Das Haus Zamis | Dorian Hunter

Der Zamis-Zyklus

von am 9. September 2016

Vergangenen Freitag ist sie endlich offiziell erschienen: die 31. Hörspielfolge von DORIAN HUNTER, »Capricorn«. Abonnenten und Vorbesteller bei Zaubermond hatten ihre CD ja schon ein paar Tage früher im Briefkasten … und so ist es jetzt vielleicht Zeit, einmal zurückzublicken auf alle vier Teile, die den Zamis-Zyklus bilden, als da wären:

Folge 29.1: »Hexensabbat – Lehrjahre«
Folge 29.2: »Hexensabbat – Reifeprüfung«
Folge 30: »Hochzeitsnacht«
Folge 31: »Capricorn«

Die ersten beiden Folgen, die Cocos Kindheit auf Schloss Behemoth und später in Wien beleuchten, sind dabei so eng verzahnt, dass sie noch einmal als »Zweiteiler innerhalb des Vierteilers« kenntlich gemacht wurden. Als Romanvorlage diente dabei nicht nur die gleichnamige Story »Hexensabbat«, mit der das Hunter-Spin-Off DAS HAUS ZAMIS startet, sondern auch Elemente aus den Folgestorys »Die Stunde der Ameisen« und »Der Teufelsschüler«. Beide Geschichten sind ebenfalls im ersten HAUS-ZAMIS-Band »Hexensabbat« enthalten. Aus der »Stunde der Ameisen« ist dabei nur die Bedrohung der Zamis-Familie durch einen anonymen Herausforderer entliehen. Wir haben sie verbunden mit der schillernden Figur von Cocos Onkel Boris Zamis, der in der Story »Der Teufelsschüler« seinen großen Auftritt hat. Auf diese Weise bekommt der Hörer einen ersten Eindruck, wie es seinerzeit im Hause Zamis zugegangen sein mag und welche schwierige Zeit Coco dort verlebt hat …

Nur »ein erster Eindruck« deshalb, weil die Familie Zamis natürlich Stoff für noch viel mehr Geschichten bietet, den wir in den Hörspielen bisher noch nicht berücksichtigen konnten. Auch aus der Zamis-Sippe haben wir mit Cocos Geschwistern Vera und Georg und ihren Eltern Michael und Thekla zunächst einmal nur die wichtigsten Figuren eingeführt (okay, aufmerksamen Hörern wird nicht entgangen sein, dass wir darüber hinaus den einen oder anderen Namen fallengelassen haben … So ist auf Claras Hexensabbat in Folge 29.2 zum Beispiel Michael Zamis’ Bruder Ingvar mit seiner Frau Bianca zu Gast, und auch Cocos Schwester Lydia (my favourite!) wird zumindest einmal namentlich erwähnt).

Allein Cocos sechs Geschwister angemessen einzuführen, hätte den Rahmen dieses Hörspielzyklus leider vollkommen gesprengt. Von Ingvars Familienzweig in den Abruzzen oder anderen Verwandten aus Südamerika gar nicht zu reden. Daran krankt leider schon die ursprüngliche Romanhandlung von »Die Stunde der Ameisen«, die den Sippenkrieg zwischen den Zamis und der Wiener Hexerfamilie Forcas thematisiert: Zu viele Angehörige der Zamis werden eingeführt und entweder sofort getötet oder spielen später in der HUNTER-Serie keine nennenswerte Rolle mehr, sodass der Leser gar keine Zeit hat, sie kennenzulernen und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Aus diesem Grund haben wir die Forcas im Hörspiel auf einen einzigen Gegner reduziert, der diesen Namen nur zur Tarnung benutzt.

