DORIAN HUNTER-Autor Christian Montillon: Wie alles begann

von am 8. Mai 2022

Nein, dies ist kein Fachblogbeitrag einer Biologischen FakultĂ€t, der sich mit der Verschmelzung von Samen und Eizelle befasst. 🙂 NatĂŒrlich soll es hier nur um Christians schriftstellerischen Werdegang gehen, der vor annĂ€hernd zwanzig Jahren bei DORIAN HUNTER oder besser gesagt, dem DH-Spin-Off DAS HAUS ZAMIS seinen Anfang nahm. Auf der Leserseite MYSTERY-PRESS von DHZ-Band 31, „Die sterbende Hexe“, habe ich dazu Folgendes geschrieben:

DAS HAUS ZAMIS-Romanheft 31, „Die sterbende Hexe“

Christian Montillon ist im Romanheftbereich ja schon lange kein Unbekannter mehr. Neben diversen Romanen fĂŒr MADDRAX, PROFESSOR ZAMORRA, STERNENFAUST, TORN sowie natĂŒrlich DORIAN HUNTER und DAS HAUS ZAMIS macht er seit Jahren vor allem als ExposĂ©autor der SF-Serie PERRY RHODAN von sich reden. Unter seinem bĂŒrgerlichen Namen Christoph Dittert schreibt er außerdem JugendbĂŒcher fĂŒr „Die drei Fragezeichen“ und hat die „Splitterwelten“-Romane gemeinsam mit Michael Peinkofer bei Piper veröffentlicht. Ebenfalls bei Piper ist kĂŒrzlich Christophs erster komplett eigenstĂ€ndiger Roman erschienen, das SF-Abenteuer „Fallender Stern“.

Eine beeindruckende Vita also, die tatsĂ€chlich exakt mit dem vorliegenden DHZ-Roman ihren Anfang genommen hat. Christoph hatte damals Anfang der Nullerjahre schon einige Zeit als Lektor und Korrekturleser fĂŒr Zaubermond gearbeitet. Eines Tages schickte er mir dann zwei Leseproben fĂŒr die Serie DIE ABENTEURER, die ich leider kurz darauf einstellen musste, sodass es keine Möglichkeit mehr fĂŒr Christoph gab, sich dort als Autor zu versuchen. Allerdings machte ich ihm den Vorschlag, einen Coco-Zamis-Roman zu schreiben. Er hatte die Serie nahezu komplett gelesen, was die Einarbeitungszeit erheblich verkĂŒrzte. Um nicht gleich von null auf hundert zu starten, vereinbarten wir eine Co-Autorenschaft fĂŒr den vorliegenden ersten Roman „Die sterbende Hexe“. Diese klappte so gut, dass wir sie fĂŒr den anschließenden Band gleich wiederholt haben, und damit war Christoph alias Christian Montillon „drin“ im Autorenteam von DAS HAUS ZAMIS!

SpĂ€ter trug ich ihm sogar die ExposĂ©arbeit von DORIAN HUNTER an, die er fĂŒr viele Jahre ĂŒbernommen hat, bevor er aus ZeitgrĂŒnden gezwungen war, an Andrea Bottlinger zu ĂŒbergeben.

Obwohl Christoph schon lange nicht mehr fĂŒr Zaubermond schreibt und wir uns nur alle Jubeljahre sehen, wĂŒrde ich ihn doch als einen echten Freund bezeichnen. So bleibt es fĂŒr mich unvergessen, wie wir uns 2007 in Frankfurt und noch einmal in Kassel getroffen haben, um die Fortsetzung von MACABROS zu planen, die wir dann tatsĂ€chlich noch mit dem Wohlwollen von JĂŒrgen GrasmĂŒck alias Dan Shocker kurz vor dessen Tod starten konnten …

Vielen Dank, Christoph, fĂŒr alles, was du fĂŒr Zaubermond und insbesondere fĂŒr DH und DHZ geleistet hast – und euch viel Spaß beim Lesen seiner ersten Zeilen als professioneller Autor!

Auf diese meine Worte hat Christoph eine Replik verfasst, die ich wiederum im aktuellen DAS HAUS ZAMIS-Band 41, „Mittsommer-Albraum“, auf der Leserseite gebracht habe. Seine Erinnerung unterscheidet sich offenbar leicht von der meinigen – doch lest selbst …

In der MYSTERY-PRESS von DHZ 31 hat Dennis kurz beschrieben, wie das damals so war, als ich bei DAS HAUS ZAMIS Autor geworden bin. Dass er nur die halbe Wahrheit berichtet hat, liegt sicher an dem wenigen Platz, der ihm zur VerfĂŒgung stand. Niemals wĂŒrde er mit Absicht etwas verschweigen!

DAS HAUS ZAMIS Romanheft 41, „Mittsommer-Albtraum“

Also erzĂ€hle ich ein bisschen mehr 🙂

Mein erster ZAMIS-Band war tatsĂ€chlich gleichzeitig mein erster Roman ĂŒberhaupt. Ein echtes Abenteuer, und ich finde es großartig, dass dieses Abenteuer bis heute weitergeht (auch wenn ich schon lange nicht mehr fĂŒr DHZ schreibe). Ich hatte zu der Zeit eine Doktorarbeit verfasst – ein hymnologisches Thema, wenn’s beliebt. Und wer damit nichts anfangen kann … das ist Gesangbuchforschung. Okay, damit können vielleicht einige immer noch nichts anfangen. Macht nix. DarĂŒber muss man nichts wissen.

