


Die ersten beiden Romane erzählen die Geschichte um Cocos Erbe zu Ende. Der Leser erfährt wer Cocos Leihmutter ist. Einfach ein tolles Finale. Der Schwarze Hengst ist der Einschubroman für Amoklauf in der 2. Auflage. Sandra Thornton, Cocos Lehrerin, will sich an ihr rächen. Naja, Neal hat schon bessere Geschichten geschrieben.. Mit Dorf der Kanibalen gibt Gay D. Caron seinen Debütroman ab. Kuriose Story mit vielen Illusionen. Nicht schlecht, aber haut mich nicht wirklich vom Hocker. Der Teufel von der Schönheitsfarm ist wieder mal ein richtiger Davenport. Solide Story.

Die ersten beiden enthaltenen Romane sind begeisternd. Dorian mit der Bauersfrau in der Dämonengrube: ein Highlight! Das ist guter, harter Horrorstoff. Fast noch besser ist der Nachfolger. Das Geheimnis um die Frau aus dem Grab ist sicherlich eine der bislang besten, bizarrsten und morbidesten Ideen der Serie. Danach wurde es leider etwas schwächer. Immerhin interessant: der Ersatzband für DK 7 erwähnt Cocos Amnesie nach dem Merlin-Zyklus, was heißt, dass diese Idee nicht auf dem Mist der "neuen" Autoren wuchs, sondern eine Altlast ist, der sie sich in Cocos Band 5 entledigen mussten. Der Pferdesportroman an sich war aber eher mäßig. Die letzten beiden Romane waren immerhin nett. Das verzauberte Hotel war eine gute Idee, die etwas fade in der Ausführung war. Die Schönheitsfarm dagegen war eine solide ausgeführte Resteverwertung. Das kam mir alles sehr bekannt vor. Und hatte am Anfang der Serie noch gut hineingepasst. Aber auch da gab es deutlich überraschendere Handlungswendungen. Hier blieb alles sehr vorhersehbar. Fazit: die ersten beiden Romane sind sooo gut, dass ich nur ungern weniger als 5 Sterne gebe. Und da die Serie zu jener Zeit insgesamt so gut war wie diese beiden, und die anderen Bände eher eine Art Atempause im Schaffen der Autoren darstellen, gebe ich auch gerne die volle 5.

"Der Opferdolch": Schwacher Roman von Earl Warren, der aus der Belagerungssituation keine Spannung schöpfen kann. Die Figuren sind holzschnittartig charakterisiert, die Sprache steht auf keinem hohen Niveau. Die Motivationen der Figuren wechseln, wie's dem Autor gerade passt. 1 Punkt. "Die Frau aus Grab Nr. 13": Der Titelroman von Ernst Vlcek verblüfft mit einer überraschenden und doch stimmigen Auflösung des Schwarzen Testaments. Hervorragend die düstere Atmosphäre und wie die Ambivalenz der Dämonen zu Musik und Feuer thematisiert wird. 5 Punkte. "Der Schwarze Hengst": Kaum zu glauben, dass dieser Roman zehn Jahre nach der EA verfasst wurde, so nahtlos wie er sich in die Handlung einfügt. Neal Davenport spielt seine große Stärke aus, mit wenigen Sätzen klare Charaktere zu zeichnen, und bringt seine Kenntnis des Pferdesports ein. Die (zumindest mich) etwas verwirrende Figurenvielfalt indes verhindert die Höchstwertung. 4 Punkte. "Das Dorf der Kannibalen": Immer wenn die Hotelgäste in die Fallen gelockt wurden, fühlte ich mich gut unterhalten. Dann kam Dorian und spielte die Spaßbremse, leider auch für mich. Dabei war er so effektiv, dass Günter Dönges aka Gay D. Carson noch 10 Seiten mit einer uninteressanten Sidestory um einen entkommenen Kannibalen füllen muss. 3 Punkte. "Der Teufel von der Schönheitsfarm": Seltsam lustlos wirkender Roman; man hat den Eindruck, Neal Davenport habe sehr "am Exposé entlang" geschrieben. Zwar immer noch flüssig zu lesen, aber von dem Autor ist man deutlich Besseres gewohnt. 3 Punkte.
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