Das Haus Zamis - Band 20
Biikebrennen
Uwe Voehl & Catalina Corvo

Langsam, aber sicher werden die Oppositionsdämonen für Asmodi II., das Oberhaupt der Schwarzen Familie, zum ernsten Problem. Auch Michael Zamis versucht, aus dem schwelenden Konflikt Profit zu ziehen, doch bisher sind all seine Versuche, sich mit den...
Leserbewertung: Bewertungsergebnis

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DerPhilosoph bewertete am 21.01.2011 09:52 diesen Titel mit Bewertungsergebnis

Mann, ey. Liebe Catalina, lieber Logan, lieber Uwe: ist es wirklich das, was ihr wollt? Der Band ist - nun ja - eben nett. Er ist solide, ziemlich vorhersehbare Unterhaltung und überhaupt nicht mehr. In diesem Stil wird die Serie zunehmend verflachen und damit uninteressanter. Ich glaube auch, dass einzelne Fakten eher schlecht recherchiert sind, kann das aber nur für den Schauplatz Sylt wirklich beurteilen, da ich hier seit 6 Jahren wohne. Hier jedenfalls hat sich Logan nicht allzu weit aus dem Fenster gelehnt, um authentische Darstellung zu gewährleisten. Ich befürchte, dass dies die grundsätzliche Haltung der aktuellen Autoren ist. Nun denn, wenn es das ist, was ihr wollt, bekommt ihr meinetwegen dafür 4 Sterne, dass ihr unterhaltet und man dagegen nichts sagen kann. ABER: worüber ich mich wirklich ärgere ist, dass ihr total interessante Aspekte so lieblos behandelt. Ein Mitglied der Schwarzen Familie wächst im Deutschland der Machtergreifung Hitlers auf und Catalina erwähnt das nur mal kurz, statt es zum Thema der Geschichte zu machen. Warum? Und mitten in der Zeit des Öffentlichmachens von sexuellem Missbrauch im Kirchenumfeld bringt Logan Dee einen solchen Unhold in seiner Geschichte unter und vergisst völlig, dem Thema auch nur die geringste Substanz zu verleihen? Zusätzlich gibt es Georg, der ja im Grunde unterwegs ist, um sich für vergangenen Missbrauch zu rächen, aber so richtig auf den Punkt gebracht wird dieser Aspekt nicht. Eher wird da drumherum fabuliert. Es ist einfach nicht wirklich das Thema der Geschichte und das ist eine Schande, wie ich finde. Sorry Leute, das sind Perlen vor die Säue. Ich frage mich, warum so was passiert? Es fehlt ganz vielen Coco-Geschichten an Substanz, Geplänkel häuft sich zunehmend, ihr stellt unter Beweis, dass ihr einen Kopf zum Denken habt, belasst eure Geschichten aber so seicht wie einen verirrten Pilcher-Stoff. Wie wirklich, wirklich schade. Aber sei's drum. Wenn es euch um die 4 Sterne geht: die könnt ihr haben. Aber Beifall klatsche ich dafür nicht mehr.

HeikoG. bewertete am 05.06.2012 18:57 diesen Titel mit Bewertungsergebnis

Beide Geschichten drehen sich diesemal falst ausschließlich um Georg Zamis, d.h. dessen - als Ich-Erzähler vorgetragene - Kindheitserinnerungen. Zuerst 1933 in Berlin (7 Jahre alt), dann in einem Dämonenkinder-Heim auf Sylt (8 Jahre alt). Beides für sich gesehen sehr interessant und stelleweise recht brachial. Im Gegensatz zu meinem Vorrezensenten sehe ich in der 1. geschichte in Form der Judenverfolgung auch die Zeichen der Zeit sehr plastisch rausgehoben. Und einmal mehr sieht man Michael Zamis als gnadenlosen Schlächter, wenn es um Menschen geht (das wäre im Heftroman vielleicht nicht möglich gewesen). Diese Rückblenden für sich hätten 5 Sterne verdient. Damit leicht verwoben ist leider die Gegenwartshandlung, die in der 1. Geschichte lau ist (hallo, dämonische Aura, heute mal nicht da? - sonst funktionisert der Plot leider nicht...; zudem nervt es unglaublich, dass es wieder die lahmen "Oppositionsdämen" und/oder Asmodi sind). Und in der Gegenwart der 2. geschichte wird eine "Nacht der langen messer" unter den Anhängern beider Fraktionen mal eben erwähnt... obwohl das ja wohl eine riesensache für den "roten Faden" wäre - die gegenwartshandlung verdient jedenfalls nur 2 Sterne. Nebenbei: irgendwie kommt es mir komisch vor, dass Georg in der Gegenwart schon so ein alter Sack ist (auch wenn das jetzt vielleicht nur ein folgefehler des gedankens ist, dass die zamis nicht nach dem 2. Weltkrieg, sondern schon während des 1. WK nach Wien kamen - wobei es dann ja auch nur Michael war und nicht "die Sippe"). Was mir auch als Denkfehler erscheint: dass Dämonenkinder ewige jahre unter den menschen bleiben sollen. Ich habe das gefühl, dass es eigentlich nur um das "Austragen" ging. Bin gespannt, wie sich das darstellt, wenn ich endlich die DK-Classics lese (ist ja kaum noch 3 Wochen hin) Lange rede kurzer Sinn: zusammengenommen 4 Sterne (also dank der Vergangenheitsgeschichten ein gutes Buch)..



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