Dorian Hunter - Neu (Restauflagen!) - Band 10
Schrei der Ungeborenen
Ernst Vlcek

Coco Zamis reist nach Wien, um Abstand von den letzten Ereignissen zu gewinnen. Aber auch in ihrer Heimatstadt findet sie keine Ruhe. Schon auf dem Bahnhof wird sie von einem Mädchen angesprochen, das außer ihr offenbar niemand sehen kann. Weitere ...
Leserbewertung: Bewertungsergebnis

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DerPhilosoph bewertete am 31.07.2011 21:25 diesen Titel mit Bewertungsergebnis

Ernst Vlcek hatte seit dem Start der Baphomet-Saga keinen Roman mehr beigesteuert, was die Bedeutung dieses zehnten Romans der "Neuen Abenteuer" aus seiner Feder erahnen lässt. Und obwohl er sich bezogen auf den Kontext der aktuellen Serie stark zurückhält, eher das liefert, was bei PR neuen Autoren als Testroman abverlangt wird, zeigt er doch im Wesentlichen allen Lesern und Kollegen, wie es richtig gemacht wird. Noch bevor er selbst auf Arthur Schnitzler verweist, ist der Bezug klar und damit die Vision, mit der er an den Roman herangeht. Und so gelingt ihm souverän ein Schauerstück, das zu jedem Zeitpunkt begeistert und in den Bann zieht. Ralf Schuder oder Uwe Voehl hätten hier deutlich schlechter abgeschnitten. Vlcek fehlt zu jedem Zeitpunkt der Hang zum voyeuristischen Selbstzweck, er bleibt stets im Dienst seiner Vision, auch dann, wenn er den Voyeurismus des Lesers bedient, dessen Neugier auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Sex und Grausamkeit erkennt und ihm nachkommt. Weil er nicht zum Komplizen dieses Verlangens wird, sondern das sexualisierte Morbide zum Objekt seines Romans macht. Er verzichtet zwar auf eine Tom-Cruise-Figur, die er an Stelle des Lesers entlarven kann (Coco eignet sich da derzeit nicht, da ihr Thema ein anderes ist), aber da er ja selbst auf die Vorlage verweist, reicht dieser Verweis völlig aus, um dem Zweck dienlich zu sein. Dass die rein äußere Handlung lediglich ein herkömmliches Stück aus dem Kabinett ist, schmälert den Eindruck ein wenig. Aber nicht genug zum Punktabzug. 5 Sterne für die Rückkehr des Meisters.

OLIVARO35 bewertete am 19.12.2011 19:39 diesen Titel mit Bewertungsergebnis

Hatte der Vorgängerband Dorians Erlebnisse nach dem schlimmen Schiksalsschlag im Krakatau geschildert, so ist es nun Coco bzw. deren Reise und Abenteuer in Wien was in diesem Roman beschrieben wird. Ernst Vlcek persönlich hat nach zu langer Abwesenheit vom DK /DH endlich wieder einen Beitrag zu seiner Serie geleistet. Mir persönlich hat das Geschehen um die untote Mutter und deren ungeborene Tochter Ariane, verbunden mit Cocos Abenteuern im Kampf gegen den Vampirgrafen und die "Trud" (die Macht die hinter selbigen steht), sehr viel Freude beim lesen bereitet. Was es mit dem sich sowohl in Schottland, als auch in Wien sich öffnenden Dimensionstoren auf sich hat, wird ja später noch geklärt. Ein wenig hat mich dieser Band an Cocos eigene Serie erinnert, wobei ich es durchaus bedauere, das die gesamte Zamissippe in den Klassikerbänden schon so früh dran glauben mußte. Gerade die Figuren Georg und Michael Zamis(als Cocos Vater) haben mir sehr gut gefallen und hätten entweder als Feinde oder (zumindest in Georgs Fall am ehesten) oder geläuterte Verbündete gut in die Serie gepasst(meiner Meinung nach). Aber es ist nunmal anders gekommen. Für ein durchaus gelungenes Werk, verfaßt vom Serienschöpfer himself, vergebe ich gerne 4 Sterne !



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