Catalina Corvo über Georg Zamis

von am 10. Oktober 2014

Während ich über die Frankfurter Buchmesse wandle, erzählt euch Catalina Corvo etwas über ihren Lieblingscharakter aus DAS HAUS ZAMIS: Georg Zamis.

Wenn man als Schriftsteller mit Freunden über seine Arbeit spricht, die das Geschriebene gelesen haben, wird man oft gefragt, ob man eine Lieblingsfigur habe. Natürlich folgt auch sofort die Frage, ob man einen Charakter nicht leiden könne. Letztere Frage kann ich guten Gewissens verneinen. Na klar, ich mag zum Beispiel Asmodi nicht sonderlich. Aber Asmodi ist schließlich auch nicht der Boss der Schwarzen Familie geworden, um geliebt zu werden. Auch nicht von mir. Aber so unsympathisch, wie er sich auch für den Leser und die Zamis geben mag, ist er als Antagonist eine großartige Figur und versierter Koch vieler Suppen, die unsere Helden auslöffeln müssen. Außerdem hat er in meinen Augen durchaus Humor. Auch wenn dieser Humor noch schwärzer ist als der Kaffee im Café Zamis. Aber mein Liebling ist er dennoch nicht. Diesen Rang hatte ihm, schon als ich die ersten Coco Zamis Romane las, ein anderer abgelaufen.

Georg Zamis mit seiner ruhigen, aber unberechenbaren Art gefiel mir und machte mich neugierig auf seine persönliche Geschichte. Schließlich erfüllte mir Uwe Voehl diesen Wunsch, indem er ein spannendes Exposé zu Georgs Kindheit schrieb. Und da gab es einige Pointen zu entdecken. Ein weiteres Bonmot kam noch hinzu. Der Roman spielte im Berlin der dreißiger Jahre. In einer Zeit, die noch das sterbende Flair der wilden Zwanziger atmet und doch schon von einer düsteren Zukunft überschattet ist.

Für mich als Berliner Göre war es natürlich Ehrensache, dass ich mein Bestes gab, um das Flair dieser goldenen Vergänglichkeit einzufangen. Danach ging es zu meiner großen Freude noch weiter mit Georg, und ich durfte exposégestützt einen persönlichen Begleiter für ihn aus der Taufe heben: den verrückten Dämon Peter Ravencross. Der war für mich immer ein Highlight. Denn ich genoss es nicht nur, dass ihm die ironischen Oneliner nur so von den Lippen gingen, er gab mir auch die Möglichkeit, Georgs Charakter im Gegenspiel zu Peters flamboyantem Auftreten zu zeigen. In diesen Romanen konnte ich auf der Basis der Voehlschen Exposés Georgs Persönlichkeit immer deutlicher herausarbeiten.

Dazu eignete sich auch sehr gut eine Episode, in der Georg und Coco ein gemeinsames Abenteuer im Harz erlebten. Obwohl beide wohl die überlegtesten, ruhigsten Mitglieder der Zamisfamilie darstellen, sind ihre Charaktere dennoch grundverschieden. Und wir Autoren konnten beleuchten, warum Georg so oft als Cocos Verbündeter auftritt, um sie dann doch wieder zu verraten.
Als halber Mensch war und ist er nicht ohne Gefühl: Aber im Gegensatz zu seiner Schwester hatte er sich früh für das Dämonendasein entschieden. Doch ähnlich wie Coco bewegt sich Georg auf seinen eigenen Reisen in einem Spannungsfeld zwischen Mitgefühl und Skrupellosigkeit, das dem Dilemma seiner Schwester ähnelt.

Nachdem Georgs Geschichte schließlich erzählt war, wanderte der Fokus weiter zu seinen anderen Geschwistern. Ich denke und hoffe, dass uns die Zamis-Familie auch in Zukunft viele vielschichtige und spannende Charaktere präsentieren wird.

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Michael M. Thurner über DAS HAUS ZAMIS 39

von am 12. September 2014

Heute plaudert Michael M. Thurner wieder mal über die Entstehung eines neuen DAS HAUS ZAMIS-Romans. Um sich vorzubereiten, hat er Monate vor Beginn der Schreibarbeit haufen haufenweise Fotos interessanter Wiener Lokalitäten (nicht Lokale!) geschossen – verbunden mit dem Wunsch, ein paar ungewöhnliche Stätten abseits touristischer Anziehungspunkte wie Riesenrad, Stephansdom und Schloss Schönbrunn vorzustellen. Welche dieser geheimnisvollen Orte es in die Geschichte geschafft haben, lest ihr hier.

Es kommt halt doch immer anders, als man glaubt. Gleich zu Beginn meiner Arbeit am Manuskript zeigte sich, dass ich meine Wunschorte allesamt nicht gebrauchen konnte. Es passte nun mal nicht.