Bei Zaubermond hatte ich mir damals ein wenig Geld verdient, indem ich Manuskripte korrekturgelesen habe – also den fertigen Buchsatz vor dem Druck auf Fehler durchgesehen. Als ich das fĂŒr gefĂŒhlte hundert BĂŒcher getan hatte, sagte ich zu Dennis: „Jetzt lass mich auch mal einen Roman schreiben!“

Ich ging mit Feuereifer an die Arbeit, und dass der fertige Roman gemeinsam mit einem Werk von Ernst Vlcek (einem meiner erklĂ€rten Lieblingsautoren) unter einem Buchdeckel erscheinen sollte, beflĂŒgelte mich zusĂ€tzlich. Trotzdem war es eben ein Erstling, und Dennis – damals seines Zeichens gestrenger Lektor der Serie – fand ihn gar nicht so gut. Er hat mir etliche Fehler um die Ohren gehauen und mir gezeigt, was man wie besser machen könnte. Zum GlĂŒck habt ihr die Originalfassung nie zu lesen bekommen, denn nach der Bearbeitung und im Zusammenspiel mit Dennis liest es sich doch viel besser.

Das Endergebnis wiederum hat uns beiden gefallen, und wir haben gleich den nĂ€chsten Roman – also Band 32 – ebenfalls gemeinsam geschrieben. Und ich bin dabei geblieben und habe mit zwei DORIAN HUNTER-Romanen weitergemacht.

So hat Dennis mir damals viel ĂŒber das Schreiben beigebracht, und das hat mir sehr geholfen – es braucht jemanden von außen, der ein StĂŒckchen weiter ist als man selbst und der gnadenlos die Fehler aufzeigt. Und sagt, wie es besser geht. Ich hatte das GlĂŒck, in den darauffolgenden Jahren immer mal wieder jemanden zu finden, der diesen Job fĂŒr mich erledigt hat. Das war nicht immer leicht, aber hey – wer behauptet, eine Autorenlaufbahn wĂ€re immer nur Zuckerschlecken, der lĂŒgt! 

Dass ich irgendwann nicht lĂ€nger fĂŒr die DH und DHZ schreiben konnte, fand und finde ich selbst schade – doch manchmal sind die Wege des Schicksals eben verschlungen, und es hat mich zur PERRY RHODAN-Serie verschlagen und sozusagen zurĂŒck in meine Kindheit: als Autor der „Drei ???“.

Ein Gutes hatte mein Ausstieg bei DH allerdings: Ich war nicht mehr so eng dran, als die Romanheftneuauflagen starteten. So konnte und kann ich die Serien einfach lesen. Leider hinke ich krĂ€ftig hinterher, aber jeder Band wird gekauft, die MYSTERY-PRESS gelesen … und irgendwann werde ich wieder auf dem aktuellen Stand sein!

Und dank der DH-Hörspielserie (natĂŒrlich wird jede neue Folge gleich gehört!) habe ich den Kontakt ohnehin nie verloren. Einmal HUNTER, immer HUNTER …? Sieht so aus!

Jetzt in diesem Bericht an die alten Zeiten zu denken, macht mich ganz nostalgisch. Und erinnert mich dran, wie viel Spaß wir damals dabei hatten.

An die Autorenkonferenz in Wien, an der noch Ernst Vlcek (als aktiver Autor) und Neal Davenport (als Tagesbesucher) teilgenommen haben, erinnere ich mich sehr gern. Oder daran, wie Ernst uns durch die Stadt gefĂŒhrt hat, an einige etwas morbide Orte. Und damit sind nicht die unzĂ€hligen Schnitzelrestaurants gemeint, in die er uns Tag fĂŒr Tag gefĂŒhrt hat – bis wir sagten, wir können nicht mehr, wir mĂŒssen auch mal was anderes essen. Was anderes als Fleisch, meinten wir, sprachen es aber nicht aus. Da sagte Ernst: „Ja, das ist doch gar kein Problem – dann gibts heute mal ein Gulasch!“

Ja, an dieses Autorentreffen und die VorzĂŒge der österreichischen KĂŒche erinnere mich auch noch sehr deutlich … Alles andere an Christophs Bericht ist natĂŒrlich erstunken und erlogen. SelbstverstĂ€ndlich war sein erster Roman sehr gut, und wenn ich daran etwas verĂ€ndert habe, dann höchstens, weil er eben damals noch ein kleines, wirklich nur ganz, ganz winziges bisschen grĂŒn hinter den Ohren war. Und heute ist er ein Top-Autor, der fĂŒr Piper, Kosmos und Pabel schreibt. So Ă€ndern sich die Zeiten! 🙂

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DORIAN HUNTER ist nach Hause zurĂŒckgekehrt!

von am 5. MĂ€rz 2022
DORIAN HUNTER Folge 1, „Im Zeichen des Bösen“ (2008)

