Der Fall Przygodda: CDs eingetroffen

von am 26. Februar 2016

Eine kurze Zwischenmeldung: Gestern sind im Verlag die CDs zum neuen Sonderberg-Fall eingetroffen. Hübsch, nicht wahr …? 🙂 … Der reguläre Blogbeitrag folgt dann wie geplant am kommenden Dienstag. Zu sehen gibt es dann auch ein Video-Interview mit Jan-Gregor Kremp zum neuen Fall.

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Der Fall Przygodda zum Reinhören

von am 31. Januar 2016

Lieber Hörer,

es ist so weit. Die Akte Przygodda wird einen Spaltbreit geöffnet, so dass ihr hier einen Blick auf den kompletten Sprechercast werfen könnt. Es mag wie das sprichwörtliche salomonische Urteil klingen, wenn ich schreibe, dass ich eigentlich niemanden aus der veritablen Sprecherriege hervorheben möchte. Aber ich habe mich selbst tatsächlich wie ein Kind über die Besetzung einer jeden einzelnen Rolle gefreut – und deshalb muss ich doch zumindest einige Worte darüber verlieren. 🙂

Zunächst natürlich über die Stammsprecher, allen voran Jan-Gregor Kremp und Regina Lemnitz, die (von Terminschwierigkeiten abgesehen) sofort wieder bereitstanden, um Sonderberg und Minnie ihre Stimme zu leihen. Über Inspektor van den Beeck alias Andreas Mannkopff habe ich ja schon einige (sehr traurige) Worte verlieren müssen. Auch Andreas Fröhlich war wieder dabei und hat sich besonders über seinen Einsatz in den „Notizen“ gefreut, wenn Gregor mithilfe des „Totalisators“ beim Wettrennen wieder mal ein neues Geschäftsmodell entdeckt …

Zur Aufnahme des Dieners Philipp, wie immer gesprochen von Martin „Nicolas Cage“ Keßler, an dieser Stelle eine kleine Anekdote: Ein halbes Jahr haben wir gebraucht, um einen Termin zu finden, bevor es endlich im Dezember 2015 klappte … und dann wurde Martin am Tag der Aufnahme krank! Eine kleine Erkältung nur, bei der sich die Stimme allerdings als Erstes verabschiedete. Da ich zu diesem Zeitpunkt jedoch fast eine ganze Woche in Berlin aufnahm, hielten wir Kontakt bis zum ersten Anzeichen der Genesung, und Martin, der bis dahin jeden Einsatz hatte absagen müssen, schließlich schniefend extra für seine paar Sätze als Philipp quer durch Berlin ins Studio … Aber es kommt noch schlimmer. In der Hektik nahm ich ihn nur für das Haupt-Hörspiel auf – und vergaß idiotischerweise die „Notizen“! Als ich den Fehler bemerkte, war Martin schon fast wieder in Charlottenburg … doch er kehrte sofort um, ohne einen bösen Ton zu verlieren. Danke, Martin!! Es war mir soo peinlich. Dafür hast du wirklich etwas gut bei mir!

Aber es sind natürlich nicht nur die Stammsprecher, die das Hörspiel bereichern, sondern auch die „besonderen“ Stimmen drumherum. Da wäre als erstes Josef Ostendorf zu nennen, dessen Gesicht man aus zahlreichen Fernsehproduktionen sowie aus dem Schauspielhaus Hamburg kennt, wo er derzeit fest engagiert ist. Er spielt den schrulligen Ehemann der lauten Elvira von Carnap-Achenbach mit einer Freude, die man in jedem Satz heraushört. Lotta Doll, die als Eva Przygodda auf der Anklagebank sitzt, kennen einige von euch vielleicht schon aus der DORIAN HUNTER-Hörspielfolge 29, wo sie die junge Coco Zamis sprach. Vor den Aufnahmen zu Sonderberg fragte Lotta unsicher, ob sie mit ihrer rauhen und doch leicht kieksigen Stimme nicht zu jung klingen würde für die vom Leben gezeichnete Eva Przygodda. Nein, Lotta, du klingst genau so, wie Eva klingen muss!