Aber es gab andere markante Örtlichkeiten, die plötzlich für mich interessant wurden. Eine davon ist das sogenannte »Ratzenstadl«, wie die ehemalige Wiener Vorstadt Magdalenengrund im 19. Jahrhundert hieß. Die Siedlung nahe dem Wien-Fluss, heute Teil des sechsten Bezirkes, stand damals synonym für die elenden Wohnbedingungen in der stetig wachsenden Stadt – und für die Rattenplage in den Häusern und den verwinkelten Gässchen, von denen heutzutage kaum noch etwas zu sehen ist.

In meinem Text ist jedenfalls noch der Geist zu atmen, der einstmals im Ratzenstadl herrschte. Coco Zamis bekommt ihn vor allem in einem Sado-Maso-Lokal zu spüren, das im ehemaligen Elendsgebiet angesiedelt ist. Was die junge Dame dort zu suchen hat – nun, das verrate ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht.

Ein weiterer Akt meiner Geschichte findet im Wiener Westbahnhof statt. Dort kommt es zu einigen markanten Begegnungen, auch die Schlussszene hab ich auf den Bahnsteigen angesiedelt. Der Wiener Westbahnhof ist mir lieb und wert, auch wenn das Hauptgebäude grundhässlich ist und das Ambiente auf Bahnsteigen wohl weltweit nicht sonderlich viel Atmosphäre hergibt. Dennoch ist mir der Westbahnhof eine kleine Hommage wert. Er wird in einigen Jahren, wenn der neue Wiener Zentralbahnhof zu hundert Prozent fertiggestellt ist, wohl nur noch regionale Bedeutung haben, Pendler aus dem Wiener Umfeld bedienen und in einen Dornröschenschlaf versinken.

Beide Orte liegen übrigens in relativer Nähe zum Café Zamis, das auch diesmal eine zentrale Rolle in meinem Text einnehmen wird, auch wenn Coco einen Tagesausflug nach Hamburg unternimmt. Und wenn die junge Dame aus der Hansestadt zurückkehrt, wird sie einige neue Fähigkeiten mitgebracht haben. Welche, darüber möchte ich an dieser Stelle noch nichts verraten. Aber es sind doch solche, die sie mehr und mehr daran zweifeln lassen, ob sie in ihrer Familie denn wirklich noch das „weiße Schaf“ ist.

Was die geplanten Schauplätze betrifft, die ich nun doch nicht verwendete – nun, aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich bin mir sicher, Coco oder andere Familienmitglieder des Hauses Zamis eines Tages dorthin schicken zu können.

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Autorenvorstellung: Catherine Parker

von am 9. September 2014

Catherine Parker ist mit Band 77 ins Hunter-Autorenteam eingestiegen und hat zusammen mit mir den Teilroman „Aphrodites Opfer“ geschrieben. Damit ihr sie ein wenig besser kennenlernt, habe ich ihr ein paar Fragen gestellt.

Catherine, du bist in der gesamten jahrzehntelangen Geschichte der Reihe die dritte Frau, die DORIAN HUNTER schreibt. Wie fühlt es sich an, in so einen illustren Kreis aufgenommen zu werden?

Toll, natürlich. 🙂 Es ist schon etwas Besonderes, bei einer Reihe mitschreiben zu dürfen, die längst Kultstatus hat und von bekannten Autoren der Szene geprägt wurde. Da Band 77 ja gerade erst erschienen ist, fühlt es sich manchmal noch ein bisschen unwirklich an, dass ich jetzt dazugehöre. Aber Kneifen hilft notfalls. 😉
Ansonsten lief die Zusammenarbeit bei meinem Seriendebüt super und ich wurde sehr nett ins Team aufgenommen. Dass ich erst die dritte Frau bin, der diese Ehre zuteil wird, war mir anfangs gar nicht klar. Nun hoffe ich, dass ich die Erwartungen erfülle und den Lesern gefällt, was ich schreibe.

„Aphrodites Opfer“ war dein erster Horror-Roman. Was war es für eine Erfahrung, dich damit auf unbekanntes Gebiet zu wagen? Was war für dich die größte Herausforderung?

Zum Glück mag ich Herausforderungen, denn hier gab es gleich mehrere für mich: Horror ist mir zwar nicht völlig neu oder fremd, aber bisher hatte ich in diesem Genre nur Kurzgeschichten verfasst. Ebenso bin ich zwar an Vorgaben gewöhnt, aber ich hatte nie zuvor nach einem kompletten Exposé geschrieben, das jemand anders erdacht hatte. Die größte Herausforderung war es jedoch, mich mit dem Universum Dorian Hunters so vertraut zu machen, dass ich mich beim Schreiben mühelos darin bewegen konnte, d.h. sämtliche Charaktere und der Rahmen stimmig waren. Da kam mir natürlich entgegen, dass einige bislang unbekannte Figuren aus Phillips Vergangenheit in Band 77 wichtige Rollen spielen, da war ich freier in der Szenengestaltung. Insgesamt kann ich sagen, dass es mir großen Spaß gemacht hat dein spannendes Exposé umzusetzen, das rasche Feedback war stets hilfreich beim Schreiben und der Austausch mit Rüdiger Silber sehr inspirierend. Danke dafür!

