

Nach dem Tod ihres Oberhaupts nimmt die Schwarze Familie Dorian Hunters Mitstreiter ins Visier. Aus diesem Grund wird Lilian Hunter, die sich weiterhin in psychiatrischer Behandlung befindet, bei einem Ausflug in das i...

Regisseur und Autor Marco Göllner kreiert aus einer Vorlage, die früher bei Umfragen am unteren Ende des Klassements zu finden war, ein spannendes Hörspiel, für das ich 4 Punkte gebe. Die Story vom Dämon (Daniel Montoya), der ein Dorf aus Rache allljährlich heimsucht, wird mit guten Ideen und sinnvollen Änderungen bereichert. Am augenfälligsten sind der Verzicht auf Cocos Liaison mit Sheldon Bloom und dass Kiwibin nicht auftaucht. Letzterer könnte natürlich trotzdem in der Serie auftreten (vielleicht wurde der russische Dämon gezielt in Episode 18 eingebaut?). Gefallen hat mir, dass Cohen und Lilian (von Frank Gustavus und Iris Artajo perfekt getroffen) die Hauptrollen übernehmen und ihre Bekanntschaft bereits in gewisse Bahnen gelenkt wird. Cohen mutiert nicht zum edlen strahlenden Ritter, sondern bleibt sich und seinen Verhörmethoden treu (diesmal gehören Kochlöffel und Waffeleisen zu seinem Instrumentarium). Nette Anspielungen auf frühere Folgen zeichnen "Richtfest" aus: "Irgendwie erinnert mich das an etwas", sagt Lil, als sie nach einer Busfahrt in einem einsamen Dorf landet, Cohen entsinnt sich an die Arnie-Fütterung aus Folge 11 oder die Untoten aus Folge 7 ("Merke: Ist der Kopf erst ab, macht der Tote schlapp!"). Den herausragendsten Part spielt Lilli Martha König, die erneut in ihre Rolle aus Ep. 14 schlüpft (so habe ich den Hinweis verstanden, dass sie mit ihrer Mutter in Paris lebt). Unbehagen, Schrecken, Angst und Neugier spielt sie ebenso gekonnt wie später völlig andere Charakterzüge. Nicht minder gut sind Peter Franke und Johannes Steck als Opa und Papa Bloom, die glaubhaft die seelische Belastung der Dorfbewohner vermitteln. Gelungen ist der Auftritt von Abbot(t) & Costello (Christian Gaul, Thomas Nicolai), der nicht von ungefähr an "A & C treffen Frankenstein" erinnert. Weitere Gaststars sind Karlheinz "Sir James Powell" Tafel als Dr. Mellis und Dietmar Wunder (Synchronsprecher von Daniel Craig) als unheimlicher Friedhofswärter. Die Bedrohung ist von Beginn an spürbar und steigert sich kontinuierlich bis zum Kampf mit dem Untotenheer (das die Geisteskranken nicht zu fürchten scheint). Marco Göllner setzt mehr auf Schaueratmosphäre als auf plakativen Splatter (dies ja das Problem der Vorlage). Kongenial unterstützt wird seine Arbeit von der tollen Musikuntermalung von MoorlandMusic.

Im größten Teil kann ich mich meinem Vorrezensenten anschleßen. Es ist erneut ein sehr spannend gemachtes Hörspiel in dem Dorian mal nicht die Hauptrolle übernimmt. Allerdings ist es für mich als "alten" Leser und Kenner der Originalromane nicht ganz so nachzuvollziehen, das Marco Göllner immer wieder von den Vorlagen deutlich abweicht( siehe Nr.14 JAGD NACH PARIS, was ja mit dem Original DER KOPFJÄGER fast nichts zu tun hat., oder die dramturgische Reihenfolge der Serie ( Folge 18 hätte DAS FEST AUF DEM TEUFELSHÜGEL sein müssen) einfach ändert. Auch hätte man bei dieser Folge 19 durchaus den Originaltitel BLUTORGIE IN DER LEICHENGRUBE beibehalten können...... RICHTFEST hat mich doch sehr überrascht und ist keine so gute Wahl wie ich meine. Natürlich hat der Produzent seine künstlerische Freiheit, aber sie so martkant anzuwenden ist jedenfalls Geschmackssache. Für neue Hörer ist das kein Problem und das Quilitätsniveau bleibt ja weiterhin konstant hoch. Dann bn ich ja mal gespannt wann denn im Hörspiel Kiwibin eingeführt wird und wie es mit Coco weitergehen wird. Und ob dann endlich in FOLGE 20 Olivaros Inthronisierung als selbsternannter neuer Fürst der Finsternis in Angriff genommen wird. Insgesamt gebe ich allerdings für die insgesamt sehr spannende und gelungene 19. Folge 4 Sterne.
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