Die Romane, das muss man ehrlich sagen, haben an dieser Stelle viel Potenzial verschenkt, was auch der Serienschöpfer Ernst Vlcek später zugegeben hat. Überhaupt wurden die Zamis in der HUNTER-Serie immer sehr stiefmütterlich behandelt. Die gesamte Familie musste ja bereits bei der zweiten Begegnung mit Dorian in Folge 12, »Das Mädchen in der Pestgrube«, ins Gras beißen … So viele Figuren, die den HUNTER-Kosmos hätten bereichern können, wurden ausgelöscht, so viele mögliche interessante Handlungsstränge mit einem Schlag unmöglich gemacht …

Um diesen Fehler gewissermaßen nachträglich zu »korrigieren«, haben die Autoren später das Spin-Off DAS HAUS ZAMIS erschaffen. Hier bekommt zunächst die jugendliche Coco als Haupfigur und in späteren Bänden diese gesamte Familie Zamis mit ihren vielen Verzweigungen und ihrem jahrhundertealten Background den Raum, den sie verdient … DAS HAUS ZAMIS komplett in die HUNTER-Hörspielserie zu integrieren, ist – leider, leider! – völlig illusorisch. Aber wir haben uns dazu eine andere interessante Lösung einfallen lassen, über die ich an dieser Stelle nicht mehr verraten möchte, als dass wir gerade daran arbeiten … Gelüftet wird das Geheimnis voraussichtlich im Frühjahr 2017!

Mit diesen rätselhaften Worten möchte ich heute schließen.

Ach ja, und mit einer Erklärung für die fehlende Download-Möglichkeit von Folge 31 auf Amazon.de. Leider ist uns bei der Titelmeldung ein blöder Fehler unterlaufen, durch den der Amazon-Shop bei der Meldung ausgeklammert wurde. Wir haben das am Erscheinungstag sofort nachgeholt, doch aufgrund eines »Datenbank-Rückstaus« (O-Ton Amazon) wird es leider noch einige Tage dauern, bis die Folge dort als Download verfügbar ist. Aber wir haben natürlich einen guten Tipp für alle Ungeduldigen: ihr könnt die Folge einfach direkt hier auf diesen Seiten im Zaubermond-Shop kaufen, dann klappt es sofort mit dem Hören! 😉

Viele Grüße und bis nächste Woche, wenn Andrea Bottlinger an dieser Stelle wieder das Ruder übernimmt.

Dennis Ehrhardt

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Das Haus Zamis | Dorian Hunter

Blutfrisch auf den Tisch: DORIAN HUNTER 83 und DAS HAUS ZAMIS 45.

von am 4. April 2016

Vor ein paar Tegen pünktlich erschienen: DORiAN HUNTER 83 und DAS HAUS ZAMIS 45! Wir hoffen, dass die Bücher schon bei euch allen eingetroffen sind! Vielleicht habt ihr schon mit dem Lesen begonnen. Wenn nicht, hier ein kurzer Ausblick, was euch erwartet:

DAS HAUS ZAMIS 45: Blackwater Bay

Wie immer erwarten euch auch in diesem Buch zwei Abenteuer: In dem Roman „Lady Mamba“, der von Rüdiger Silber geschrieben wurde, reisen Coco Zamis und ihre Vampirfreundin Rebecca nach New Orleans. Rebecca erhofft sich dort Hilfe von einem Voodoo-Heiler, der sie von ihren Alpträumen erlöst. Stattdessen geraten die beiden mitten in einen dämonischen Krieg zweier erbitterter Gegner. Auf der einen Seite Lady Mamba mit ihrem Gefolge, auf der anderen Prince Wodu mit seinen teuflischen Zombiehorden. Doch zunächst erhalten die beiden Freundinnen eine geheimnisvolle Einladung: Mother Euphrasine, wie sich ihre Gastgeberin nennt, bittet zu einer blutigen Soiré …

Im titelgebenden zweiten Roman, „Blackwater Bay“ von Logan Dee, erreichen Coco und Rebecca endlich die Pazifikküste, um dort Rebeccas Tante Elvira zu besuchen. Doch diese ist spurlos verschwunden. Auf der Suche nach ihr stellen die beiden schnell fest, dass allein die Erwähnung Tante Elviras zu ungeahnten ungeahnte Komplikationen und Feindseligkeiten hervorruft. Und nicht nur Blackwater Bay selbst ist fest in der Hand von Dämonen. Auf einer vorgelagerten Insel residiert der exzentrische Esteban Deli. Steckt er hinter Tante Elviras Verschwinden? Coco und Rebecca haben nur eine Chance das herauszufinden … und stoßen das Tor zur Hölle auf.