Ein Blick zurĂŒck: Fast 14 Jahre ist es her, dass die DORIAN HUNTER-Hörspielserie im August 2008 gestartet ist, mit drei Folgen auf einmal: „Im Zeichen des Bösen“, „Das Henkersschwert“ und „Der Puppenmacher“. Zu unserer großen Freude traf die Serie in der Hörspielgemeinde einen Nerv und wurde schon im kommenden Jahr mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Unter anderem wurden Thomas Schmuckert als „Bester Sprecher“, Marco Göllner als „Bester Regisseur“ sowie das Label Zaubermond als „Bestes Newcomer-Label“ und spĂ€ter sogar als „Bestes Label“ ausgezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt war auch das Majorlabel Universal Music mit seinem Hörspiel-Label Folgenreich lĂ€ngst auf DORIAN HUNTER aufmerksam geworden, und im Februar 2010 erschien Folge 9, „Im Labyrinth des Todes“, als erstes DH-Abenteuer in Lizenz bei Folgenreich. Es folgten die legendĂ€ren Live-Auftritte in Hamburg und Berlin, bei denen neben dem Stammcast, bestehend aus Thomas Schmuckert, Claudia Urbschat-Mingues, Konrad Halver, Frank Gustavus, Stefan Krause u. a. weitere SchauspielgrĂ¶ĂŸen wie Utz Richter, Michael von Rospatt, Klaus-Dieter Klebsch und Patrick Bach mit von der Partie waren.

Einen weiteren Meilenstein bildete im April 2013 das erste JOHN SINCLAIR/DORIAN HUNTER-Crossover, das mit JOHN SINCLAIR Folge 83, „Ein Leben unter Toten“, und DORIAN HUNTER 21, „Herbstwind“, erschien – mit keinem Geringeren als Hollywood-Legende JĂŒrgen Prochnow als Bösewicht „Doc Rawson“!

DORIAN HUNTER Folge 9, „Im Labyrinth des Todes“ (2010)

Mitte 2014 schließlich kehrte DORIAN HUNTER mit dem JubilĂ€umsdreiteiler der Folge 25, „Die Masken des Dr. Faustus“ (diesmal als Gaststar: Dieter Hallervorden), zu Zaubermond zurĂŒck. Zumindest mit den Neuerscheinungen, denn die ersten 24 Folgen blieben weiterhin in Lizenz bei Folgenreich erhĂ€ltlich. Zum 28. Februar 2022 endete die Zusammenarbeit nun endgĂŒltig, sodass mit Wirkung vom 1. MĂ€rz 2022 auch Folge 1-24 „nach Hause“ zurĂŒckgekehrt sind und die Serie sich ab sofort wieder vollstĂ€ndig unter dem Dach von Zaubermond befindet. DarĂŒber freuen wir uns natĂŒrlich riesig und feiern dieses Ereignis mit der kommenden limitierten Vinylausgabe von Folge 1, „Im Zeichen des Bösen“. Die Doppel-LP erscheint am 22. April 2022 als „Extendend Version“ in einer um ca. vier Minuten verlĂ€ngerten Fassung mit teilweise bisher unveröffentlichtem Original-Material von 2008.

RĂŒckblickend möchten wir Folgenreich unseren herzlichen Dank aussprechen. Gerade in den ersten Jahren, in denen sowohl DORIAN HUNTER als auch Zaubermond trotz aller Erfolge noch neu im Hörspielmarkt waren, half Folgenreich ganz entscheidend, die Serie weiter zu etablieren. Dieser Dank gilt explizit nicht nur dem Label Folgenreich, sondern vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort, insbesondere Doerte Poschau – vielen Dank fĂŒr die Zusammenarbeit ĂŒber 14 tolle Jahre!

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DAS HAUS ZAMIS 64 erscheint im MĂ€rz

von am 4. Februar 2022

FĂŒr heute angekĂŒndigt war das Erscheinen von DAS HAUS ZAMIS Buch 64, „Allem Anfang wohnt das Böse inne“. Leider mĂŒssen wir den Erscheinungstermin kurzfristig noch einmal um einige Wochen verschieben – auf Mitte MĂ€rz. Der Grund dafĂŒr ist simpel: Wir haben es aufgrund akuter Überlastung einfach nicht eher geschafft! Mitte MĂ€rz ist es dann aber so weit, und „Allem Anfang wohnt das Böse inne“ wird definitiv erscheinen!

DAS HAUS ZAMIS 64, „Allem Anfang wohnt das Böse inne“

Und wo wir gerade bei „Schwierigkeiten“ sind: Aktuell haben wir auch bei der Buch- und Hörspielproduktion mit der allgemeinen Rohstoffknappheit zu kĂ€mpfen, die bekanntlich die Preise in die Höhe treibt. So hat sich der Druck unserer BĂŒcher bei gleicher Ausstattung innerhalb der letzten fĂŒnf Monate um sage und schreibe 22,8% (!) verteuert. Das CD-Presswerk hat ebenfalls angekĂŒndigt, die Preise in KĂŒrze um ca. 15% anzuheben. Und dies sind nur zwei markante Beispiele. Auch im Bereich Auslieferung erwarten uns demnĂ€chst eine sehr schmerzvolle Kostensteigerung. Wir haben deswegen hin und her ĂŒberlegt, diese Preissteigerung durch eine Erhöhung der Verkaufspreise bei den kommenden Neuheiten wenigstens zu einem Teil an euch weiterzugeben … und uns vorlĂ€ufig dagegen entschieden.

