Dorian Hunter - Hörspiele - CD 18
Kane
Ernst Vlcek & Marco Göllner

Asmodi ist vernichtet! Dorian Hunter hat der Schwarzen Familie den Kopf abgeschlagen! Doch die Überzeugung, damit auch die Wurzel des Übels beseitigt zu haben, währt nicht lange. In der Umgebung von Dorians Jugendstilvilla in London häufen sich un...

Leserbewertung: Bewertungsergebnis

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Juerg Schmidt bewertete am 27.05.2012 18:27 diesen Titel mit Bewertungsergebnis

Marco Göllner weiß einmal mehr zu überraschen: Nicht die Vertonung von "Das Fest auf dem Teufelshügel" schließt an den Asmodi-Zyklus an, für Folge 18 stand vielmehr "Bei Vollmond wird gepfählt" von Earl Warren (Walter Appel) Pate. Über seine Motive, die Folgen umzustellen, hat der Autor und Regisseur in einem Interview gesprochen ("Sprechstunde mit Marco Göllner" auf www.hoerspiellobby.de). Im Hörspiel funktioniert die Umstrukturierung ausgesprochen gut. "Kane" beginnt relativ harmlos: Phillip trifft einen alten Freund, Jimmy (Michael Wiesner) vom Nachbarshaus. Lange weiß der Hörer nicht, wohin diese Handlung führen soll. Aber ganz allmählich entwickelt sich eine dichte Schaueratmosphäre, an der die brillante Musik von MoorlandMusic und clevere Toneffekte ihren gut Anteil haben. Der Gegenspieler unserer Helden (nicht Mr Keystone aus dem Roman) hat die Inquisitionsabteilung in den Tracks 25 und 28 so gut wie am Boden und unterstreicht seine Gefährlichkeit - Lob für den Regisseur und den Darsteller! Tim Kreuer, der auf der Umschlaginnenseite über seine Arbeit an dem Charakter plaudert, überzeugt erneut in der Rolle des Hermaphroditen. Ebenso grandios ist Regina Lemnitz, die Miss Pickfords Sorge um Phillip im Wortgefecht mit Dorian (Thomas Schmuckert, einmal nicht in der zentralen Rolle) die richtige Dimension verleiht (Track 5). Für mich DIE Entdeckung der Folge ist aber Maresi Bischoff-Hanft als Liza Kane. Es ist ein reines Vergnügen, ihr zuzuhören! Marco Sand bekommt als Steve Powell diesmal etwas mehr zu tun, allerdings sagt er für meinen Geschmack etwas zu oft und zu unbetont "Ja" (z. B. im Track 11, als er von Sullivan aka Konrad Halver eine rechte Standpauke bekommt). Opa Kane wird von Claus-Dieter Clausnitzer gesprochen, mir vor allem aus einem Loriot-Sketch bekannt. Wie weit Marco Göllner vorausplant, zeigen die Tracks 3 und 4: Im Ersteren lässt er den in den Romanen deutlich später auftretenden Skarabäus Toth (mit Andreas Schmidt mutig "gegen den Strich" besetzt) ein Telefonat mit Olivaro (Stefan Krause) führen; im Letzteren beordert er - bzw. Sullivan - Marvin Cohen (Frank Gustavus), Lilian auf einer Reise ihrer Therapiegruppe zu begleiten. Lil soll keinen möglichen Angriffspunkt der Dämonen auf Hunter bieten. Das Ziel der Reisegruppe: Cruelymoe, dem Leser aus Heft 22 bzw. Buch 5 bekannt! Schätze, in naher Zukunft wird wieder Iris Artajo einen netten Auftritt haben - die arme Lil ;-). Klasse, wie Sullivan vom "einfühlsamen, harmonischen Wesen" Cohens schwärmt. Ein echtes Kleinod übrigens ist Track 9, in dem Coco (Claudia Urbschat-Mingues) gegen einen Dämon vorgeht, der von Menschen geistig Besitz ergreift. Simone Brahmann und Jürgen Holdorf leisten hervorragende Arbeit als Besessene. 4 Punkte von mir!