„Blackwater Bay“ kaufen.

DORIAN HUNTER 83: Der Orden von Delphi

Die beiden Teilromane in diesem Band hängen eng zusammen. In „Der Orden von Delphi“ nimmt Catherine Parker uns auf eine Reise in die Spätantike mit, und wir erfahren endlich mehr über die Hintergründe des geheimnisvollen Ordens, der beim Orakel von Delphi seinen Ursprung hatte. Gleichzeitig ist der Orden von Delphi wieder hinter Philipp her, und selbst Coco kommt ziemlich ins Schwitzen bei dem Versuch, ihn zu beschützen.

In Simon Borners „Die versunkene Stadt“ wird das Geheimnis schließlich gelüftet. Wir erfahren, warum der Orden tatsächlich versucht hatte, alle aus der Weltgeschichte zu entfernen, die in die Zukunft sehen können. Außerdem ist die titelgebende versunkene Stadt auch mit dem Schicksal von Hugo Bassarak verknüpft, Dorians früherem Leben zur Zeit der Französischen Revolution. Nachdem Hugo in Frankreich nun ein gesuchert Mann ist, macht er sich mit dem Schiff zu neuen Ufern auf.

„Der Orden von Delphi“ kaufen.

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Das Haus Zamis | Dorian Hunter

Ein Gespräch mit Coco Zamis: DAS HAUS ZAMIS

von am 21. Februar 2016

Coco Zamis agiert gleich in zwei erfolgreichen ZAUBERMOND-Serien: In den aktuellen DORIAN HUNTER-Bänden ist sie eine erwachsene Hexe, die lange Zeit an der Seite Dorian Hunters vehement die Schwarze Familie bekämpft hat. DAS HAUS ZAMIS beschreibt sie in jüngeren Jahren, in denen sie sich gegen Dorian Hunter entschieden hat und noch immer Mitglied der Schwarzen Familie ist. Es erschien uns reizvoll, beiden so verschiedenen Charakteren ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Beginnen wir mit der Rolle in DAS HAUS ZAMIS …

Frau Zamis …

Coco, bitte. Frau Zamis klingt so alt. Dabei fühle ich mich wie zweiundzwanzig …

Und Sie sind …?

(schmunzelt) Ich will es mal so ausdrücken: Seitdem ich mich von meiner Familie auch räumlich emanzipiert habe und nicht mehr in der Villa Zamis lebe, fühle ich mich richtiggehend erwachsen.

Ihrem Auszug gingen etliche Jahre voran, in denen Sie abwechselnd Ihrer Familie in entscheidenden Situationen beistanden und – statt Dankbarkeit – eher den Stempel des Schwarzen Schafes aufgedrückt bekamen und niedergemacht wurden.

Ich galt wohl eher als weißes Schaf. Für meine Familie, insbesondere für meinen Vater Michael Zamis, bin ich wohl immer noch zu brav.

Dabei gehen Sie nicht gerade zimperlich mit Ihren Gegnern um, das kann man wohl nicht sagen, oder?

Vielleicht wäge ich mehr ab als andere Dämonen. Ich töte nicht wahllos und schon gar nicht aus Spaß. Ich setze mich zur Wehr, wenn ich angegriffen werde. Und, ja, ich habe eine Schwäche für Menschen. Das ist sicherlich der Hauptgrund, warum ich als Außenseiterin in der Schwarzen Familie gelte. Es ist nicht so, dass ich die Menschen unbedingt liebe, aber sie sind nun mal weit schwächer als wir Dämonen und benötigen ab und zu meinen Beistand.

Stellen Sie da Ihr Licht nicht ein wenig unter den Scheffel? Immerhin verfolgen Sie mit Ihrem Café Zamis ein ganz besonderes Ziel.