Möchtest du etwas darüber erzählen, was du vorher geschrieben hast?

Angefangen habe ich mit dunkler Phantastik, meine ersten Erzählungen erschienen vor Jahren in der Pandaimonion-Reihe bei Ernst Wurdack. Seit ich mich 2010 als Autorin selbständig gemacht habe, verdiene ich meine Brötchen eher mit anderen Texten, z.B. schreibe ich regelmäßig unter mehreren Pseudonymen Kurzkrimis und Lovestorys für Zeitschriften. Unter meinem realen Namen veröffentliche ich im Kinderbuchbereich. Dass ich als Catherine Parker jetzt zu meinen schwarzen Wurzeln zurückkehren darf, freut mich ungemein. Ein bisschen ist es wie „nach Hause kommen“.

Was hat dir an DORIAN HUNTER am meisten gefallen?

Mich fasziniert vor allem die düstere Atmosphäre dieser legendären Dämonenwelt. Es war toll, beim Schreiben darin einzutauchen. Außerdem mag ich das Kantige, Raue, Ungeschliffene an DH, er ist für mich das Gegenteil von „weichgespült“.

Und offensichtlich hast du »Blut geleckt«. Wann wirst du ins Hunter-Universum zurückkehren?

Schon bald. 🙂 Der nächste Roman von mir erscheint voraussichtlich in Band 79.

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Christian Schwarz über DORIAN HUNTER 76

von am 20. Juni 2014

Christian Schwarz hat in Band 76: „Homunkulus“ seinen zweiten Beitrag zur HUNTER-Reihe geleistet. Hier plaudert er ein wenig aus dem Nähkästchen und erzählt über die Entstehung seines neuesten HUNTER-Romans. Vorsicht gilt für alle, die den Band noch nicht gelesen haben: Es gibt Spoiler!

Nach meinem ersten DORIAN HUNTER (Band 74, „Aus der Asche“) war die Freude groß. Den hast du jetzt doch ganz gut hinbekommen, dachte ich bei mir. Tolles Thema mit dem einen oder anderen eigenen Charakter, den ich entwickeln konnte, mit Tibet eine kulturell-landschaftliche Kulisse, die mir liegt, alles easy also? Nicht ganz, denn es gab einen kleinen Wermutstropfen: Dorian Hunter war nicht dabei!

Klar, wir hatten ihn ja kurz zuvor über die Klinge springen lassen. So kam es also, dass die Worte »Dorian« und »Hunter« kein einziges Mal in meinem Roman auftauchten, wie ich anschließend über die Suchfunktion feststellte. Und das hatte nun wirklich nichts damit zu tun, dass man den Rookies gerne mal einen „Füllroman“ ohne die Hauptcharaktere gibt, damit sie da ja keinen Unsinn damit anstellen. Nein, es war in diesem Moment eben einfach der Handlungsbogen. Der Dämonenkiller tot, aus, finito.
Natürlich nicht für immer.

Deswegen war klar, dass ich den Dämonenkiller spätestens im zweiten Roman vor die Tastatur kriegen würde. Und das war nun die eigentliche Herausforderung. Natürlich gibt es ein umfangreiches Serienexpo mit einer sehr ausführlichen Beschreibung Dorians. Natürlich hatte ich früher alle DORIAN HUNTER-Bände geradezu verschlungen (und mich aktuell in den einen oder anderen neuen eingelesen). Aber als Autor brauchst du ein »Feeling« für die Hauptpersonen, um sie einigermaßen authentisch rüberzubringen. Wie treten sie szenisch auf? Wie handeln sie? Was sagen sie? Das ist immer dann ziemlich schwierig, wenn so ein Charakter von mehreren Autoren behandelt wird. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von seinem Helden und lässt immer mal wieder ein bisschen von sich selbst mit einfließen. So macht der Held mal Witzchen, mal ist er staubtrocken, mal etwas menschlicher, mal unterkühlter, etc.

Um nun wieder ein möglichst authentisches Feeling für den guten Dorian zu bekommen, beschloss ich, nochmals in die Anfänge der Serie einzutauchen und zu schauen, wie ihn Ernst Vlcek und Kurt Luif (Neal Davenport), die beiden legendären Väter des Dämonenkillers, gezeichnet hatten. Eine Maßnahme übrigens, von der ich mir noch weitere aufschlussreiche Erkenntnisse erhoffte: Was können DH-Dämonen und was können sie nicht? Welche Waffen werden eingesetzt und wie wirken sie?

