie "Gabriel Burns" an, und wie dort tritt der Horror nicht immer direkt zutage, anders etwa als bei "John Sinclair", sondern baut langsam Spannung auf, die immer unertrgälicher wird. Die über 70 Minuten des Hörspiels sind angenehm kurzweilig inszeniert, und eine überraschende Wendung in der Geschichte dreht die Spannungsschraube gegen Ende noch mal bis zum Anschlag.
Alle Akteure liefern eindrucksvolle Leistungen ab, auch Regisseur Marco Gölllner überzeugt in der Rolle des Tim Morton. Die sehr originelle und einzigartige Musik von Joachm Witt gibt der Serie noch mehr Profil. Kranken viele tolle Hörspiele an durchschnittlichen Covern, hat Zeichner Mark Freier mit den Titelillustrationen bislang immer überzeugen können und der Reihe einen extrem düsteren Anstrich verpasst, der bestens passt. Zur Info: Joachim Witt hat zusammen mit den Hörspielmachern eine neue Maxi-CD produziert, auf der sich neben dem "Dorian Hunter"-Titelsong noch drei weitere Remixe des Hörspielthemas befinden und zusätzlich fünf geschnittene Szenen. Kaufen!