Stattdessen haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die Versandbedingungen zu Ă€ndern. Die Versandkosten betragen deshalb ab sofort € 4,90 statt bisher € 3,90 (Abonnenten zahlen bei der Belieferung weiterhin nur den halben Versandkostenpreis in Höhe von dann € 2,45). Zudem wurden Artikel bisher ab einem Warenkorbwert von € 20,- versandkostenfrei geliefert. Diese Grenze mĂŒssen wir leider mit sofortiger Wirkung auf € 50,- erhöhen. Wir haben uns fĂŒr diesen Weg entschieden, weil euch so immer noch die Möglichkeit bleibt, durch Wahl eines genĂŒgend großen Warenkorbes versandkostenfrei beliefert zu werden. In jedem Fall hoffen wir fĂŒr die Entscheidung auf euer VerstĂ€ndnis. Sie war leider unumgĂ€nglich.

Zum Abschluss dann aber doch noch ein nettes Schmankerl. „Dorian Hunter“-Sprecher Thomas Schmuckert hat den „Media-Paten“ ein lĂ€ngeres Interview gegeben, in dem er ĂŒber seine Arbeit im Synchron- und Hörbuch-/Hörspielbereich spricht. Auch wenn DORIAN HUNTER darin nur am Rande erwĂ€hnt wird, möchten wir allen DH-Fans das Interview empfehlen.

Viele GrĂŒĂŸe und bis nĂ€chste Woche! – Dennis Ehrhardt

Viele GrĂŒĂŸe und bis nĂ€chste Woche! – Dennis Ehrhardt

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DORIAN HUNTER Folge 1 erscheint als Extended Version auf Vinyl!

von am 23. Januar 2022

Vor Kurzem ist eine tolle Paketsendung bei mir eingetroffen, wie ihr im Video unten sehen könnt – die Testpressung der kommenden Vinyl-Sonderausgabe einer Extended Version von DORIAN HUNTER Folge 1, „Im Zeichen des Bösen“, die sich perfekt auf meinem Plattenteller dreht!!

Extended Version, hĂ€h? … Ja, es handelt sich um genau das! Eine um ca. vier Minuten verlĂ€ngerte Version – ergĂ€nzt um Original-Aufnahmematerial aus den Jahren 2007 und 2008, also durchweg Material, das wir vor dem Start der Hörspielserie im August 2008 aufgenommen haben! Unter anderem sind darin zwei Szenen mit Dorians Bruder Robert Fuller zu hören, gesprochen von Patrick Bach, der in der regulĂ€ren Hörspielfolge 1 ansonsten nur mit etwas GelĂ€chter im Hintergrund zu hören ist. Auch sonst gibt es viele kleine Abweichungen und SzenenergĂ€nzungen, die damals erst unmittelbar vor der Anfertigung des CD-Masters aus der Folge herausgeschnitten wurden und damit bisher unveröffentlicht sind.

Die Vinylausgabe der Extended Version von DORIAN HUNTER Folge 1 ist auf 300 handnummerierte Exemplare limitiert und ab sofort auf hier im Shop auf www.zaubermond.de erhĂ€ltlich. Und weil viele von euch jetzt sicherlich fragen: Nein, es ist vorlĂ€ufig keine CD- oder Stream-Ausgabe dieser Version geplant. Es handelt sich also um ein echtes SammlerstĂŒck, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet! 🙂

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Ein frohes neues Jahr 2022!

von am 1. Januar 2022

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Hörerinnen und Hörer, wir wĂŒnschen euch an dieser Stelle von ganzem Herzen ein gutes, freundliches und gesundes Jahr 2022! 🙂

Der nÀchste Blogbeitrag folgt am Freitag, dem 7. Januar 2022.

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Die Folterkammer – ein einzigartiger „DĂ€monenkiller“-Roman

von am 15. Dezember 2021

Heute ein verspĂ€teter Blogbeitrag von mir, da ich die letzte Woche leider ein paar Tage krank war. Inzwischen aber wieder frisch gestĂ€rkt, möchte ich hier noch einmal auf den Roman „Die Folterkammer“ zurĂŒckkommen, der kĂŒrzlich als Doppelband 83/84 in der Romanheft-Neuauflage von DORIAN HUNTER erschienen ist. Wie viele von euch wissen, ist dieser Roman seinerzeit ja nicht in der ersten Auflage erschienen, sondern erst einige Jahre spĂ€ter im Rahmen der „DĂ€monenkiller“-Taschenbuchreihe. In Romanheft 84 habe ich auf der Leserseite MYSTERY-PRESS (der umfangreichsten MP aller Zeiten!) darum vier Artikel gebracht, die der Leser Juerg Schmidt dankenswerterweise verfasst hat. Heute möchte ich hier den ersten davon bringen, der sich intensiv mit dem Roman selbst auseinandersetzt:

DIE FOLTERKAMMER       
Ein einzigartiger „DĂ€monenkiller”-Roman

von Juerg Schmidt

Mit dem aktuellen Zweiteiler wird den DH-Fans eine Premiere prĂ€sentiert: Erstmals wird Ernst Vlceks Roman „Die Folterkammer” im Heftformat veröffentlicht! Denn ursprĂŒnglich war das Werk ĂŒberhaupt nicht Teil der klassischen „DĂ€monenkiller“-Romanheftserie, sondern erschien im Rahmen der „DĂ€monenkiller“-Taschenbuchreihe.

