DORIAN HUNTER Romanheft 50, „Die Höhle der Untoten“Heute in elf Tagen, am 28. Juli, erscheint Band 50 der DORIAN HUNTER-Nachdruckserie bei Bastei. Auch wenn echte DH-Fans natürlich wissen, dass der eigentliche Jubiläumsband „Das Kind der Hexe“ erst zwei Wochen später erscheint, umfasst die Leserseite Mystery-Press in Band 50 ganze sechs Seiten und enthält eine Zeitleiste, die Uwe Schnabel, seines Zeichens wandelndes Dämonenkiller-Lexikon, und ich gemeinsam erstellt haben. Darin geben wir einen Überblick über die Entstehung der Serie und ihren späteren Verlauf über viele Auflagen bei unterschiedlichen Verlagen, Hörspielprojekten etc. hinweg. Den Anfang dieser Zeitleiste möchte ich euch heute schon mal als kleinen Appetithappen präsentieren:

1972: Ernst Vlcek (1941–2008) und Kurt Luif (1942–2012) stellen bei einem Treffen im September in einer Wiener Kneipe die ersten Überlegungen über eine neue Horror-Serie an.
Im Oktober reicht Ernst Vlcek das Exposé zu einem Roman mit dem Titel „Hexensabbat“ (alternativ: „Die Hexenburg“) ein, in dem ein gewisser Dorian Joker auf einem Schloss seinen acht dämonischen Brüdern begegnet und sich gegen sie stellt. In der Urversion hatte Dorian sogar noch den Namen Fred Dandor.

1973: Am 17. Juli erscheint der nach dem Exposé verfasste Roman unter dem Titel „Im Zeichen des Bösen“ als Band 23 der VAMPIR-HORROR-ROMAN-Reihe im Pabel-Verlag. Aus Dorian Joker ist Dorian Hunter geworden, und die Romane erhalten von Beginn an den Untertitel „Der Dämonen-Killer“. Bis Oktober 1974 erscheinen auf diese Weise insgesamt 17 „Dämonenkiller“-Romane in der VAMPIR-HORROR-ROMAN-Reihe, die allesamt von Ernst Vlcek oder Kurt Luif (unter dem Pseudonym Neal Davenport) verfasst sind. Schon jetzt zwingt der Erfolg der Serie die beiden Autoren, den Handlungsrahmen über Dorians acht Brüder hinaus zu erweitern. Dorians vergangene Leben kommen ins Spiel.

1974: Am 18. Oktober erscheint „Das Fest auf dem Teufelshügel“ – der erste Band der eigenständigen „Dämonenkiller“-Serie. Die Leserkontaktseite „Dämonenkiller informiert“ wird von Kurt Luif anonym betreut.

1975: Mit der Veröffentlichung von Band 27, „Das Mordpendel“, wird die Serie, die bisher zweiwöchentlich erschien, auf einen wöchentlichen Rhythmus umgestellt. Weitere Autoren kommen hinzu, aber den roten Faden der Serie halten weiterhin Ernst Vlcek und Neal Davenport in den Händen, von denen auch die meisten Romane stammen. Von den neuen Autoren bleiben nur Walter Appel alias Earl Warren und Holger Friedrichs alias Roy Palmer länger im Team.

1976: Auf dem Höhepunkt des Erfolges – der „Dämonenkiller“ ist die bestverkaufte Horror-Serie ihrer Zeit – nimmt die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften die Serie ins Visier. Die Autoren werden vom Verlag ermahnt, sich bei expliziten Schilderungen zurückzuhalten.

1977: Trotz aller Gegenmaßnahmen werden vier Romane indiziert, womit feststeht, dass die Serie ein Jahr lang nur noch „unter dem Ladentisch“ verkauft werden darf. Der Pabel-Verlag beschließt den Selbstmord aus Angst vor dem Tod: Die Serie wird mitten im 19-teiligen Baphomet-Zyklus mit Band 143 eingestellt.

Soweit der erste Abschnitt der Zeitleiste, die natürlich noch viel weiter,  nämlich bis in die Gegenwart, reicht. Der „Dämonenkiller“ lebt bis heute, und zwar mehr denn je! So wartet in Romanheft Nr. 50 am Ende der Zeitleiste auch eine megatolle Ankündigung auf euch. Mehr dazu dann in elf Tagen, wenn der Band offiziell am Kiosk ausliegt!