Ich könnte noch ewig weiterschreiben – über die Farbtupfer, die selbst die kleinen Nebenrollen von Lutz Mackensy über Lutz Riedel bis Helmut Krauss einbringen. Oder über Wolf-Dietrich Sprenger, den ich am Thalia Theater spielen sah und ihn sofort einlud, für einige Hörspielproduktionen einzusprechen. Ich danke euch allen, dass ihr dabei seid! – Und damit ihr, liebe Hörer, wisst, was ich meine, habe ich zum Abschluss dieses Blogbeitrags eine erste Hörprobe mitgebracht: Sounddesigner Alexander Rieß hat sie im Schweiße seines Angesichts noch vorgestern, am Freitagabend, zusammengebastelt, damit Richter Stein die Verhandlung im Fall Przygodda offiziell eröffnen kann. Danke, Euer Ehren!



Den nächsten Blog-Eintrag findet ihr hier unter www.sonderbergundco.de dann zum 1. März … und danach heißt es nur noch weitere drei Tage warten, bis Fall 8 offiziell erscheint!

Bis dahin und liebe Grüße
Dennis Ehrhardt

Übrigens ist der Przygodda-Fall jetzt auch offiziell bei Amazon vorbestellbar. Im Buchhandel wird die Folge voraussichtlich ab Mitte Februar gelistet sein (die ISBN, die ihr ggf. für die Bestellung benötigt, lautet: 978-3-95426-908-2). – Wir freuen uns aber wie immer noch ein klitzeklitzekleines Dittchen mehr, wenn ihr direkt im Zaubermond-Shop bestellt. Hörproben-Hörer wissen, was ich meine. 😉

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Sonderberg im Schnitt

von am 8. Januar 2016

Liebe Hörer,

das Jahr 2015 ist geschafft! Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht, und wünsche euch ein schönes, erfolgreiches und vor allem gesundes Jahr 2016!

Inzwischen werkeln wir eifrig weiter an der neuen Sonderberg-Folge. Der Sprachschnitt ist zu einem großen Teil abgeschlossen … Sprachschnitt? Nun, das funktioniert folgendermaßen: Ich höre noch einmal sämtliche Aufnahmen durch, die ich mit allen Sprechern absolviert habe. Von fast jedem Satz des Skriptes gibt es dabei mehrere, manchmal sogar mehr als zehn Varianten, von denen jede in Nuancen anders gesprochen und betont ist. Ich wähle dann den „Take“ aus, den ich haben möchte. Dies ist oft genau der letzte, denn schließlich arbeitet man meist so lange mit einem Sprecher, bis der Satz so steht, wie er zuvor in der eigenen Vorstellung existierte. Es geschieht aber durchaus nicht selten, dass der Sprecher selbst einen überzeugenderen Vorschlag abliefert und man sich später im Schnitt selbst korrigiert.

Dabei sind mir natürlich auch die vielen Rollen wieder „über den Weg gelaufen“, die teilweise schon vor Jahresfrist aufgenommen wurden. So zum Beispiel die der exaltierten Dame Elvira von Carnap-Achenbach, die von Katja Brügger in herrlicher Manier gesprochen wird. Neben Inspektor van den Beeck, über den ich ja beim letzten Beitrag schon einige Worte verloren habe, sind natürlich auch Dr. Sonderberg und Minnie Cogner dabei, aber auch ein paar andere Bekannte aus früheren Fällen … Und wer weiterhin glauben möchte, dass man Hörspiele nur hören, aber nicht riechen kann, der sollte unserer neugierigen Minnie lieber nicht in die finsteren Abgründe folgen, in die sie sich diesmal bei ihren Ermittlungen begeben muss … Neugierig geworden? Das war beabsichtigt! 😉

Ein interessantes Detail gibt es übrigens noch zur Titelillustration zu erzählen, die Stefanie Bemmann wieder einmal grandios gelungen ist. Das Bild zeigt Minnie und Dr. Sonderberg beim Pferderennen – mit einem kleinen historischen Fehler. So wurden Ende des 19. Jahrhunderts natürlich schon Galopprennen gelaufen (und auch die Rennbahn auf den Lausward-Wiesen in Düsseldorf, auf der die Handlung zu einem Teil spielt, hat damals existiert). Dennoch kann das abgebildete Rennen so nicht stattgefunden haben! Denn die Jockeys saßen damals noch korrekt im Sattel. Der uns heute vertraute „stehende Sitz“, bei dem sich der weit nach vorn gebeugt über den Hals des Pferdes duckt, wurde erst kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts von dem amerikanischen Jockey Tod Sloan eingeführt – wofür er beim ersten Ritt viel Spott und Häme kassierte. Aber der Erfolg gab ihm Recht …

Das soll es für dieses Mal gewesen sein. Den nächsten Blogeintrag gibt es am 1. Februar – natürlich mit weiteren Infos zur neuen Folge!