Man sollte nun meinen, dass das für einen alten DH-Fan wie mich kein Problem darstellen sollte, aber: Pustekuchen! Zum einen ist es schon eine ganze Weile her, dass ich die Romane gelesen hatte, und zum anderen kommt hinzu, dass man Elemente, etwa Waffenwirkungen, automatisch übernimmt, wenn man für andere Serien mit dämonischem Background schreibt (z. B. Professor Zamorra). Genauso erging es mir mit meinem ersten DH, als ich etwa den eingesetzten Gemmen viel zu große Macht und Wirkung zuschrieb. Bei »Homunkulus« sollte mir das nicht passieren, schwor ich mir.

Als ich dann tatsächlich die ersten Bände auflas (die komplette Sammlung, Erstauflage, steht natürlich noch heute in meinem Regal), machte ich einige überraschende Entdeckungen. Dorian war viel düsterer und manchmal auch „unsympathischer“, als ich ihn in Erinnerung hatte! Klar, er hat ein dämonisches Erbe in sich, aber darf ein Held so sein? – Trotzdem hat Dorian von Anfang an als Held funktioniert, ein Phänomen, das aus heutiger Sicht sehr bemerkenswert ist. Klar, in den ersten sieben Geschichten passiert noch nicht so viel. Dorian eliminiert seine Brüder und braucht dabei eine Menge Glück und Beistand, auch nicht gerade ein Superhelden-Merkmal. Aber die Geschichten verströmen noch immer ein völlig eigenes Flair, weil das Konzept genial ist. Die Dämonen bei HUNTER sind keine abgehobenen Höllenwesen, sie sind mitten unter uns! Teil unserer Gesellschaft, manchmal nicht sehr viel stärker als wir selbst. Das, was wir hin und wieder in der Zeitung lesen, könnte „einer von denen“ veranstaltet haben …

Dazu kommen einige außergewöhnliche Charaktere. Philipp, der Hermaphrodit, hat schon früh seinen ersten Auftritt. Coco, die vom schwarzen Glauben abgefallene Hexe, der Puppenmann Chapman oder die New Yorker Freaks … Alles tolle Figuren! Und genau das ist Vlceks und Davenports großer Verdienst und der Grund für den Erfolg der Serie. Sie war immer lebendiger und näher dran am Leser. Außerdem auch ein Stück weit härter und »glaubhafter« als die ganzen Fabelwesen, die in anderen Serien ihre Auftritte hatten und haben. Und sie hat früher als andere Serien im deutschen Sprachraum gespielt und Historie szenisch mit eingebunden.

Ich hoffe, dass ich nun das Feeling für Dorian wieder habe und dass es mir einigermaßen gelungen ist, ihn authentisch rüberzubringen. Viel wichtiger ist mir aber die Erkenntnis: Die aktuellen Romane müssen sich nicht vor den Anfängen verstecken. DORIAN HUNTER ist heute in Stil und Inhalt vielleicht sogar besser, überraschender, atemberaubender, ohne jedoch dieses „Hunter-Gefühl“ verloren zu haben. Und ich freue mich sehr, jetzt ein Teil davon sein zu dürfen.

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Du schreibst Horror?!

von am 13. Juni 2014

Catalina Corvo und ich haben einiges gemeinsam. Vor allem aber sind wir beide weiblich und schreiben Horror. Das führt zu immer wieder derselben Reaktion, die Catalina im heutigen Beitrag sehr gut beschreibt:

Sehr oft, wenn man mich fragt, womit ich so meinen Lebensunterhalt verdiene, und ich entsprechend antworte, erlebe ich die gleiche Reaktion: „Du schreibst Horror?“

Schmunzelnd frage ich dann mein Gegenüber, wie er oder sie sich denn so den typischen Horrorautor vorstellt. Schon wird die Sache knifflig. Und sofern sich mein Gesprächspartner überhaupt zu einer klaren Antwort nötigen lässt, landen wir bei einer Mischung aus Stephen King, H.P Lovecraft und dem Goth von nebenan. Auf jeden Fall irgendwie männlich, bleich und nachtaktiv. Ist die Neugier meines Bekannten dann noch nicht gestillt, kommt die nächste Frage: „Warum machst du das?“

Jetzt könnte ich natürlich antworten „Für Geld.“ Aber das würde der Sache nicht gerecht. Für Geld kann man vieles tun. Für Geld kann man auch vieles schreiben. Aber warum DORIAN HUNTER oder DAS HAUS ZAMIS? Dann berichte ich von den schriftstellerischen Möglichkeiten der Serie und ernte Erstaunen. Nein, es gehe nicht in erster Linie um platzende Köpfe und grausame Morde. Naturgemäß ist die Serie nicht unbedingt als Gute-Nacht-Geschichte für Vorschulkinder geeignet, aber das ist nicht der eigentliche Grund, der mich immer wieder ins HUNTER-Universum zurückbringt.

