Rezensionen zu Folge 48.1 und 48.2

von am 31. Oktober 2022

Die ersten Rezensionen zur DORIAN HUNTER-Doppelfolge 48.1 und 48.2 sind eingetroffen. Wir präsentieren euch eine kleine Auswahl … und einen Nachzügler:

Traumwelt-Hörspiel schreibt u. a.: „Der Sound ist natürlich auch ein echter Hunter. Wer Hörspiele liebt, der muss in Sachen Detailgenauigkeit, Leidenschaft und Zwischentönen die Hunter-Reihe einfach lieben. Aber, und das ist vielleicht das einzige kleine Manko, man muss am Ball bleiben. Die Story ist auch hier wieder anspruchsvoll und komplex, man braucht Erinnerungsvermögen und recht viel Aufmerksamkeit, um auch diesen Hunter in vollen Zügen genießen zu können …“

ffm-rock.de schreibt u. a.: „Zwar muss man als Hörer immer sehr aufmerksam lauschen um all die Offenbarungen oder Zwischentöne auch wirklich mitzubekommen, am Ende aber bekommt man genau das, was man an der Serie kennt und liebt: Hochkomplexes Geschehen, exotische Orte und einen kleinen Teil einer schier endlosen Geschichte. Auch die zweistufige Art der Erzählung, seit Folge 47, zeigt sich nun, wo lose Enden verknüpft wurden, als genau richtiges Stilmittel um die Handlung hier voranzutreiben. Aus Sicht der Sprecher gibt es keine Kritik. Das Sounddesign bleibt wunderbar düster und wirkt auch hier wie aus einem Guss, der wunderbar mit dem so differenzierten Soundtrack fusioniert. Die Musik von Andreas Meyer ist und bleibt DAS Alleinstellungsmerkmal dieser Serie, das über jeden Zweifel erhaben ist …“

Monsters and Critics hinkt noch ein wenig hinterher und hat gerade eine Rezension zu Folge 47, „Duk Duk“, veröffentlicht. Hier ein Auszug: „Dorians Jagd durch die Vulkanlandschaft und danach durch den Dschungel kann man sich wirklich gut vorstellen und auch die Bedrohung, welche die ganze Zeit im Raume ist, ist für die Zuhörer das ganze Hörspiel über greifbar … Erneut ist es Dennis Ehrhardt und seinem Team gelungen, ein perfektes Horror-Hörspiel zu produzieren. Dieses macht durch den Cliffhanger am Ende natürlich Lust auf mehr, denn natürlich sind immer noch nicht alle Fragen geklärt – allen voran: Wer ist Ronald Chasen?“

Weitere Meinungen und Rezensionen veröffentlichen wir an dieser Stelle, sobald sie eintreffen.

Happy Halloween und bis kommenden Freitag an dieser Stelle!

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Neues Redaktionsvideo!

von am 16. Oktober 2022

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Die Oktober-Neuheiten werden demnächst versendet!

von am 3. Oktober 2022

Am 21. Oktober ist es so weit: Dann erscheint nicht nur die neue DORIAN HUNTER-Hörspieldoppelfolge 48.1, »Vater des Schreckens – Blut für Lukretia«, und 48.2, »Vater des Schreckens – Lebendig begraben«, sondern auch DAS HAUS ZAMIS Buch 66, »Das Haus der schwarzen Tränen«. Die Titel sind bereits im Verlag eingetroffen und werden diese Woche an Vorbesteller und Abonnenten versendet, sodass ihr sie auf jeden Fall einige Tage vor dem offiziellen Erscheinungstermin in den Händen halten werdet!

Bereits im Sommer ist Folge 1 der DORIAN HUNTER-Hörspiele in einer edlen Doppel-Vinyl-Ausgabe erschienen – als »Extended Version« mit einer um insgesamt vier Minuten verlängerten Laufzeit!
Enthalten ist zusätzliches Originalmaterial aus dem Aufnahmejahr 2008, das bisher zum Teil noch nie veröffentlicht wurde! Die Vinyl-Ausgabe von »Im Zeichen des Bösen« ist zum Preis von € 29,95 auf hier im Zaubermond-Shop erhältlich.