„Die Folterkammer“: Original-Ausgabe der „DĂ€monenkiller“-Taschenbuchreihe, Pabel-Verlag, 1976

Ein Blick zurĂŒck: Die „DĂ€monenkiller“-Serie nahm ihren Anfang mit dem Roman „Im Zeichen des Bösen”, erschienen am 17. Juli 1973 in der Romanheftreihe „Vampir Horror Roman“. Sie entwickelte sich zu einer Subserie im Programm, wurde aber rasch entkoppelt: Ab dem 22. Oktober 1974 erschien der „DĂ€monenkiller“ (kurz DK) als eigenstĂ€ndige Heftserie, beginnend mit Band 18, „Das Fest auf dem TeufelshĂŒgel“. Ein halbes Jahr spĂ€ter, im MĂ€rz 1975, fiel dann der Startschuss fĂŒr die monatlich erscheinende „DĂ€monenkiller“-Taschenbuchreihe. Die Aufmachung orientierte sich an der Heftserie, insbesondere der halbbogenförmige Titelschriftzug ließ die Leserschaft ein Spin-Off der DK-Hefte erwarten. Dazu trug auch der Umstand bei, dass der erste Band, „Blutige TrĂ€nen“, aus der Feder von DK-Chefautor Ernst Vlcek stammte.

Die Fans waren ziemlich ernĂŒchtert, als sie feststellten, dass die TaschenbĂŒcher so gar nichts mit dem DK-Kosmos zu tun hatten. In der Tat haben nur elf der insgesamt 63 TaschenbĂŒcher ĂŒberhaupt einen Bezug zur DK-Serie, und zehn davon schildern die Jugendabenteuer der Hexe Coco Zamis (exakt diese Romane bildeten bekanntlich den Grundstein fĂŒr die Serie DAS HAUS ZAMIS, die mittlerweile ebenfalls als Romanheftneuauflage bei Bastei erscheint). Das DK-Taschenbuch Nr. 22, „Die Folterkammer“, war demnach das einzige, das eindeutig in der klassischen DK-Serie zu verorten war.

Der Roman erschien im November 1976. Die Handlung der DK-Romanheftserie war um diese Zeit weiter vorangeschritten, im gerade angelaufenen Großzyklus stand die Veröffentlichung von Band 119 bevor (nach DORIAN HUNTER-ZĂ€hlung wohl Band 122 entsprechend). „Die Folterkammer“ ist in der Serienchronologie rasch eingeordnet: Die Andeutung, dass Dorian und Coco mit der Einrichtung des Castillos Basajaun beschĂ€ftigt sind, und der Verweis auf den Ethnologen Burkhard Kramer, der im Folgeband persönlich auftritt, platzieren die Geschichte zwischen Band 82, „Die geraubte Mumie“, und Band 85, „Die Zeit der Zwerge“.

Autor Ernst Vlcek hatte sich den grundlegenden Problemen einer Begleitserie zu stellen: Um Neulesern den Zugang zur Story zu erleichtern (und sie fĂŒr die Hauptserie zu interessieren), sollte das Taschenbuch nicht allzu viele oder komplizierte Kenntnisse der Romanhefte voraussetzen. Umgekehrt sollten auch die „Nur-Hefte-Leser“ nicht verĂ€rgert werden, etwa wenn die Taschenbuch-Story zum VerstĂ€ndnis der Hauptserie unverzichtbar gewesen wĂ€re. Und schließlich sollte fĂŒr die Fans, die sowohl die Hefte als auch das Taschenbuch lesen wollten, das eine oder andere „Schmankerl“ bereitstehen.

Die Lösung fĂŒr alle diese AnsprĂŒche fand Vlcek in einem der Markenzeichen des DK: in den frĂŒheren Leben der Titelfigur. Zudem griff er die in der phantastischen Literatur so beliebte Zeitreise-Thematik auf. Mit „Die Vampirin Esmeralda“ und dem Inka-Zyklus waren bereits in der Romanheftserie verschiedene Varianten des Themas behandelt worden. In der Tat fallen gewisse Parallelen zwischen „Die Folterkammer“ und „Esmeralda“ ins Auge. Generell scheint sich Vlcek vor allem ĂŒberlegt zu haben, wie er Neulesern verdeutlichen kann, worum es in der Serie geht. Das ist die ErklĂ€rung dafĂŒr, dass viele Handlungselemente dem Heftleser bekannt vorkommen – Stichwort „DĂ€monenpfand“. Zu den angesprochenen „Schmankerln“ gehören die aktivere Rolle von Sabrina Becker, der Tochter des Großmeisters der Magischen Bruderschaft in Frankfurt, und die sacht eingestreuten Hinweise auf folgende Ereignisse. Über den Golem und die Erschaffung kĂŒnstlichen Lebens in Paris, die Dorian erwĂ€hnt, wird in KĂŒrze zu lesen sein.