Bei DAS HAUS ZAMIS ist es vor allem die liebgewonnenen Familiendynamik. Die Charaktere, wie zum Beispiel Georg, der mir persönlich mehr als alle anderen ans Herz gewachsenen ist und dessen Persönlichkeit ich ein Stück weit mit entwickeln durfte. Bei DORIAN HUNTER sind es eindeutig die Vergangenheitsepisoden. Jedes Mal, wenn ich ein neues Skript aus der Feder meiner Redakteurin erhalte, bin ich gespannt, wohin es Dorians frühere Reinkarnationen diesmal verschlägt. Ob niederländische Kolonien, das Mittelalter oder das zaristische Russland, die historischen Möglichkeiten bieten immer wieder eine andere, aufregende Spielwiese.

Siehst du, erkläre ich lächelnd meinem mittlerweile andächtig lauschendem Publikum, es sind nicht so sehr die Monster, Hexer und Dämonen, die die Serie für mich zu etwas Besonderem machen. Sondern die fortwährende Zeitreise, auf die wir Autoren uns begeben, die Recherche, die historischen Persönlichkeiten, die wir, oft mit einem kleinen Augenzwinkern, einbauen dürfen. Das macht die Wandelbarkeit der Geschichten aus.

Hoffentlich auch für unsere Leser.

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Haarscharf daneben oder voll ins Schwarze

von am 10. Juni 2014

Uwe Voehl hat einen Teilroman von Band 76 geschrieben und das zum Anlass genommen, zu erzählen, wie er beim Schreiben vorgeht. Ich finde seine Methode sehr interessant – ganz abgesehen davon, dass ich es immer mag, wenn jemand meine Arbeit lobt 😉 Aber lest selbst.

Die Überschrift zu diesem Artikel könnte vielleicht lauten: Wie Dorian und ich einen HUNTER-Roman schreiben. – Ja, und die Antwort wäre dann: intuitiv. Genau wie die DORIAN HUNTER-Hörspiele ja recht frei nach den jeweiligen Heften gestaltet sind, nehme ich das Exposé hauptsächlich als Gerüst. Ich liebe es natürlich, nach einem Expo zu schreiben. Es hat viele Vorteile: die Kontinuität ist gewahrt, es gibt keine Widersprüche oder unliebsame Überraschungen (für den Leser). Als Autor nimmt es die Angst vor dem berüchtigten weißen Blatt. Zu Beginn schaue ich einfach ins Expo und schreibe, was dort steht. Auch zwischendurch ist es ganz angenehm, immer wieder zum Expo zurückzufinden, damit ich mich nicht vergaloppiere. Alles in allem heißt das.

Ich benutze das Expo als Sprungbrett, aber auch als Fallschirm, um jederzeit wieder sicher zu landen, ansonsten lasse ich meiner Kreativität freien Lauf. Ich weiß, es gibt Autoren, auch im Team, die das Expo vorher genau studieren oder sich anhand des Expos schon die Kapitel einteilen. Davor habe ich Respekt, allein vor der Arbeit. Meine Art, an das Expo heranzugehen, ist eine andere: Ich lese immer nur so viel, wie ich auch an einem Tag schreibe. Ich möchte nicht mehr wissen als der Leser. Ich möchte mit dem Leser rätseln, mit ihm die Spannung teilen. Meine eigene Spannung verwandelt sich in Kreativität.

Im aktuellen DORIAN HUNTER heißt es im Expo zum Beispiel: „Dorian kehrt in die Jugendstilvilla zurück. Er steckt in einem Ersatzkörper, den Bastet für ihn geschaffen hat.“ Also lasse ich Dorian allein anklingeln. Es gibt diverse Irritationen etc. Nachdem ich fünf Seiten geschrieben habe, steht dann als zweiter Punkt folgendes im Exposé: „Mit Dorian kehrt auch Parker zurück, und Salamanda betritt zum ersten Mal die Jugendstilvilla.“ Mist, denke ich. Wie erkläre ich das denn jetzt? Die beiden anderen also draußen gewartet. Aber warum? Und schon entspinnt sich ein weiterer Handlungsverlauf …

Versteht ihr den Unterschied? Hätte ich das Exposé vorher gelesen, hätten alle drei zugleich die Villa betreten. Das wäre auch okay gewesen, aber möglicherweise auch ein bisschen uninteressanter, weil ich ja inzwischen eine eigene Handlung darum gesponnen habe. Ich gebe zu, das ist ein extremes Beispiel. Und damit ich nicht am Schluss zu viele Dinge ändern muss, schaue ich gerade gegen Ende immer öfter ins Expo. Und natürlich passiert es auch, dass ich nachträglich ganze Passagen streichen muss, weil es eben nicht passte.