Auch der neue DORIAN HUNTER-Kalender für das Jahr 2023 ist da! Aufgrund der zu erwartenden Druckpreiserhöhungen im Winter haben wir uns entschieden, die Veröffentlichung des Kalenders vorzuziehen. So sind diesmal ausnahmsweise noch Nachbestellungen möglich. Wer also noch eines der letzten Exemplare ergattern möchte, hat hier in unserem Zaubermond-Shop noch die Gelegenheit!

Nicht so gute Nachrichten gibt es weiterhin bezüglich der DORIAN HUNTER-Buchserie. Leider müssen wir das Erscheinen von Buch 100 abermals verschieben. Wir schaffen es zurzeit nämlich aus verschiedenen Gründen nicht, die Buchserie voranzutreiben, und haben uns deswegen entschlossen, keinen neuen Erscheinungstermin mehr anzukündigen. Aber ihr werdet es hier auf jeden Fall als Erste erfahren, wenn Buch 100 fertig ist!

Viel Spaß mit den neuen Titeln wünscht

Dennis Ehrhardt

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Tomokirimaru und der Herrscher von Niemandsland

von am 27. August 2022

Der kürzlich erschienene Band 103 der Romanheft-Neuauflage von DORIAN HUNTER bei Bastei enthielt bekanntlich den „wahren“ Band 100, der aufgrund der drei Einschubbände 35, 83 und 84 drei Nummern nach hinten gerutscht ist. Auf der dortigen Leserseite MYSTERY-PRESS habe ich einen Brief von Jürg Schmidt gebracht, den ich euch (inklusive meiner Antworten) auch hier nicht vorenthalten möchte:

Ich heiße euch willkommen zu „Des Teufels Samurai“, dem „echten“ Jubiläumsband Nr. 100, der in der Erstauflage den Zyklus um Dorians fünftes Leben einläutete. Jürg, der übrigens auch als Korrekturleser für die DH-Bücher tätig ist, wird sich im zweiten Teil seines monumentalen Leserbriefs auch mit diesem Zyklus beschäftigen:

Heftroman DH 100 wird ja Earl Warrens „Die Todestür“ werden. Ich habe eine gespenstische Story um einen echt fiesen Plan Luguris im Kopf, um besessene Kinder und Martin, Cocos und Dorians Sohn. Es würde mich und alle anderen Leser natürlich freuen, wenn es eine Sonderausstattung gäbe. Mal sehen, ob der Verlag ein bisschen Kohle locker machen kann.

Nein, konnte er leider nicht. Ich hatte diesbezüglich schon vor einigen Wochen angefragt, bin aber mit leeren Taschen zur Unterredung hin und anschließend auch wieder nach Hause gefahren. Angesichts der allgemeinen Situation mit Preissteigerungen allerorten sicherlich nachvollziehbar. Freuen wir uns, dass Bastei weiterhin so fest hinter DORIAN HUNTER und DAS HAUS ZAMIS steht!

Im Band zuvor müssen wir uns von einem Mitstreiter Dorians verabschieden, dem Londoner Großmeister der Magischen Bruderschaft. Mit dem Tod Hekates bildet der Roman einen schönen Abschluss. Ein paar Wochen später wird einer meiner Lieblingszyklen folgen, der um den Schwarzen Samurai, das mächtige Schwert Tomokirimaru und den „Hozo no o“ (heutzutage meist eher als „Heso no o“ transkribiert). Die Japaner haben ca. im sechsten Jahrhundert die chinesischen Schriftzeichen (Radikale) übernommen, vermutlich kam es so zu der Übersetzung „Blumenstängel des Lebens“ (chinesisch „mingdi“). Zu Tomotadas Lebzeiten im 16./17. Jahrhundert werden die entsprechenden Radikale – gerade in den traditionsbewussten Adelshäusern – wohl noch gebräuchlich gewesen sein; die heutigen Radikale von „heso no o“ sehen anders aus.