Viele Grüße
Dennis Ehrhardt

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Über Sonderbergs Notizen

von am 4. Januar 2016

Hallo ihr Lieben,

heute nehme ich so etwas Altmodisches wie einen Leserbrief zum Anlass, um ein wenig über die Extra-Geschichte des aktuellen Falles zu erzählen – wobei, so altmodisch ist dieser „Brief“ nun auch wieder nicht, denn er erreichte mich immerhin über die Zaubermond-Facebook-Seite …

Also. Wolfgang Dietrichs schreibt: „Endlich konnte ich mir gestern das neue Hörspiel von Sonderberg kaufen und es heute anhören 🙂 Meine Erwartungen wurden nicht entäuscht. Die Story ist absolut spannend bis zum Schluss, und die Sprecher leisten wieder erstklassige Arbeit. Geräusche und Musik sind, wie nichts anders zu erwarten, ebenfalls auf einem hohen Niveau. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass doch noch ein bis zwei Fragen offen geblieben sind. Aber damit kann ich leben. Aber der absolute Wahnsinn (für mich) ist die zweite Geschichte auf der CD. Ich habe nur noch gelacht. Andreas Fröhlich als Gregor hat hier seine Paraderolle gefunden. Auf so eine Story zu kommen ist schon genial. 🙂 Für mich eine klare Kaufempfehlung für alle,die ein hochwertiges und tolles Hörspiel nicht verpassen möchten. 🙂 „

Tja, was soll ich sagen – außer „danke“ …?

Vielleicht, dass seinerzeit, als ich die ersten Fälle von Sonderberg & Co. niedergeschrieben habe (es waren übrigens die ersten vier Fälle, die ich am Stück fertigschrieb, bevor auch nur eine Silbe am Mikrofon eingesprochen wurde – welch ein Wahnsinn, denk ich heute!) … Also, seinerzeit war jedenfalls noch keine Rede von „Sonderbergs Notizen“. Heute kann ich auch gar nicht mehr sagen, wie und wann ich auf die Idee kam. Nur dass sie mir sofort gefiel. In den Notizen konnte ich nämlich viel freier schreiben als in den regulären Fällen. Es gab ja keinen Kriminalfall, der unbedingt gelöst werden musste. Ich konnte Minnie und Dr. Sonderberg singen lassen, ich konnte Gregor ein Casino eröffnen lassen oder Minnie ein Fahrrad schenken … Kurzum, die Handlung musste überhaupt keinem besonderen Sinn folgen. Sie passierte einfach – und ich glaube, diese Freiheit ist es, die die „Notizen“ im Anhang zu jeder Folge bis heute zu etwas Besonderem machen. Was ich übrigens nicht als Einziger feststelle. So meinte Andreas Fröhlich bei den Aufnahmen zum „Przygodda-Fall“, dass ihm die Geschichte wieder einmal sehr gut gefallen habe – aber die „Notizen“ fände er wirklich großartig …!

Auch zu diesen speziellen Notizen, also dem „Totalisator“, gibt es übrigens etwas zu erzählen. Als nämlich feststand, dass ich Elemente des (wahren) Przygodda-Falls mit den Intrigen um ein Pferderennen verknüpfen würde, habe ich natürlich einige Bücher über die Geschichte des Pferderennens gewälzt. Ich verstehe nämlich zugegebenermaßen so gar nichts vom Pferderennsport und war dementsprechend überrascht, wie „professionalisiert“ dieser im 19. Jahrhundert bereits war. Und welche Bedeutung auch das Wetten damals hatte.