Andrea Bottlingers Exposés sind nämlich sehr ausgefeilt. Es steckt jedes Mal sehr viel Mühe und Kenntnis darin. Insofern ist es mir genauso wichtig, nicht nur meine eigene Kreativität einzubringen, sondern möglichst alles, was im Expo steht, zu berücksichtigen. Daher folgt ganz zum Schluss noch einmal ein Abgleich. Ist die Expo-Autorin zufrieden, bin ich es auch. Dann weiß ich, dass der Roman auch bei den Lesern gut ankommen wird. Aber Vorsicht: Auf die Art zu schreiben bzw. ein Expo umzusetzen funktioniert auch bei mir nur, wenn ich die Serie sehr gut kenne und vor allem die Charaktere. Ich weiß bei DORIAN HUNTER, wie die Charaktere handeln, was sie denken, wie sie fühlen.

So, und jetzt stecke ich mir erstmal eine Players an und trinke dazu einen Bourbon! Wie nach jedem DORIAN HUNTER. Cheers!

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Catalina Corvo über unerwartete Todesfälle

von am 8. April 2014

Mehr oder weniger zufällig hat es sich ergeben, dass Catalina Corvo in letzter Zeit in ihrem Romanen einige Mitglieder des Dämonenkiller-Teams umbringen musste: Trevor Sullivan, Dorian Hunter selbst und jüngst nun auch Unga. Hier erzählt sie nun ein wenig darüber, wie das für sie war.

Warnung: Diese Blogeintrag enthält Spoiler zu den jüngsten Bänden.

Catalina, wie fühlt man sich dabei, die Auftragskillerin der Exposéautorin zu sein? 😉

Sehr, sehr mächtig.
Nein, Spaß beiseite, ich ja bin nicht die Herzkönigin aus Alice im Wunderland, die dauernd nach Enthauptungen schreit. Im Gegenteil, eine vertraute Figur aus dem Spiel zu nehmen, ist immer ein Stück weit Überwindung. Zumindest für mich. Natürlich gibt es bei einer Horrorserie notgedrungen so einige Todesfälle, aber bei einem liebgewonnenen Charakter ist das auch für unsere Branche virtueller Auftragsmörder nicht so leicht. Ich finde, der Tod eines Hauptcharakters, aber auch einer liebgewonnenen Nebenfigur, darf nicht en passant passieren. Er muss Bedeutung haben und entsprechend dramatisch sein. Nur so verzeihen es einem die Leser auch, wenn man ihnen auf diese Weise ein Stück Vertrautheit nimmt.
Bei Sullivan und Unga beispielsweise war es mir wichtig, zu zeigen, wie ihr Tod auf Dorian wirkt. Auch für den angebrühten Dämonenkiller ist der Tod eines alten Freundes keine leichte Sache.

Gab es eine Stelle, die dir besonders schwer gefallen ist?

Als es Dorian ans Leder ging, habe ich erst einmal geschluckt. Wie du ja weißt, bin ich bei diesem Roman kurzfristig für einen Kollegen eingesprungen. Als ich dann das Exposé las, war ich erst mal verblüfft. Nicht nur hatte ich ein spannendes Finale zu gestalten, nein es gab auch diesen wirklich dramatischen, einschneidenden Höhepunkt. Entsprechend temporeich sollten die Ereignisse sein. Die ultimative Konfrontation zwischen Dorian und seinem alten Feind, dem Hexer Edwin Jong musste für den Leser absehbar sein, und dennoch sollte das Finale überraschen und schockieren. Zugleich mussten neue Handlungsstränge geknüpft und begonnen werden. Dorians Tod war ein finaler Höhepunkt und zugleich ein Ausgangspunkt für Zukünftiges. Er hat die Figuren geprägt, die an Dorians Seite standen und die Weichen für den nächsten Zyklus gestellt, der natürlich einen anderen Charakter hat als der vorige. Also musste das Ende zugleich auch eine Überleitung sein, die unsere Leser in die neue Handlung mitnimmt. Ich hoffe, dass mir diese Verknüpfung gelungen ist.

Brauchst du nach diesem Bodycount nun erst mal ein Ausgleichsprogramm?

Es geht. Aber ich bin ganz froh, wenn jetzt erst mal ein paar Schurken sterben müssen, bevor es den Hauptcharakteren wieder an den Kragen geht. Aber die Entscheidung obliegt ja nicht mir. Bei deinen Exposés ist mit allem zu rechnen. Das hält die Sache auch für uns Autoren spannend.

Das hört man als Exposéautor immer gerne 😉 Wann dürfen wir den nächsten Roman von dir erwarten?

Im Augenblick schreibe ich gerade an Band 38 für DAS HAUS ZAMIS. Aber bei Band 78 stehe ich auch dem guten Dorian wieder ganz zur Verfügung.