Oha, ich gestehe, hier erwischt du mich auf dem falschen Fuß. Vor meinem nächsten Japan-Urlaub werde ich mich auf jeden Fall zwecks einer kleinen Vokabularauffrischung an dich wenden! 😛

Da fällt mir ein, dass in der Serie Olivaros Tarnidentität meist als „Kokuo no Tokoyo“ bezeichnet wird, als „Herrscher von Niemandsland“. Diese Konstruktion ist allerdings fehlerhaft, korrekt müsste es „Tokoyo no Kokuo“ heißen, da im Japanischen das Bezugswort nachgestellt wird. Ich glaube, Neal Davenport hat in „Der Kerkermeister“ einmal die korrekte Form verwendet …

Die japanischen Dämonen hatte Ernst Vlcek damals den Werken Lafcadio Hearns (1850-1904) entnommen. Hearn, als Sohn eines Iren und einer Griechin auf Lefkas geboren, wurde später in Japan naturalisiert und nannte sich dann Koizumi Yakumo. Seine Schriften haben das europäische Bild Japans maßgeblich geprägt.

Wie gut, dass die damalige Identität von Olivaro ja bereits in Band 101, „Der Kerkermeister“, enthüllt wurde, sodass ich Jürgs Brief hier ungekürzt bringen kann, ohne zu spoilern. 🙂

Zuletzt noch zu den Hörspielen: Folge 46, „Mörder der Lüfte“, hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die arme Coco macht da ja einiges mit. Victor Oller als Bösewicht: großartig!! Wenn meine Informationen richtig sind, wird in der nächsten Folge „Shimada“ aus JOHN SINCLAIR mit von der Partie sein (na ja, zumindest Sprecher Gen Sato). Da bin ich echt gespannt, ob du wirklich die DK-Godzilla-Variante bringst oder alles etwas kleiner ausfällt. Und noch gespannter auf Folge 50, die – sofern alles glattläuft – im nächsten Jahr kommt. Echte Folter, so lange zu warten, aber die Qualität der Hörspiele lässt einen auch diese überstehen.

Ja, Gen Seto war in Folge 47 mit dabei – als Duk-Duk-Geist. In einer der letzten MP-Ausgaben habe ich ja schon einiges über die Folge verraten – unter anderem auch, dass Godzilla alias Tangaroa leider zu Hause bleiben musste.

Beschäftigt haben mich deine Andeutungen, dass die Hörspielserie in Sachen Marvin Cohen einen anderen Verlauf nehmen könnten als die Romane. Denkbar wäre, dass Cohen sich zurückzieht, um sich um Lil zu kümmern, sodass man ihn „bei Bedarf“ (also eigentlich immer :-)) reaktivieren könnte. Andererseits ist es auch ein Markenzeichen der Serie, dass außer Dorian und vielleicht Coco keine Figur sakrosankt ist. Den dramatischen Eindruck von Cohens Tod fand ich eigentlich zu beeindruckend, als dass man darauf verzichten sollte. Aber dir wird schon eine gute Lösung eingefallen sein …

Ich verrate nur so viel: Noch ist das Skript zu Folge 50 nicht geschrieben. 🙂

Mit guten Wünschen für die Zukunft der Serie, dich persönlich, die Autoren und das Team dahinter, den Korrekturleser (hüstel), die Ukraine und uns alle möchte ich die Mehl beschließen.

Ich danke und erwidere die guten Wünsche – vor allem an den Korrekturleser! 😉 Bis in 14 Tagen!

So weit meine Worte in der MYSTERY-PRESS von Band 103. Und auch hier verabschiede ich mich, wenn auch nur bis kommende Woche, wenn der nächste Beitrag im DORIAN HUNTER-Blog erscheint!

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Der Kalender für 2023 ist ab sofort vorbestellbar!

von am 3. August 2022

Der neue DH-Kalender schon im August?? – Ja, wir haben uns angesichts der allgemeinen Situation bewusst dazu entschieden, die Produktion des Kalenders vorzuziehen. Nur so ist es möglich, mit einer lediglich moderaten Kostensteigerung zu produzieren und die Transportkosten kalkulierbar zu halten.

Der DORIAN HUNTER-Kalender 2023 erscheint wie im Vorjahr im Format A3 und zeigt 13 ausgewählte Mark-Freier-Titelillustrationen der Serien DORIAN HUNTER, DAS HAUS ZAMIS und HEXENHAMMER. Der Kalender ist umweltfreundlich mit Pflanzenfarben gedruckt und als klimaneutral zertifiziert. Achtung: Die Vorbestellung ist exklusiv hier im Zaubermond-Shop und nur bis zum 31. August 2022 möglich. Nach dem 31. August können keine Bestellungen mehr entgegengenommen werden.