(lächelt) Sie sprechen da etwas an … Also, das Café liegt mir wirklich am Herzen. Obwohl ich auch hier wieder, wie meistens, eben kein Ziel verfolgt habe, sondern wie die Jungfrau zum Kinde gekommen bin. Das Café ist mit der Vergangenheit meiner Familie verknüpft. Noch habe ich nicht alle seine Geheimnisse und Rätsel erforscht, aber wichtig ist, dass im Café selbst dämonische Kräfte weitgehend außer Kraft gesetzt sind. Es ist wahrscheinlich der einzige Ort auf der Welt, in dem Menschen und Dämonen auf Augenhöhe nebeneinander sitzen und friedlich ihren Kaffee schlürfen.

Sehen Sie das nicht ein wenig durch eine rosarote Brille? Ihre menschlichen Gäste ahnen doch nichts von den Dämonen, die meisten nehmen sie noch nicht einmal wahr!

Natürlich ist auch viel Illusion dabei im Spiel. Vielleicht sogar in meinem Fall, also, dass ich mir zu viel erhoffe und es schönrede. Aber es ist zumindest ein Anfang, wie die Welt eines Tages aussehen könnte.

Sie haben Ihre Familie bereits erwähnt. Könnten Sie einfach kurz und knapp in einem Satz die folgenden Personen beschreiben? Michael Zamis …

Mein Vater und das despotische Oberhaupt nicht nur unserer reizenden Sippe, sondern auch der Wiener Schwarzen Familien.

Thekla Zamis?

Meine Mutter, die zum Glück in den letzten Jahren ihr Mauerblümchendasein abgestreift hat und in entscheidenden Situationen meinem Vater contra gibt.

Georg Zamis?

Mein Lieblingsbruder, der im Gegensatz zu mir immer noch in der Villa wohnt und damit viel zu sehr dem Einfluss meines Vaters ausgesetzt ist. Erlauben Sie mir einen zweiten Satz?

Natürlich. Auch einen dritten oder vierten.

„Georg habe ich schon oft mein Leben zu verdanken gehabt. Auch wenn ich sonst auf keinen mehr zählen konnte: Mein Bruder Georg war da.

Adalmar Zamis?

Oh je. Muss ich dazu wirklich was sagen? Wahrscheinlich ist mein ältester Bruder Adalmar der beste Hexer, den unsere Familie je hervorgebracht hat, aber er ist absolut eigensinnig, eigenbrötlerisch und undurchschaubar. Ein echter Finsterling und Kotzbrocken. Als ich noch in der Villa wohnte, war ich immer froh, wenn er nicht da war und in den Abruzzen seinen Experimenten nachging …

Das waren aber jetzt auch mehr Sätze. Es zeigt mir, dass Ihr Bruder Adalmar Ihnen doch ganz schön im Kopf herumspukt.

Das scheint nur so. Er lebt in seiner Welt, ich in meiner, und im Allgemeinen bin ich froh, wenn sich unsere beiden Welten nicht tangieren.

Lydia Zamis?

Meine weltreisende Schwester und bekennende Nymphomanin. Oberflächlich ist ihr zweiter Vorname. Jedes weitere Wort aus meinem Mund würde sie wahrscheinlich beleidigen.

Coco, zum Schluss noch eine Frage. Eine Ihrer großen Lieben trug den Namen Dorian Hunter. Sie sollen sogar ein Kind mit ihm gezeugt haben.

Also gut, ich stelle hier ein für allemal klar, dass die Sache für mich erledigt ist und ich nichts, aber auch gar nichts für Dorian Hunter empfinde. Unsere damalige Affäre beruhte auf dem Irrtum, dass ich glaubte, ihn davon abbringen zu können, meine Familie zu töten. Er jedoch hat mich nur benutzt …

… während Sie ihn verhext haben. Das war ja auch nicht ganz ohne.

(blickt zornig) Wollen Sie damit andeuten, ich habe ihn nur ins Bett bekommen, weil ich Magie angewandt habe? Jedenfalls hat er seine gerechte Strafe bekommen: Es ist eine Art Geisterleben, das er führt. In einer anderen Dimension. Nichts um ihn herum ist wirklich, und für die Welt gilt er als gestorben. Für mich auch, basta!

Und Ihr gemeinsames Kind?