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Spaziergang durch Wien mit Michael M. Thurner, Teil 2

von am 14. Februar 2014

Michael Marcus Thurner arbeitet bereits an seinem nächsten Beitrag zu DAS HAUS ZAMIS. Das bedeutet allerdings nicht, dass er einfach nur vor dem Computer sitzt und schreibt. Offensichtlich fallen für ihn Spaziergänge durch seine Heimatstadt Wien auch unter „Arbeit“. Hier folgt der zweite Teil seines Berichts:

Die barocke Mariahilfer Kirche wurde nach umfangreichen Zerstörungen nach der zweiten Wiener Türkenbelagerung (1683) neu aufgebaut. Für mich ist sie insofern interessant, als sie im Kellerteil (der wiederum ein ehemaliger Pestfriedhof ist) die sogenannte “Gruft” beherbergt, eine Einrichtung der Caritas, in der Obdachlose übernachten, Sozialbetreuung erhalten und warme Mahlzeiten bekommen. Ich habe die Gruft bereits in meinem letzten DHZ-Roman zum Stammsitz mehrerer “Freaks” gemacht.
Abseits von allen Fantasien ist die Gruft übrigens eine großartige Einrichtung, die vor einigen Jahrzehnten aus einem Schülerprojekt entstand. Wer sich näher über diese Institution informieren möchte: www.gruft.at

Dies ist ein Teil des “Apollo-Kino”. Heutzutage sind im Gebäude 13 Kinosäle untergebracht, die über verwinkelte und verwirrende Gänge auf mehreren Geschossebenen erreicht werden. Davor hatte das Apollo einen einzigen Kinosaal, in dem über 1.500 Besucher Platz fanden. Im großzügigen Parterre, aber auch in kreisförmig angelegten Theaterlogen. Denn das war es einmal: ein Theater. 1904 erbaut, fanden hier Revuen statt, wurde gezaubert, wurde getanzt und gefeiert. Auch Josephine Baker hatte im Apollo ihren umjubelten Auftritt.
Wer sich mal in den Gängen verirrt – und das tut man unweigerlich, wenn man das erste Mal ins Apollo geht -, wird womöglich ein Gefühl der Erleichterung verspüren, wenn er endlich einen Ausgang findet.

Und was hat dieser “Türke” hier zu suchen? – In diesem Haus war einstmals ein Tabakkontor untergebracht. Der “Türke” stand als Firmenzeichen für Rauchwaren aller Art und hat die Zeiten überdauert. Nach wie vor sitzt er da mit seiner riesigen Pfeife in der Hand und sieht auf seine Gasse hinab. Er blickt übrigens aufs Gemeindeamt und den Feuerwehrhof des siebenten Wiener Gemeindebezirks. Ob er manchmal in der Nacht heimlich runtersteigt? Legt er da und dort Feuer mit nach wie vor glosenden Tabakresten in seiner Pfeife? Hm.

Man muss nur genau aufpassen, um die vielen seltsamen Figuren zu entdecken, die auf Wiens Häusern hocken und unser Treiben beobachten. Hier handelt sich’s zwar um zwei Heilige, die christliche Symbole in den Händen halten – aber bringt das Licht nicht etwas Dämonisches in ihnen hervor?

Das Innungshaus der Wiener Bäcker. Es ist nicht leicht zu finden, denn es liegt in einem Innenhof versteckt. Es wirkt, als würden ringsum modernere Häuser hochgezogen worden sein, um das Haus vor den Blicken der Menschen zu verbergen. Als hätte sich dieser Altbau erfolgreich gewehrt, abgerissen zu werden …

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Spaziergang durch Wien mit Michael M. Thurner, Teil 1

von am 4. Februar 2014

Michael Marcus Thurner arbeitet bereits an seinem nächsten Beitrag zu DAS HAUS ZAMIS. Das bedeutet allerdings nicht, dass er einfach nur vor dem Computer sitzt und schreibt. Offensichtlich fallen für ihn Spaziergänge durch seine Heimatstadt Wien auch unter „Arbeit“. Ich gestehe, ich bin ein wenig neidisch. Dennoch überlasse ich hiermit ihm das Wort:

Nebstbei beschäftige ich mich mit der Suche nach interessanten Motiven für meinen nächsten Beitrag zu DAS HAUS ZAMIS. Während meiner Spaziergänge bleibe ich immer wieder stehen und schieße Photos. Manche der Motive wirken unscheinbar und dienen lediglich dazu, meine Fantasie anzuregen. Und hinter anderen stecken starke Geschichten, über die ich schon immer mal was erzählen wollte …

Diese vier Barock-Statuen stehen im Esterházypark im sechsten Wiener Gemeindebezirk, unweit vom Café Zamis. Die Fürsten von Esterházy besaßen in der Nähe einen schlossähnlichen Wohnsitz. Heutzutage wird das Parkgelände von einem ehemaligen Flakturm beherrscht, in dem wiederum das “Haus des Meeres” untergebracht ist, eine der Touristenattraktionen dieser Gegend. Mag sein, dass ich die jahrhundertealten Statuen für meine Zwecke nutze …

Das “Foltermuseum” ist ebenfalls im Esterházypark angesiedelt. Der Abgang führt in Bereiche unter dem Flakturm, der während des zweiten Weltkriegs als Schutzbunker diente und in dem nun die Schrecken der Folter in eindrucksvollen Diaramen nachgestellt werden. Eine persönliche Anmerkung: Meine Großmutter musste während der Luftangriffe der Alliierten auf Wien oft genug hierhereilen. Mit ihren Kindern, also auch mit meiner Mutter, in den Armen.