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„Duk Duk“ und „Guardian“ lieferbar!

von am 17. Juni 2022

Heute neu erschienen sind die Hörspielfolge DORIAN HUNTER 47, „Duk Duk“, und DAS HAUS ZAMIS Buch 65, „Guardian“. Natürlich werden wir euch dazu in Kürze mit einem neuen Redaktionsvideo versorgen, aber unten gibt es als Vorgeschmack schon mal den neuen Trailer zur Hörspielfolge sowie die – spoilerfreien!! – Outtakes, die eine gute Einstimmung auf Dorians Abenteuer bei den Duk Duk liefern …  

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Dumpf und dumpfer!

von am 3. Juni 2022

Outtakes gibt es normalerweise nach Veröffentlichung einer Folge. Bei der kommenden Folge 47, „Duk Duk“, die in zwei Wochen erscheint, machen wir eine Ausnahme. Wenn ihr euch das folgende Video angeschaut habt, wisst ihr auch, warum … Taucht mit uns ein in die Welt des Duk Duk und des Tubuan! 🙂

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DORIAN HUNTER-Autor Christian Montillon: Wie alles begann

von am 8. Mai 2022

Nein, dies ist kein Fachblogbeitrag einer Biologischen Fakultät, der sich mit der Verschmelzung von Samen und Eizelle befasst. 🙂 Natürlich soll es hier nur um Christians schriftstellerischen Werdegang gehen, der vor annähernd zwanzig Jahren bei DORIAN HUNTER oder besser gesagt, dem DH-Spin-Off DAS HAUS ZAMIS seinen Anfang nahm. Auf der Leserseite MYSTERY-PRESS von DHZ-Band 31, „Die sterbende Hexe“, habe ich dazu Folgendes geschrieben:

DAS HAUS ZAMIS-Romanheft 31, „Die sterbende Hexe“

Christian Montillon ist im Romanheftbereich ja schon lange kein Unbekannter mehr. Neben diversen Romanen für MADDRAX, PROFESSOR ZAMORRA, STERNENFAUST, TORN sowie natürlich DORIAN HUNTER und DAS HAUS ZAMIS macht er seit Jahren vor allem als Exposéautor der SF-Serie PERRY RHODAN von sich reden. Unter seinem bürgerlichen Namen Christoph Dittert schreibt er außerdem Jugendbücher für „Die drei Fragezeichen“ und hat die „Splitterwelten“-Romane gemeinsam mit Michael Peinkofer bei Piper veröffentlicht. Ebenfalls bei Piper ist kürzlich Christophs erster komplett eigenständiger Roman erschienen, das SF-Abenteuer „Fallender Stern“.

Eine beeindruckende Vita also, die tatsächlich exakt mit dem vorliegenden DHZ-Roman ihren Anfang genommen hat. Christoph hatte damals Anfang der Nullerjahre schon einige Zeit als Lektor und Korrekturleser für Zaubermond gearbeitet. Eines Tages schickte er mir dann zwei Leseproben für die Serie DIE ABENTEURER, die ich leider kurz darauf einstellen musste, sodass es keine Möglichkeit mehr für Christoph gab, sich dort als Autor zu versuchen. Allerdings machte ich ihm den Vorschlag, einen Coco-Zamis-Roman zu schreiben. Er hatte die Serie nahezu komplett gelesen, was die Einarbeitungszeit erheblich verkürzte. Um nicht gleich von null auf hundert zu starten, vereinbarten wir eine Co-Autorenschaft für den vorliegenden ersten Roman „Die sterbende Hexe“. Diese klappte so gut, dass wir sie für den anschließenden Band gleich wiederholt haben, und damit war Christoph alias Christian Montillon „drin“ im Autorenteam von DAS HAUS ZAMIS!

Später trug ich ihm sogar die Exposéarbeit von DORIAN HUNTER an, die er für viele Jahre übernommen hat, bevor er aus Zeitgründen gezwungen war, an Andrea Bottlinger zu übergeben.