Befreit vom Zwang, eine Geschichte innerhalb von 60 Seiten abhandeln zu mĂŒssen, entwickelte Ernst Vlcek einen geradlinigen und doch vielschichtigen Plot mit einer Vielzahl interessanter Figuren. Dass „Die Folterkammer” nicht so viel Bezug zum Serien-Arc entwickelt und in den Schlussabschnitten auch gar zu routiniert geschrieben wirkt, trĂŒbt den Genuss nur wenig. Denn klar erkennbar ist eine StĂ€rke, die beide DK-GrĂŒndungsautoren, Vlcek und Davenport, auszeichnete: Personen mit wenigen, aber prĂ€gnanten SĂ€tzen treffend zu charakterisieren: den knorrigen Gemeindediener Melchior Lembach etwa, dessen eitlen Namensvetter Hennig oder die – fast schon im Wortsinn – berufene Wissenschaftlerin Ursula Schumann. Etwas aus der Zeit gefallen wirkt aus heutiger Sicht die Ă€ngstliche, um nicht zu sagen hysterische Irene Horn. Sie entspricht in der Darstellung gĂ€ngigen Frauenklischees der 1970er Jahre und wirkt wie ein allzu extremer Gegenentwurf zu Coco, Sabrina und Ursula.

GrĂ€fin Sidonie Adele von Krudesheim gehört zu den starken Frauenfiguren Vlceks. Welcher Natur die Dame ist, deutete der Autor gleich in ihrer ersten Szene an, wenn er sie sagen lĂ€sst: „Liebe (Ö) ist ein Wort, das ich nicht kenne.“ Auf die Beschreibung ihres Aussehens verzichtet Vlcek weitgehend, es wird nur ihre außergewöhnliche Schönheit erwĂ€hnt. Clever: So kann der Leser sein persönliches Idealbild imaginieren, und zugleich rĂŒckt der Fokus stĂ€rker auf Sidonies Charakter.

Auch der große Gegenspieler wird nur kurz beschrieben: Erasmus von Keittel ist ein Zwerg mit einem knochigen Gesicht und Donnerstimme, in Leder gekleidet, mit einem spanischen (also breitkrempigen) Hut. Der Vorname „Erasmus“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „liebenswert“. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Name vom Autor bewusst gewĂ€hlt wurde, aber solche scheinbar ironischen ZĂŒge sind in Vlceks Werk hĂ€ufiger zu finden; man denke nur an Michael Zamis (ein Engelsname mit der Bedeutung „wer ist Gott gleich“). Mit welcher Art von DĂ€mon wir es hier zu tun haben, wird lange offengelassen. Erst zum Schluss der Vergangenheitsepisode zeigt Keittel seine wahre Gestalt.

Interessant ist, dass Keittel seine Gegner weniger mit magischen denn mit menschlichen Mitteln bekĂ€mpft. Als Beauftragter (Commissario) des Herzogs Heinrich von Braunschweig-WolfenbĂŒttel, des letzten katholischen FĂŒrsten in Niedersachsen, leitet er die Hexenverfolgung in Velchen. Dieses Vorgehen entspricht historischen Tatsachen: Die Hexenprozesse wurden im Wesentlichen von weltlichen Gerichten gefĂŒhrt. „Der Wille, Hexen zu verfolgen, kam klar aus der Bevölkerung“, wird der Historiker Dr. Peter Mario Kreuter im Magazin „Hörzu Wissen 5/2010“ zitiert. Die Motive der Menschen waren vielfĂ€ltig: Krisen wie Hungersnöte infolge der Kleinen Eiszeit oder Pestseuchen konnten sich die Leute nur durch Hexenwerk erklĂ€ren. Und natĂŒrlich gab es die ganz simplen egoistischen BeweggrĂŒnde wie Habgier oder Flucht vor der Verantwortung: Der Bauer Egger, von dem der Wirt Fischbaum berichtet, ist dafĂŒr ein Paradebeispiel. So mancher menschliche Zeitgenosse treibt es fast genauso ĂŒbel wie die DĂ€monen, das wird in „Dorian Hunter“ immer wieder gezeigt.

Der aktuelle Stand der Forschung ĂŒberrascht mit dem Fakt, dass die kirchliche Inquisition bei weitaus weniger Hexenprozessen federfĂŒhrend war als gemeinhin angenommen. Zeitweise hat die Kirche sich sogar ausdrĂŒcklich gegen die Hexenverfolgung ausgesprochen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass sich die Inquisition umso vehementer gegen „Ketzer“ und Juden wendete. Von einem nachtrĂ€glichen Freispruch also keine Spur! Die Zahl von neun Millionen Todesopfern, die sehr lange und zum Teil noch heute in mancher Publikation genannt wurde, soll aber ĂŒberzogen sein. Seriösen Studien zufolge wurden zwischen 1430 und 1782 (dem Jahr, in dem die Schweizerin Anna Göldi das letzte offizielle Opfer des europĂ€ischen Hexenwahns wurde) etwa 50.000 bis 60.000 Menschen hingerichtet – allein 25.000 davon auf deutschem Boden.

Die historischen HintergrĂŒnde (die Ursula Schumann in einer Szene referiert) und die Foltermethoden wie das Gefaltete StĂŒblein sind korrekt beschrieben. Als Quelle dienten Vlcek wie so hĂ€ufig die Werke des österreichischen Ethnologen Prof. Dr. Hans Biedermann (1930–1989, „Handlexikon der Magischen KĂŒnste von der SpĂ€tantike bis zum 19. Jahrhundert“, „Hexen – auf den Spuren eines PhĂ€nomens“, „Materia Prima“).