Und dann stolperte ich irgendwann zwangsläufig über den „Totalisator“. Es war das Wort, das mich sofort elektrisierte! Es klang so nüchtern-technisch und gleichzeitig so umfassend und absolut, dass ich seiner Bedeutung sofort auf den Grund gehen musste. So fand ich heraus, dass es sich also nicht um einen Vorläufer des Terminator, sondern um eine besondere Wettmaschine handelte. Aha. Und dann las ich davon, wie das Gewicht von Pferden und Jockeys kontrolliert wird und welche peniblen Regeln es gibt, um für einigermaßen faire Verhältnisse beim Rennen zu sorgen. Und was soll ich sagen, natürlich klopfte in diesem Moment sofort Gregor an die Tür in meinem Hinterkopf und fragte mich: Wer wenn nicht er sei denn bitte schön dafür geschaffen, diese Regeln grundsätzlich auf den Kopf zu stellen …? 🙂

Da die Aufnahme mit Andreas Fröhlich, der ja den Hauptteil der „Totalisator“-Geschichte trägt, sehr, sehr spät erfolgt ist, habe ich das Skript dementsprechend lange vor mir hergeschoben bzw. erst einige Parts verfasst, die für die früher aufgenommenen Sprecher wichtig waren. Also z. B. die kleinen Zwischenszenen mit Sonderberg und Minnie auf der Tribüne der Rennbahn. Aber irgendwann musste das Skript dann natürlich trotzdem mal richtig fertig werden – und wie so häufig bei den Notizen war ich überrascht, wie lang das Extra-Hörspiel dann geworden ist. Was man übrigens an einem winzigen, winzigen „Fehler“ erkennt …

So erklärt nämlich „Mick“ alias Bernd Vollbrecht Gregor zu Beginn, dass er nur „zehn Minuten“ Zeit habe, bevor die Jockeys den Stall betreten. Das liegt daran, dass ich die Szene mit „Mick“ zu einem sehr frühen Zeitpunkt geschrieben habe – zu dem ich davon ausging, dass Gregor ein-, höchstens aber zweimal gezwungen sein würde, seine Wette zu ändern. Aber dann hat sich die Handlung in der finalen Skriptphase, hm, irgendwie … verselbstständigt: Gregor hetzte dauernd hin und her, und alles passte so famos zusammen … bis auf den besagten Satz von „Mick“, der aber schon aufgenommen war … Nun gut, dachte ich. Man muss sich selbst nicht ernster nehmen als nötig – und so ist Gregor nun vermutlich der erste und einzige Mensch der Welt, der innerhalb von zehn Minuten acht Pferden mehrfach den Wassereimer auffüllen und zwischendurch noch drei Mal zum Totalisator rennen kann, um sich dort durch das Gedränge zu kämpfen und seine Wetten zu ändern. Chapeau, Gregor, deine Fitness möchte ich haben! 🙂

Das war es auch schon wieder einmal für heute. Den nächsten Blogbeitrag findet ihr an dieser Stelle in genau einem Monat am 1. Mai. Zum Abschluss wieder einmal zwei neue Rezensionlinks zum „Przygodda-Fall“, die mich zwischenzeitlich erreicht haben:

„Punktlandung für ein Hörvergnügen der Extraklasse!“, urteilt Mareike Lümkemann vom „Terror-Verlag“
„Eine Ausnahmeserie auf dem deutschen Hörspielmarkt!“, findet Markus Stengelin von Hoerspielsachen.de

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Erste Details zum achten Fall

von am 11. November 2015

Liebe Sonderberg-Hörer, es ist so weit! – Hier gibt es nun das Cover und die ersten Infos zum kommenden achten Fall „Sonderberg & Co. und die letzte Nacht der Eva Przygodda“. Ab sofort ist die Folge auch im Zaubermond-Webshop vorbestellbar.

Fühlt es sich seltsam an, diese Zeilen zu schreiben? Eigentlich nicht, denn „Sonderberg & Co.“ war für mich niemals weg in den letzten Jahren. Und das, obgleich es bereits unfassbare drei Jahre her ist, dass der letzte Fall – „Der faustische Pakt“ – erschienen ist und die Serie in einen Dornröschenschlaf fiel, der nicht gewollt und deshalb schon gerade gar nicht in irgendeiner Form geplant war.

Im Verlauf dieser Zeit beschlichen mich tatsächlich hin und wieder selber Zweifel, ob mehr als nur ein offensichtlicher Zeitmangel dahinter steckte. War die Serie auserzählt? Hatten Dr. Sonderberg und Minnie Cogner nichts mehr erlebt, worüber es sich noch zu berichten lohnte …?

