


Der erste Roman setzt die Talfahrt der Serie noch ungebremst fort. Vor allem entsetzt mich, dass die Rückblicke jeglichen Zeitkolorit entbehren. Gut recherchierte Vergangenheitsabenteuer sind eigentlich das Markenzeichen der Reihe gewesen, doch ist davon schon länger nichts zu spüren. Erst mit dem zweiten Roman kann eigentlich von einem neuen Zyklus gesprochen werden und der fängt überraschend vielversprechend an. Nach langer Zeit gibt es hier Gruselatmosphäre an schaurigem Handlungsort. Ein Hauch Fantasy lässt mich den immer belangloser gewordenen Oppositionszyklus vergessen, dessen Einzelromane mir eh nur schwer im Gedächtnis blieben, und nach langer, langer Zeit freue ich mich mal wieder auf eine Fortsetzung. Dafür bekommt der Band von mir nostalgische 4 Sterne.

nun soll alles mit einem neuen Handlungsbogen weitergehen. Leider ist die 1. Geschichte (in Wien) EXTREM nervig und wirkt phasenweise absurd. Um Lesern nicht die "Überraschung" zu verderben, verzichte ich auf Beispiele. letztlich reduziert sich der breitgetretene O-Dämonen-Kram auf einen kleinen Startschuss für "Cocos neue Abenteuer". Dazwischen völlig überflüssige Rückblenden auf Georg im 2. Weltkrieg. Vielfach wirkt es lieblos runtererzählt. Personenverknüpfungen entstehen plötzlich ohne jede Not und n e r v e n so unglaublich... Die 2. Geschichte ist phasenweise besser (was äußerst leicht war), krankt aber an Nebenhandlungen, die im Sande verlaufen und einem neuen Entwicklungsweg in die Fantasy. (Hallo: dies ist eine Horrorserie. Coco Zamis - die junge Hexe. Nicht. Coco Zamis - die Elfenfee.") Georg als hingeschnippter Retter in der finalen Not überzeugt mich leider auch nicht. Alles zusammen reicht es nur für 2 Sterne. Und ich habe etwas Angst, dass es jetzt wieder in die Fantasy abdriftet...
Kommentare können Sie nur als registrierter Nutzer abgeben.
Wenn Sie bereits registriert sind, melden Sie sich bitte an. Falls Sie noch nicht bei Zaubermond.de registriert sind, können Sie sich hier anmelden.
Kommentar abgeben