Besondere Sorgfalt ließ Vlcek bei der Gestaltung des wichtigsten Schauplatzes walten, des Hexenhauses im fiktiven niedersĂ€chsischen Ort Velchen. Jede Etage des dreistöckigen Baus (inklusive Keller und diverser Anbauten) wird plastisch und ausfĂŒhrlich beschrieben. Es bedarf keiner großen Fantasie, sich vorzustellen, dass Vlcek, der auch ein hervorragender Grafiker war, eine genaue Skizze des Hauses angefertigt hatte, ehe er sich ans Romanschreiben machte.

Die Verquickung aufregender, gut geschriebener Abenteuer mit historischen Fakten – das ist, was DH so stark und einzigartig werden ließ!

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Aus der Werkstatt

von am 17. Oktober 2021

Entschuldigt die kurze Pause, die wir uns letzte Woche in diesem Blog gegönnt haben, obwohl gerade erst die DORIAN HUNTER-Hörspielfolge 46, „Mörder der LĂŒfte“, und DAS HAUS ZAMIS Buch 63, „Wiener Blut“, erschienen sind. Übrigens gibt es bereits die ersten Rezensionen sowohl zum Hörspiel als auch zum Buch:

DORIAN HUNTER Hörspielfolge 46, „Mörder der LĂŒfte“

„Eine Ausnahmeserie, die sich mit jeder Folge treu bleibt.“ (FFM-Rock.de)

„Es gab ja schon viele Bösewichte innerhalb der Serie, aber Castuto gehört meiner Meinung nach ganz sicher zu den finstersten und gemeinsten unter Dorian Hunters Widersachern.“ (hoerspielsachen.de)

„Jedes noch so kleinste GerĂ€usch ist durchdacht, jeder Ton fast schon kleinlich konzipiert, die Szenen soundgewaltig und auf Grund des Themas von Cocos Schwangerschaft sicherlich nicht fĂŒr jedermann bzw. jederfrau ohne EinschrĂ€nkungen geeignet.“ (traumwelt-hoerspiel.de).

DAS HAUS ZAMIS Buch 63, „Wiener Blut“

„‚Wiener Blut‘ ist ein sehr stimmig und packend zu lesender Roman voller atmosphĂ€risch dichter Grusel-Szenen, der voll ĂŒberzeugt.“ (phantastiknews.de)

Wir arbeiten derweil bereits mit Hochdruck an den kommenden Neuerscheinungen. Hier ein kleiner Blick „hinter die Kulissen“: Aktuell schreibe ich an den Hörspielskripten fĂŒr Folge 47 und 48 – ja, an beiden gleichzeitig, da sie beide Dorians Suche nach Coco Zamis weitererzĂ€hlen. Das Skript zu Folge 47, das auf dem Roman „Panik“ von Earl Warren basiert, ist so umfangreich, dass das Hörspiel möglicherweise als Doppelfolge erscheinen muss. In jedem Fall wird die Folge erst im Juni 2022 erscheinen, da die Zeit fĂŒr eine Veröffentlichung im Februar zu knapp bemessen ist. Grund dafĂŒr ist unter anderem, dass zum 1. MĂ€rz 2022 die DORIAN HUNTER-Folgen 1-24 vom Universal-Music-Label „Folgenreich“ zu Zaubermond zurĂŒckkehren. Diese einschließlich der beiden Doppelfolgen 10.1, 10.2 sowie 22.1 und 22.2 insgesamt 26 Hörspiele (!) mĂŒssen in den Zaubermond-Katalog und die entsprechenden Systeme eingepflegt werden, was sich leichter anhört, als es tatsĂ€chlich ist. Außerdem muss eine solche RĂŒckkehr natĂŒrlich gebĂŒhrend gefeiert werden. Aus diesem Grund erwartet euch zum FrĂŒhjahr eine Überraschung, die das Herz eines jeden echten Sammlers höher schlagen lassen wird …

DAS HAUS ZAMIS Romanheftneuauflage
Band 31, „Die sterbende Hexe“

Das Skript zu Folge 48 wiederum basiert auf dem Roman „Blut von Lukretia“ von Neal Davenport. Beide Skripte werde ich wohl gegen Ende Oktober finalisieren können, wobei ich zuletzt einige Tage pausieren musste, um die Leserseiten und AnkĂŒndigungen fĂŒr DORIAN HUNTER Band 86-88 sowie DAS HAUS ZAMIS Band 31-33 zu schreiben – gemeint ist dabei natĂŒrlich die Romanheftneuauflage beider Serien, die beim Bastei-Verlag erscheint. Kleine Anekdote am Rande: Mit Band 31, „Die sterbende Hexe“, wird der erste DAS HAUS ZAMIS-Roman von Christian Montillon neu aufgelegt. Der Roman war seinerzeit sogar das erste professionell veröffentlichte Werk von Christian Montillon ĂŒberhaupt, der inzwischen nicht nur die ExposĂ©fĂŒhrung fĂŒr PERRY RHODAN ĂŒbernommen hat, sondern unter seinem richtigen Namen Christoph Dittert Jugendbuch-Bestseller fĂŒr „Die drei Fragezeichen“ und Science-Fiction-Epen wie „Fallender Stern“ fĂŒr den Piper-Verlag verfasst. Welch eine interessante Reise also in Christophs schriftstellerische Vergangenheit!