Diesen raumschiffähnlichen Dachaufsatz habe ich während des Spazierengehens entdeckt. Er befindet sich in der Nähe der Gumpendorfer Straße, bloß ein paar hundert Meter vom Café Zamis entfernt. Wer weiß, ob ich nicht auch damit was anfangen kann.

Das Joseph Haydn-Denkmal steht auf einem kleinen Platz vor der Mariahilfer Kirche, direkt an der Mariahilfer Straße gelegen. Haydns Melodie zum Volkslied “Gott, erhalte Franz, den Kaiser!” unterlegt heutzutage die deutsche Nationalhymne.
Es sieht so aus, als könnte der Komponist und Musiker jederzeit von seinem steinernen Sockel herabspringen …

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Christian Montillon: Wie ich die DORIAN HUNTER-Hörspiele revolutionierte

von am 7. Januar 2014

Ich hatte eine weitere Wortmeldung von Ex-Exposéautor Christian Montillon versprochen. Hier ist sie, und ich möchte gar nicht viel vorneweg reden, denn ich wette, ihr wollt viel lieber seine neueste Anekdote lesen. Also überlasse ich nun ihm das Wort und lasse ihn erzählen, wie er einem Freak seine Stimme lieh:

Zuerst eine Erklärung: Niemals würde ich mir bewusst eine besonders reißerische Überschrift ausdenken, um nach Aufmerksamkeit zu haschen.
Natürlich nicht.

Als die DORIAN HUNTER-Hörspiele noch sehr neu auf dem Markt waren, stieg ich ins Flugzeug und flog nach Hamburg. Wenn ich nichts durcheinanderbringe, habe ich mich auf den Aufenthalt dort vorbereitet, indem ich während der Reise das dritte Hörspiel hörte, und dabei etliche Male den Schluss, der aus dem Gedächtnis zitiert so geht: „Was machen Sie hier?“ – „Meine Arbeit!“ Schlussmelodie. Liest sich vielleicht doof, im Hörspiel kommt es super.
Was hatte ich in Hamburg vor? Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Gelegenheit, an Hörspielaufnahmen teilzunehmen. Also mir einfach mal im Studio anzuschauen, wie das so abläuft. Eine spannende Sache. Und natürlich würden es DORIAN-HUNTER-Aufnahmen werden. Klar doch.
An dem Tag wurden Sprecher für mehrere Einzelfolgen aufgenommen. Es ging um fünf Folgen. (Sagte ich es schon? Wenn ich nichts durcheinanderbringe.) Und es war faszinierend, etliche Sprecher kennenzulernen. Phillip etwa. („Ja. Ja. Ja. Ja.“)
Meine große Stunde schlug am Abend zuvor: Wenn ich schon mal hier war, sollte ich doch auch mitsprechen. Natürlich in einer Mini-Rolle, denn Sprechen ist nicht sooooo sehr mein Ding, mein pfälzischer Zungenschlag ist schon ziemlich ausgeprägt.
Wie gut, dass ich noch bis zum nächsten Tag in der Stadt bleiben würde. Und wie aufgeregt war ich, als ich dann tatsächlich die Seiten wechselte – bislang hatte ich brav im Regieraum gesessen, „diesseits” der Glasscheibe, nun ging ich für ein paar Minuten in den „Sprecherraum“.
Ich habe einen oder zwei Sätze gesprochen.
Hundertmal.
Irgendwann klangen sie so, dass sie gut waren … und mir wurde erst richtig klar, welchen Job die Profisprecher leisten. Hut ab!
Man kann mich als Freak auf der Folge „Freaks“ hören. („Oder was? Töten Sie uns dann auch, Hunter?“) Dass ich damit die Hörspielserie tatsächlich revolutioniert habe, wage ich zu bezweifeln. Aber es hat Spaß gemacht. Genau wie jener Moment, als es darum ging, welche Rolle ich denn nun sprechen solle. Einen Freak, das wurde bald klar – denn nur so konnten wir meine dialektale Einfärbung rechtfertigen, zumindest für uns selbst: „Asmodi bestraft uns Freaks grausam. Aber mich hats am schlimmsten getroffen: Dieser Dialekt …“

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