Obwohl Christoph schon lange nicht mehr für Zaubermond schreibt und wir uns nur alle Jubeljahre sehen, würde ich ihn doch als einen echten Freund bezeichnen. So bleibt es für mich unvergessen, wie wir uns 2007 in Frankfurt und noch einmal in Kassel getroffen haben, um die Fortsetzung von MACABROS zu planen, die wir dann tatsächlich noch mit dem Wohlwollen von Jürgen Grasmück alias Dan Shocker kurz vor dessen Tod starten konnten …

Vielen Dank, Christoph, für alles, was du für Zaubermond und insbesondere für DH und DHZ geleistet hast – und euch viel Spaß beim Lesen seiner ersten Zeilen als professioneller Autor!

Auf diese meine Worte hat Christoph eine Replik verfasst, die ich wiederum im aktuellen DAS HAUS ZAMIS-Band 41, „Mittsommer-Albraum“, auf der Leserseite gebracht habe. Seine Erinnerung unterscheidet sich offenbar leicht von der meinigen – doch lest selbst …

In der MYSTERY-PRESS von DHZ 31 hat Dennis kurz beschrieben, wie das damals so war, als ich bei DAS HAUS ZAMIS Autor geworden bin. Dass er nur die halbe Wahrheit berichtet hat, liegt sicher an dem wenigen Platz, der ihm zur Verfügung stand. Niemals würde er mit Absicht etwas verschweigen!

DAS HAUS ZAMIS Romanheft 41, „Mittsommer-Albtraum“

Also erzähle ich ein bisschen mehr 🙂

Mein erster ZAMIS-Band war tatsächlich gleichzeitig mein erster Roman überhaupt. Ein echtes Abenteuer, und ich finde es großartig, dass dieses Abenteuer bis heute weitergeht (auch wenn ich schon lange nicht mehr für DHZ schreibe). Ich hatte zu der Zeit eine Doktorarbeit verfasst – ein hymnologisches Thema, wenn’s beliebt. Und wer damit nichts anfangen kann … das ist Gesangbuchforschung. Okay, damit können vielleicht einige immer noch nichts anfangen. Macht nix. Darüber muss man nichts wissen.

Bei Zaubermond hatte ich mir damals ein wenig Geld verdient, indem ich Manuskripte korrekturgelesen habe – also den fertigen Buchsatz vor dem Druck auf Fehler durchgesehen. Als ich das für gefühlte hundert Bücher getan hatte, sagte ich zu Dennis: „Jetzt lass mich auch mal einen Roman schreiben!“

Ich ging mit Feuereifer an die Arbeit, und dass der fertige Roman gemeinsam mit einem Werk von Ernst Vlcek (einem meiner erklärten Lieblingsautoren) unter einem Buchdeckel erscheinen sollte, beflügelte mich zusätzlich. Trotzdem war es eben ein Erstling, und Dennis – damals seines Zeichens gestrenger Lektor der Serie – fand ihn gar nicht so gut. Er hat mir etliche Fehler um die Ohren gehauen und mir gezeigt, was man wie besser machen könnte. Zum Glück habt ihr die Originalfassung nie zu lesen bekommen, denn nach der Bearbeitung und im Zusammenspiel mit Dennis liest es sich doch viel besser.

Das Endergebnis wiederum hat uns beiden gefallen, und wir haben gleich den nächsten Roman – also Band 32 – ebenfalls gemeinsam geschrieben. Und ich bin dabei geblieben und habe mit zwei DORIAN HUNTER-Romanen weitergemacht.

So hat Dennis mir damals viel über das Schreiben beigebracht, und das hat mir sehr geholfen – es braucht jemanden von außen, der ein Stückchen weiter ist als man selbst und der gnadenlos die Fehler aufzeigt. Und sagt, wie es besser geht. Ich hatte das Glück, in den darauffolgenden Jahren immer mal wieder jemanden zu finden, der diesen Job für mich erledigt hat. Das war nicht immer leicht, aber hey – wer behauptet, eine Autorenlaufbahn wäre immer nur Zuckerschlecken, der lügt! 

Dass ich irgendwann nicht länger für die DH und DHZ schreiben konnte, fand und finde ich selbst schade – doch manchmal sind die Wege des Schicksals eben verschlungen, und es hat mich zur PERRY RHODAN-Serie verschlagen und sozusagen zurück in meine Kindheit: als Autor der „Drei ???“.

Ein Gutes hatte mein Ausstieg bei DH allerdings: Ich war nicht mehr so eng dran, als die Romanheftneuauflagen starteten. So konnte und kann ich die Serien einfach lesen. Leider hinke ich kräftig hinterher, aber jeder Band wird gekauft, die MYSTERY-PRESS gelesen … und irgendwann werde ich wieder auf dem aktuellen Stand sein!