Ich habe es nie ausgetragen, wie Sie vielleicht wissen. Ich habe den Fötus abgegeben. Er ist in sicherer Obhut, und ich werde ihn nie wiedersehen …

Coco, noch eine letzte Frage: Können Sie sich vorstellen, wenn es damals anders gelaufen wäre, also Sie sich mit Dorian Hunter verbündet hätten, Sie noch heute Seite an Seite gegen die Schwarze Familie kämpfen würden?

Welch abstruse Frage! Haben Sie etwas getrunken?

Ich danke Ihnen!

 

Steckbrief:

Coco Zamis

Geburtsdatum: unbekannt, dem Aussehen nach 22 Jahre

Augenfarbe: dunkelgrün

Haarfarbe: pechschwarz

Größe: 1,71 m

Statur: schlank, schmale Schultern

Besondere Kennzeichen: stark hervortretende Wangenknochen, tiefe, rauchige Stimme.

Fähigkeiten:

– Hypnose (sogar zwei Menschen gleichzeitig, da sie als Hexe mit beiden Augen in zwei verschiedene Richtungen schauen kann)

– Kampf: In ihrer Ausbildung hat sie auch Reiten, Schießen, Judo, Fechten etc. gelernt

– Schneller Zeitablauf bzw. Zeitmanipulation

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Das Haus Zamis | Dorian Hunter

Ein kleiner Rundgang durch Wien bis zur Villa Zamis

von am 1. Oktober 2013

DORIAN HUNTER und DAS HAUS ZAMIS waren der Stadt Wien schon immer eng verbunden. Coco Zamis lebt mit ihrer Familie dort, und Dorian Hunter pflegt regen Kontakt zu dem Wiener Antiquitätenhändler Helnwein, bis dieser stirbt. Dazu kommt, dass Wien eine wahre Dämonenhochburg zu sein scheint. Asmodi persönlich kann man oft dort antreffen, und seit jeher befindet sich in Wien das Büro des Schiedsrichters der Schwarzen Familie.

Das alles ist kein Wunder, stammen doch die beiden Begründer der Serien, Ernst Vlcek und Kurt Luif (Neal Davenport), aus dieser Stadt. Auch derzeit haben wir einer Wiener im Autorenteam: Michael Marcus Thurner. Er war so freundlich, für dieses Blog ein paar der Schauplätze der Serien zu fotografieren.

Die Ratmannsdorfgasse. Hier steht die Villa Zamis. Die genaue Adresse ist die Ratmannsdorfgasse 218, ein Eckgrundstück, wie es in den Romanen beschrieben wird. Hier soll sich hinter einer Steinmauer hundert Meter von der Straße versetzt die Villa Zamis erheben, die man hinter allerlei Bäumen kaum sehen kann.
Ein Eckgrundstück ist diese Adresse tatsächlich, und ein recht schickes Haus gibt es dort auch:

An der Ecke Ratmannsdorfgasse und Jagdschlossgasse soll der Antiquitätenhändler Helnwein leben. Von ihm hat Dorian das Henkersschwert, in dessen Schwertkasten er ein Bild des Dämons Olivaro findet. Helnwein hilft Dorian zudem immer, wenn dieser nach Wien kommt, bis der Antiquitätenhändler schließlich leider ein Opfer der Dämonen wird.
Seit Neuestem spielt Helnwein allerdings in DAS HAUS ZAMIS wieder eine kleine Rolle.

Das ist natürlich noch längst nicht alles, was es in Wien in Zusammenhang mit DORIAN HUNTER und DAS HAUS ZAMIS zu entdecken gibt. Weitere Einträge mit Bildern werden nach und nach folgen, sowie sich Michael dazu überreden lässt. Freut euch auf schaurige Schauplätze und interessante Wien-Geschichten.

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Das Haus Zamis | Dorian Hunter

Willkommen im Haus des Schreckens – willkommen im HAUS ZAMIS

von am 13. September 2013

In diesem Blog geht es ja nicht nur um DORIAN HUNTER, sondern auch um DAS HAUS ZAMIS. Falls sich irgendwer schon gefragt hat, in welchem Zusammenhang diese Reihe eigentlich mit den HUNTER-Romanen steht, oder falls jemand einfach ein paar Hintergründe erfahren möchte, hier widmet sich Exposéautor Uwe Vöhl diesem Thema.