Rudolf Bauer bewertete am 30.05.2012 16:05 diesen Titel mit Bewertungsergebnis

Eine der besten Folgen überhaupt.

Jens bewertete am 29.06.2012 04:15 diesen Titel mit Bewertungsergebnis

ACHTUNG: Diese Rezension ist SPOILERBEHAFTET!!! - Weiterlesen auf eigene Gefahr. Die Mama? Tot! Alle Geschwister? Haben das Zeitliche gesegnet! Und Daddy? Nun, um es mit Olivaro zu sagen: Obwohl sein Staub noch nicht einmal verweht ist, plant die Schwarze Familie schon für die Zukunft! Wie es aussieht hat die Inquisitionsabteilung des britischen Secret Service noch gut zu tun. Eine Zäsur hier wie da: Erschienen die ersten 17 Romanvorlagen noch in der VAMPIR-Horrorromanreihe, so emanzipierten sich Dorian, Coco & Co mit Nummer 18 und segelten ab nun unter eigenem Titel: DÄMONENKILLER. Nachdem sich Marco Göllner bei den ersten 17 Folgen von DORIAN HUNTER - zumindestens chronologisch - noch sehr an den Romanvorlagen orientiert hat, weicht er mit Teil 18 davon ab. KANE ist mitnichten die Vertonung des 18. DÄMONENKILLER-Romans DAS FEST AUF DEM TEUFELSHÜGEL, sondern folgt mehr der Story von Nr. 20 BEI VOLLMOND WIRD GEPFÄHLT (Ein Originalroman mit dem Titel KANE gibt es hingegen nicht). Bis auf absolute Puristen dürfte das auch niemanden stören, zumal es für diese Vorgehensweise einige gute Gründe geben dürfte, wie z.B.: - Auch wenn es einen gewissen Charme besitzen würde, wirklich alle 153 Romane der Erstauflage, oder gar die 175 der Zweitauflage, vertont zu wissen, so muss man sich doch eingestehen, dass der ein oder andere schwächere Roman dafür nicht taugt. - Die Hörspiele basieren zwar auf den Geschichten der Groschenhefte, weichen aber sowieso mehr oder weniger von der Vorlage ab. Das gilt sowohl für den eigentlichen Handlungsverlauf, als auch für die Modernisierung des Stoffes, die Marco Göllner vorgenommen hat. Hier werden z.B. Mobilfunkgeräte und Laptops benutzt, von denen man in den 1970ern noch nichts gehört hatte. - Die künstlerische Freiheit wird bei den Hörspielen gut genutzt. Die Konzentration auf das Wesentliche verhindert unnötige Längen mit einhergehender Langeweile. - Man kann wohl davon ausgehen, dass nur ein Teil der Hörerschaft auch noch die Romane kennt, umzu vergleichen. Die Mehrheit wird einfach die Hörspiele feiern, wie sie fallen. Soweit zur Gesamtsituation. Was nun die Folge KANE im speziellen angeht, so merkt man ihr ihre Brückenfunktion deutlich an. Im direkten Vergleich mit den anderen finde ich sie am schwächsten, weil sie in so viele Einzelteile zerfällt. Wobei das natürlich Gejammer auf hohem Niveau ist, zumal hier die Saat für die kommenden Ereignisse ausgebracht wird :-) Ein echter Kritikpunkt: So sehr ich die verbalen Duelle zwischen Dorian und Miss Pickford eigentlich mag, hier sind sie so ausgewalzt, dass sie fast ihren Witz verlieren. Zum Kontrast ein echter Höhepunkt: Das Telefongespräch zwischen Coco und Olivaro, während sich im Hintergrund ein Priester mit einem Dämon herumschlägt, den er gern exorzieren möchte. Jedenfalls entkommt die Inquisitionsabteilung nur knapp ihrer Vernichtung. Selbst damit muss der Hörer rechnen, denn schon in der Folge DAS WACHSFIGURENKABINE



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