Und dank der DH-Hörspielserie (natürlich wird jede neue Folge gleich gehört!) habe ich den Kontakt ohnehin nie verloren. Einmal HUNTER, immer HUNTER …? Sieht so aus!

Jetzt in diesem Bericht an die alten Zeiten zu denken, macht mich ganz nostalgisch. Und erinnert mich dran, wie viel Spaß wir damals dabei hatten.

An die Autorenkonferenz in Wien, an der noch Ernst Vlcek (als aktiver Autor) und Neal Davenport (als Tagesbesucher) teilgenommen haben, erinnere ich mich sehr gern. Oder daran, wie Ernst uns durch die Stadt geführt hat, an einige etwas morbide Orte. Und damit sind nicht die unzähligen Schnitzelrestaurants gemeint, in die er uns Tag für Tag geführt hat – bis wir sagten, wir können nicht mehr, wir müssen auch mal was anderes essen. Was anderes als Fleisch, meinten wir, sprachen es aber nicht aus. Da sagte Ernst: „Ja, das ist doch gar kein Problem – dann gibts heute mal ein Gulasch!“

Ja, an dieses Autorentreffen und die Vorzüge der österreichischen Küche erinnere mich auch noch sehr deutlich … Alles andere an Christophs Bericht ist natürlich erstunken und erlogen. Selbstverständlich war sein erster Roman sehr gut, und wenn ich daran etwas verändert habe, dann höchstens, weil er eben damals noch ein kleines, wirklich nur ganz, ganz winziges bisschen grün hinter den Ohren war. Und heute ist er ein Top-Autor, der für Piper, Kosmos und Pabel schreibt. So ändern sich die Zeiten! 🙂

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DORIAN HUNTER ist nach Hause zurückgekehrt!

von am 5. März 2022
DORIAN HUNTER Folge 1, „Im Zeichen des Bösen“ (2008)

Ein Blick zurück: Fast 14 Jahre ist es her, dass die DORIAN HUNTER-Hörspielserie im August 2008 gestartet ist, mit drei Folgen auf einmal: „Im Zeichen des Bösen“, „Das Henkersschwert“ und „Der Puppenmacher“. Zu unserer großen Freude traf die Serie in der Hörspielgemeinde einen Nerv und wurde schon im kommenden Jahr mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem wurden Thomas Schmuckert als „Bester Sprecher“, Marco Göllner als „Bester Regisseur“ sowie das Label Zaubermond als „Bestes Newcomer-Label“ und später sogar als „Bestes Label“ ausgezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt war auch das Majorlabel Universal Music mit seinem Hörspiel-Label Folgenreich längst auf DORIAN HUNTER aufmerksam geworden, und im Februar 2010 erschien Folge 9, „Im Labyrinth des Todes“, als erstes DH-Abenteuer in Lizenz bei Folgenreich. Es folgten die legendären Live-Auftritte in Hamburg und Berlin, bei denen neben dem Stammcast, bestehend aus Thomas Schmuckert, Claudia Urbschat-Mingues, Konrad Halver, Frank Gustavus, Stefan Krause u. a. weitere Schauspielgrößen wie Utz Richter, Michael von Rospatt, Klaus-Dieter Klebsch und Patrick Bach mit von der Partie waren.

Einen weiteren Meilenstein bildete im April 2013 das erste JOHN SINCLAIR/DORIAN HUNTER-Crossover, das mit JOHN SINCLAIR Folge 83, „Ein Leben unter Toten“, und DORIAN HUNTER 21, „Herbstwind“, erschien – mit keinem Geringeren als Hollywood-Legende Jürgen Prochnow als Bösewicht „Doc Rawson“!