Aber das war unmöglich, denn ständig spukten mir irgendwelche Ideen durch den Kopf, wie es mit der Serie weitergehen sollte. Eine davon hat es sogar bis zu einer fertigen Coverillustration geschafft (die bis heute im Zaubermond-Archiv schlummert, aber ganz sicher noch einmal Verwendung finden wird!). Tatsächlich war die fehlende Zeit und Ruhe das Problem, denn einen Fall von „Sonderberg & Co.“, das war mir klar, wollte ich nicht „im Vorbeigehen“ schreiben.

Und dann stolperte ich vor ungefähr anderthalb Jahren in einem Buch über die Akten des Kriminalfalls „Anna Przygodda“ aus dem Jahr 1903. Eine Frau, die in fünfter Ehe verheiratet war – ungewöhnlich genug für damalige Verhältnisse, möchte man meinen. Noch ungewöhnlicher aber war das Schicksal, das ihre vier früheren Ehemänner teilten: Sie waren allesamt vergiftet worden. Anna Przygodda wurde der Prozess gemacht. Sie wurde des mehrfachen Mordes überführt und hingerichtet. Und mich bewegte seit der Lektüre eine Frage. Was, wenn sich die Geschichte in Wirklichkeit ganz anders zugetragen hätte …?

So war die Idee zu „Die letzte Nacht der Eva Przygodda“ geboren, in der ich mich hier und da an historische Fakten gehalten, in anderen Belangen aber auch komplett davon entfernt habe. Das Skript habe ich schließlich im Winter 2014/2015 fertiggestellt. Die Aufnahmen zogen sich über Monate hin, weil viele Schauspieler der Stammbesetzung terminlich in andere Projekte eingebunden waren.

Aber schließlich hat es bei allen geklappt. Auch bei Andreas Mannkopff, um eine Frage zu beantworten, die viele Hörer während der letzten Wochen bewegt hat. Die Aufnahme mit ihm fand im Sommer dieses Jahres statt, also einige Monate vor seinem Tod. Andreas war in guter Verfassung und sehr guter Dinge – umso schockierender war die Nachricht, die mich im Herbst erreichte. Ich habe Andreas erst vor einigen Jahren persönlich kennengelernt, aber mich sofort in seine Interpretation des „Inspektor van den Beeck“ verliebt. Er war einer der Schauspieler, die ein Hörspiel mit ihrer Stimme und ihrem Spiel zu einem ganz besonderen Erlebnis machten, und so habe ich ihm in den folgenden Jahren viele Szenen praktisch auf den Leib geschrieben – auch wenn der schusselige und stets in liebenswürdigem Sinne verpeilte Inspektor so gar nicht dem Menschen Mannkopff entsprach, der mich im Gegenteil oft sehr geistreich und witzig mit seiner Berliner Schnauze und seinen spontanen Einfällen aufs Glatteis führte. Zum Beispiel, als er bei einer Aufnahme wild zu gestikulieren und zu spielen anfing, aber kein Ton bei mir im Regieraum ankam. Und während ich nervös den Aufnahmepegel prüfte, blitzte bereits der Schalk in Andreas’ Augen. Er hatte nur gespielt, dass er gespielt hatte – und in Wirklichkeit keinen Ton von sich gegeben. Ein alter Sprechertrick … aber man muss ihn auch so überzeugend vortragen können! – Und wie oft habe ich mit einem Schmunzeln an unser erstes Aufeinandertreffen im Hörspielstudio X-Berg von Oliver Rohrbeck und Kai Schenker zurückgedacht. Andreas’ vermeintlich schlechte Laune und sein ständiges Mäkeln über die Skripte waren zu viel für meine oft norddeutsch verschlossene, aber nichtsdestotrotz sehr empfindsame Persönlichkeit. Ich sagte ihm schließlich, er könne mich gar nicht ärgern. Schließlich hätte er in der großartigen Fernsehserie „Jack Holborn“ mitgespielt, und allein deswegen könne er unmöglich ein schlechter Mensch sein. Dieser Argumentation hatte selbst ein Andreas Mannkopff nichts mehr entgegenzusetzen …

So freut es mich umso mehr, dass Inspektor van den Beeck in „Die letzte Nacht der Eva Przygodda“ noch einmal einen richtig großen Auftritt hinlegen darf. Leb wohl, lieber Andreas. Es war mir eine große Freude, mit dir arbeiten zu dürfen!