Von DORIAN HUNTER zu DAS HAUS ZAMIS
Eine der besten Horrorserien, die ich kenne, heißt DAS HAUS ZAMIS. Das sage ich ganz ohne Bescheidenheit, obwohl ich selbst daran nicht unbeteiligt bin. Mein erstes Rendezvous mit der Hauptfigur Coco Zamis fand allerdings eher zufällig statt. Eigentlich hatte ich mich mit einem zwielichtigen Kerl namens Dorian Hunter verabredet. Hunter war völlig anders als alle anderen Geisterjäger vor und nach ihm. Er trank schon zum Frühstück Bourbon, rauchte Kette und sah aus wie ein typischer Pornodarsteller der Siebziger, mit langen Haaren und einem Schnäuzer, dessen Enden gewöhnlich traurig nach unten hingen. Ein Kerl zum Abgewöhnen, aber einer, den die Leser liebten. Und mit ihnen die Frauen. Zum Beispiel Coco Zamis. Als sie zum ersten Mal in DORIAN HUNTER auftaucht, werden der Dämonenkiller Dorian und die junge Hexe Coco ein Paar und durchleben seitdem alle Höhen und Tiefen, die eine derartige Beziehung im Allgemeinen beinhaltet.
Eine besondere Hürde stellt natürlich Cocos Herkunft dar: Man muss wissen, dass in der Schwarzen Familie derart strenge Sitten herrschen, wie sie uns ansonsten nur von extremsten Religionsgemeinschaften bekannt sind. Coco soll den Mann nehmen, den ihre Familie für sie ausgesucht hat. Basta! In diesem Fall ist es eine besondere Ehre, da es sich zudem um Asmodi, den Fürsten der Finsternis, handelt. Es kommt, wie es kommen muss: Coco verliebt sich in einen anderen (Dorian Hunter), erweist sich auch sonst eher als das weiße Schaf innerhalb der Schwarzen Familie und unternimmt alles, um die Vermählung zu verhindern. Da kommt es gut, dass sie einige Jahre Ausbildung bei einer Hexe hinter sich hat und mittlerweile selbst ganz gut mit magischen Kräften gesegnet ist.
Diese komplexen Hintergründe der Figur sowie die originellen und bizarren Einfälle, die mit Cocos Geschichte zu tun haben, begeisterten die Leser so sehr, dass sie nach einer eigenständigen Serie für Coco riefen. Vor allen Dingen die weit verzweigte Familie, der die Hexe entstammt, bot eine Vielzahl skurriler Charaktere und Möglichkeiten, das Coco Zamis-Universum weiter zu entwickeln. Und es wäre einfach zu schade gewesen wäre, die Chance zu verpassen, dies in einer eigenständigen Serie zu tun! So entstand mit DAS HAUS ZAMIS eine in der literarischen Serienlandschaft wohl einzigartige Familienchronik, die mir sehr ans Herz gewachsen ist.
Erzählte sie bisher vor allem die Abenteuer der jungen Hexe vor ihrer Begegnung mit Dorian Hunter, wurde in Band 33 dann der längst fällige und logische inhaltliche Bruch von der Schwesterreihe DORIAN HUNTER vollzogen. Coco Zamis war längst erwachsen geworden – und zwar unabhängig von DORIAN HUNTER. Die beiden Serien spielen jetzt sozusagen in zwei Universen. Welches davon das Paralleluniversum ist, darf sich jeder Fan selbst aussuchen. Für mich zählen sie beide gleich. Mit einem Unterschied: Coco Zamis ist ohne Zweifel die attraktivere Hälfte.

Es war ein weiter Weg von meinem ersten Date mit Coco, das ich als Leser begann und das bis heute mit mir als Exposé-Autor im aktuellen Buch 36 noch lange nicht beendet ist. Und ich darf mit vollem Recht und voller Stolz behaupten: Ich war von Anfang an dabei! Wie immer ihr es auch sehen wollt!

FORTSETZUNG FOLGT!

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