DORIAN HUNTER Folge 9, „Im Labyrinth des Todes“ (2010)

Mitte 2014 schließlich kehrte DORIAN HUNTER mit dem Jubiläumsdreiteiler der Folge 25, „Die Masken des Dr. Faustus“ (diesmal als Gaststar: Dieter Hallervorden), zu Zaubermond zurück. Zumindest mit den Neuerscheinungen, denn die ersten 24 Folgen blieben weiterhin in Lizenz bei Folgenreich erhältlich. Zum 28. Februar 2022 endete die Zusammenarbeit nun endgültig, sodass mit Wirkung vom 1. März 2022 auch Folge 1-24 „nach Hause“ zurückgekehrt sind und die Serie sich ab sofort wieder vollständig unter dem Dach von Zaubermond befindet. Darüber freuen wir uns natürlich riesig und feiern dieses Ereignis mit der kommenden limitierten Vinylausgabe von Folge 1, „Im Zeichen des Bösen“. Die Doppel-LP erscheint am 22. April 2022 als „Extendend Version“ in einer um ca. vier Minuten verlängerten Fassung mit teilweise bisher unveröffentlichtem Original-Material von 2008.

Rückblickend möchten wir Folgenreich unseren herzlichen Dank aussprechen. Gerade in den ersten Jahren, in denen sowohl DORIAN HUNTER als auch Zaubermond trotz aller Erfolge noch neu im Hörspielmarkt waren, half Folgenreich ganz entscheidend, die Serie weiter zu etablieren. Dieser Dank gilt explizit nicht nur dem Label Folgenreich, sondern vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort, insbesondere Doerte Poschau – vielen Dank für die Zusammenarbeit über 14 tolle Jahre!

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DAS HAUS ZAMIS 64 erscheint im März

von am 4. Februar 2022

Für heute angekündigt war das Erscheinen von DAS HAUS ZAMIS Buch 64, „Allem Anfang wohnt das Böse inne“. Leider müssen wir den Erscheinungstermin kurzfristig noch einmal um einige Wochen verschieben – auf Mitte März. Der Grund dafür ist simpel: Wir haben es aufgrund akuter Überlastung einfach nicht eher geschafft! Mitte März ist es dann aber so weit, und „Allem Anfang wohnt das Böse inne“ wird definitiv erscheinen!

DAS HAUS ZAMIS 64, „Allem Anfang wohnt das Böse inne“

Und wo wir gerade bei „Schwierigkeiten“ sind: Aktuell haben wir auch bei der Buch- und Hörspielproduktion mit der allgemeinen Rohstoffknappheit zu kämpfen, die bekanntlich die Preise in die Höhe treibt. So hat sich der Druck unserer Bücher bei gleicher Ausstattung innerhalb der letzten fünf Monate um sage und schreibe 22,8% (!) verteuert. Das CD-Presswerk hat ebenfalls angekündigt, die Preise in Kürze um ca. 15% anzuheben. Und dies sind nur zwei markante Beispiele. Auch im Bereich Auslieferung erwarten uns demnächst eine sehr schmerzvolle Kostensteigerung. Wir haben deswegen hin und her überlegt, diese Preissteigerung durch eine Erhöhung der Verkaufspreise bei den kommenden Neuheiten wenigstens zu einem Teil an euch weiterzugeben … und uns vorläufig dagegen entschieden.

Stattdessen haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die Versandbedingungen zu ändern. Die Versandkosten betragen deshalb ab sofort € 4,90 statt bisher € 3,90 (Abonnenten zahlen bei der Belieferung weiterhin nur den halben Versandkostenpreis in Höhe von dann € 2,45). Zudem wurden Artikel bisher ab einem Warenkorbwert von € 20,- versandkostenfrei geliefert. Diese Grenze müssen wir leider mit sofortiger Wirkung auf € 50,- erhöhen. Wir haben uns für diesen Weg entschieden, weil euch so immer noch die Möglichkeit bleibt, durch Wahl eines genügend großen Warenkorbes versandkostenfrei beliefert zu werden. In jedem Fall hoffen wir für die Entscheidung auf euer Verständnis. Sie war leider unumgänglich.

Zum Abschluss dann aber doch noch ein nettes Schmankerl. „Dorian Hunter“-Sprecher Thomas Schmuckert hat den „Media-Paten“ ein längeres Interview gegeben, in dem er über seine Arbeit im Synchron- und Hörbuch-/Hörspielbereich spricht. Auch wenn DORIAN HUNTER darin nur am Rande erwähnt wird, möchten wir allen DH-Fans das Interview empfehlen.

Viele Grüße und bis nächste Woche! – Dennis Ehrhardt

Viele Grüße und bis nächste Woche! – Dennis Ehrhardt

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