Wie wird es mit „Sonderberg & Co.“ weitergehen?

Wie ich oben bereits schrieb, habe ich einige konkrete Ideen für weitere Fälle, die ich unbedingt umsetzen möchte. Natürlich hoffe ich, dass es nicht wieder drei Jahre dauern wird bis zur nächsten Veröffentlichung – aber eine genaue Terminaussage kann ich im Augenblick noch nicht treffen.

In Zukunft werde ich an dieser Stelle aber jeweils zum Monatsersten über die Arbeit an der Serie schreiben. Es hat sich einiges an Material angesammelt – zum Beispiel ein Videointerview mit Jan-Gregor Kremp, das wir bei der letzten Aufnahme gedreht haben.

Zum Abschluss für heute möchte ich allen Hörern danken – insbesondere jenen, die mich während der letzten Jahre in mit ihren Fragen nach dem nächsten Fall gepiesackt haben. Ihr habt ein Stück dazu beigetragen, dass sich die Tür der Detektei nun wieder öffnet. Vielen Dank dafür!

Dennis Ehrhardt

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Minnie atmet auf: Der Jägerhof-Fall endlich als E-Book!

von am 18. Dezember 2013

Ein Lichtblick im kreativen Chaos des Sonderberg’schen Arbeitszimmers. Endlich ist der erste Fall, “Sonderberg & Co. und der Mord auf Schloss Jägerhof” als E-Book erschienen:

“Düsseldorf, 1885, zu Zeiten der Industrialisierung: Dr. Friedrich Sonderberg, Schmetterlingssammler und Detektiv aus Leidenschaft, bekommt es mit einem kniffligen Fall zu tun: Im Hofgarten bei Schloss Jägerhof entedeckt er eine Mädchenleiche. Alles deutet auf einen Unfall hin, doch als Sonderberg zusammen mit seiner resoluten Nachbarin, der Dienstbotin Minnie Cogner, Ermittlungen anstellt, führen die Spuren in das reiche Fabrikantenmilieu der ansässigen Industrie …”

Und im März 2014 soll bereits Band 2 folgen. Dr. Sonderbergs Assistentin Minnie Cogner meint dazu: “Ich wünschte, Dr. Sonderberg und ich hätten 120 Jahre später gelebt. Dann könnte er seine gesamte Bibliothek in Form von E-Book-Ausgaben nachkaufen, und wir hätten endlich wieder mehr Platz in dem Regal hinter dem Schreibtisch, um die Schmetterlingszeichnungen zu verstauen. Sogar ein kräftiges Durchwischen wäre wieder möglich!” – Ach, Minnie, man kann es sich eben nicht aussuchen. Aber seien Sie gewiss, das Leben im 19. Jahrhundert hatte auch so seine Vorteile …

“Sonderberg & Co. und der Mord auf Schloss Jägerhof” gibt es hier als E-Book:
Amazon.de
iBook/iTunes-Store (Apple)
Thalia
KoboBooks
Weltbild

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Sonderberg & Co. live im Kölner Kulturbunker

von am 3. Mai 2013

Im Rahmen der zweiten „Hörspiel-Arena“ im Kölner Kulturbunker gibt es für alle “Sonderberg”-Hörspielfreunde ein besonderes Highlight zu sehen und zu hören: Dr. Sonderberg und seine Assistentin Minnie Cogner erleben ihren sechsten Fall, „Sonderberg & Co. und der Spiegel von Burg Vischering“, noch einmal … und zwar als Live-Event vor Publikum!

Wer Minnies unheimliche Begegnung im Moor, Sonderbergs tiefen Fall und das Geheimnis um den mysteriösen Spiegel von Burg Vischering einmal live auf der Bühne miterleben möchte, hat am 8. Juni um 20:00 Uhr die Gelegenheit dazu – und zwar im Kulturbunker Köln-Mülheim, Berliner Str. 20, 51063 Köln.

Als Sprecher sind dabei: Dirk Hardegen (Dr. Friedrich Sonderberg), Dagmar Dreke (Minnie Cogner), Gordon Piedesack (Dr. Halverstedt), Peter Weis (Prof. Wesselinck) und viele weitere tolle Stimmen!

