


Band 6 der Coco Zamis-Reihe bietet über weite Strecken Lesevergnügen und gute Unterhaltung.

Wow! Dieser Band rührt gefährlich nah an Ereignisse heran, die wir aus den frühen Dorian Hunter Klassik-Bänden kennen (Stichwort Skarabäus Thoth). Aber die Autoren meistern diese Hürde ohne zu straucheln. Dafür gibt es fünf Sterne. Auch dafür, dass alle drei Romane sehr spannend und unterhaltsam sind. Und dafür, dass sich die AutorInnen hervorragend in der Serie auskennen und etliche Anspielungen auf die Hauptserie einbauen, was den Spaß beim Lesen deutlich steigert. Ich habe mich über die Flucht der Zamis' aus den Abruzzen gefreut, über einen Georg Zamis-Roman ohne Coco (der andererseits aber der schwächste Roman des Bandes war, weil über weite Strecken seicht und im Abgang eher fad), und ich habe mich über das gewaltige Finale auf der Teufelsinsel gefreut. Die "neuen Abenteuer" haben ihren Stil gefunden, auch darüber freue ich mich. Aber die Autoren sollten drauf achten, dass es einen Unterschied zwischen der Darstellung von Sadismus gibt und einer sadistischen Darstellung von Gewalt. In diesem und dem letzten Band sind mir Dinge aufgefallen, die eher Letzteres sind. Da bitte ich um etwas mehr Selbstreflektion. In der Hinsicht hatten die "alten Autoren" eine feinere Hand.
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