Die Abendkarte kostet 9 Euro, allerdings gibt es auch ein Kombiticket für 15 Euro, mit dem zusätzlich den ganzen Tag über die Hörspiel-Arena mit diversen Veranstaltungen rund ums „Kopfkino“ besucht werden kann. Besonderer Clou: Beide Tickets gelten gleichzeitig als Gutschein, mit dem während der Hörspiel-Arena (und nur exklusiv dort vor Ort!) alle Zaubermond-Hörspiele mit 50% Rabatt erworben werden können. Wir freuen uns auf euch und einen tollen Abend!

Mehr Informationen und Karten gibt es unter http://www.hoerspiel-arena.de.

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Herzliche Grüße aus Coesfeld

von am 9. März 2013

Es ist ja schon fast wieder ein Jahr her, dass Dr. Sonderberg und Minnie Cogner auf der Burg Vischering ermittelt haben. Damals haben wir das Hörspiel sogar live auf der Bühne unmittelbar vor der Burg aufgeführt. Ein tolles Publikum, Glück mit dem Wetter – ein Abend, an den ich mich gern zurückerinnere. Kürzlich erreichte mich dazu interessanterweise der folgende Brief:

“Lieber Herr Ehrhardt, am 24. Januar hielt ich auf der Burg Vischering einen Vortrag über das eiserne Halsband des Lambert von Oer. Als kleines Dankeschön erhielt ich einige Tage später von Benedikt Graf Droste zu Vischering Ihr Hörspiel ‘Detektei Sonderberg & Co. und der Spiegel von Burg Vischering’. Zu meiner großen Überraschung hörte ich in der Gasthausszene die Geschichte über die Mechelnschen Güter, den Überfall auf Lambert von Oer – und sogar meine Familie wird erwähnt. Eine wirklich große Überraschung. Wirklich gut geschrieben, inszeniert und nicht zuletzt exellent gesprochen. Nach 40 Jahren Bühnenerfahrung als Sänge und Schauspieler erlaube ich mir dieses Urteil. Ganz herzliche Grüße aus Coesfeld sendet Ihnen Heinrich-Josef v. Gimpte zu Nyghenborch.”

Lieber Herr von Gimpte zu Nyghenborch, vielen Dank für den netten Brief! Ich muss sagen, dass es sehr viel Spaß gemacht hat, Sonderberg und Minnie einmal “aufs Land” zu schicken – und die Recherchen über Lüdinghausen haben in der Tat einige Themen zutage gefördert, die dann auch ihren Weg in das Hörspiel gefunden haben. Noch mehr freue ich mich natürlich über das Lob aus berufenem Munde! –

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Neu erschienen: „Sonderberg & Co. und der faustische Pakt“

von am 7. Dezember 2012

“Düsseldorf, Ende des 19. Jahrhunderts. Gregor, der Neffe von Dr. Sonderberg, träumt nach seiner Darstellung des Famulus Wagner in der Faust-Aufführung von einer großen Karriere am Immermann-Theater. Doch dann stirbt der Hauptdarsteller auf offener Bühne. Eine Intrige? Ein Mord? Je länger Dr. Sonderberg und Minnie Cogner ermitteln, desto mehr dunkle Wahrheiten bringen sie ans Licht …”

Es ist so weit: Dr. Friedrich Sonderberg (gesprochen vom neuen “Alten” des ZDF, Jan-Gregor Kremp) und Minnie Cogner (Regina Lemnitz, dt. Stimme von Whoopi Goldberg) lösen ihren siebten Fall. Behilflich oder gar selbst in den Fall verstrickt sind neben der Stammbesetzung (Andreas Fröhlich als Neffe Gregor sowie Andreas Mannkopff als Inspektor van den Beeck) unter anderem Peter Franke ( “Das Wunder von Bern”, “Fleisch ist mein Gemüse”, “Die verlorene Ehre der Katarina Blum”) sowie Volker Brandt (dt. Stimme von Michael Douglas) und Jörg von Liebenfelß (“Wilsberg”, “Geld.Macht.Liebe”, “Macabros”). Der neue Sonderberg-Fall ist wie üblich im Zaubermond-Shop sowie überall im Handel als Doppel-CD und als Download bei iTunes und Amazon erhältlich.

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