DORIAN HUNTER Kalender
DORIAN HUNTER Kalender 2022

Zum Abschluss verweise ich noch einmal auf den neuen DORIAN HUNTER-Kalender, der exklusiv und nur noch fĂŒr die nĂ€chsten zwei Wochen hier unter www.zaubermond.de vorbestellt werden kann. Der Kalender zeigt 13 ausgewĂ€hlte DH- und DHZ-Titelbilder von Mark Freier und wird im Format A5 umweltneutral mit Pflanzenfarben gedruckt. Eine Bestellung ist nur noch bis zum 31. Oktober möglich, da sich die Druckauflage direkt an den Vorbestellungen orientiert. Eine Nachauflage wird es nicht geben!

Viele GrĂŒĂŸe und bis kommenden Freitag, wenn der nĂ€chste regulĂ€re Blogbeitrag an dieser Stelle erscheint!

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DORIAN HUNTER Kalender 2022

von am 26. September 2021

Ein hĂŒbsches Extra unter dem Weihnachtsbaum: Ab sofort ist der DORIAN HUNTER-Kalender fĂŒr das Jahr 2022 exklusiv hier im Zaubermond-Shop vorbestellbar!

Der Kalender erscheint wie im Vorjahr im Format A3 und zeigt 13 ausgewÀhlte Mark-Freier-Titelillustrationen der Serien DORIAN HUNTER, DAS HAUS ZAMIS und HEXENHAMMER. Ebenso wie im Vorjahr sind alle 13 Seiten umweltfreundlich mit Pflanzenfarben gedruckt und der Kalender als klimaneutral zertifiziert.

Wir bitten euch jedoch zu beachten: Da wir den Kalender einmalig auf Basis der Vorbestellmenge drucken, sind Vorbestellungen nur hier im Shop und nur bis einschließlich 31. Oktober 2021 möglich! Nach dem 31. Oktober wird der Kalender in der bestellten Menge gedruckt, weshalb keine Bestellungen mehr entgegengenommen werden können! Die Auslieferung erfolgt Mitte Dezember.

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Rebecca Manderley – eine Chronologie

von am 8. August 2021

Ins einem heutigen Fan-Blog-Beitrag beschĂ€ftigt sich Uwe Schnabel mit der Vampirin Rebecca Manderley. Da viele der Romane, in denen Rebecca auftauchte, noch nicht innerhalb der DORIAN HUNTER-Neuauflage von Bastei veröffentlicht sind, verwendet Uwe im Text die Bandnummern der „DĂ€monenkiller“-Erstauflage bzw. -Zweitauflage sowie der TaschenbĂŒcher:

Rebecca tauchte zum ersten Mal in dem „DĂ€monenkiller“-Band 138, „Herrin der FledermĂ€use“, auf. Im ExposĂ© zum Roman schrieb Ernst Vlcek ĂŒber sie:

Deren AnfĂŒhrerin – und einzige SchwarzblĂŒtige – ist die DĂ€monin Rebecca. SkarabĂ€us Toth kennt sie schon lange, und er hat sie sich gefĂŒgig gemacht, als er noch Schiedsrichter in der Schwarzen Familie war. DarĂŒber keine Details verraten, das geschieht in einem spĂ€teren Band. Nur aussagt, daß Baphomet sie nun „erpresst“. Rebecca ist also nicht hundertprozentig auf seiner Seite, sie muss ihm aber gehorchen. (…) Auch ĂŒber die Leichen von Coco und Dorian hinweg. Das scheint Rebecca nicht zu behagen. Sie fragt: Coco auch? Und damit andeuten, daß sie Coco von frĂŒher her kennt. Aber nur andeuten!

Im ExposĂ© zu „DĂ€monenkiller“-Band 140 schrieb Ernst dann: Rebecca bleibt bei Coco zurĂŒck und steht ihr Rede und Antwort. Bei dieser Konfrontation wird das Geheimnis ihrer Bekanntschaft gelĂŒftet. Rebecca war die Freundin von Cocos mannstoller Schwester Lydia. Lydia lebte nicht in Wien, sondern verbrachte die meiste Zeit in London. Coco lernte Rebecca kennen, als sie mal ihre Schwester in London besuchte. Zuerst war ihr Rebecca mit ihren fĂŒnfzig FledermĂ€usen unheimlich, zumal sie ja wusste, dass es sich dabei um ehemalige Liebhaber von ihr handelte. Doch bald lernte sie Rebecca besser kennen und schĂ€tzen. Denn es stellte sich heraus, dass Rebecca einen fast schon menschlichen Gerechtigkeitssinn hatte. Sie griff sich ihre Opfer nicht wahllos aus den Reihen der Menschen, sondern suchte sie nur aus den Reihen von MĂ€nnern, die irgendwelche ungeahndeten Verbrechen begangen hatten – und den Tod, oder eine noch schlimmere Strafe, ‚verdienten’. Rebecca war in gewisser Weise ein Vorbild fĂŒr Coco, die an ihr sah, dass es noch andere DĂ€monen außer ihr selbst gab, die den Menschen nicht nur schadeten (oder wenn doch, dann fĂŒr einen nĂŒtzlichen Zweck). SpĂ€ter hatte Coco Gelegenheit, Rebecca das Leben zu retten. Bitte ausdenken! (Diese Vorgeschichte könnte dem Autor eine Story fĂŒr ein TB abgeben.)

Den letzten Satz nahm Neal Davenport alias Kurt Luif sich zu Herzen und schilderte im „DĂ€monenkiller“-Taschenbuch 31, „Coco und die Magier“, das inzwischen in der Romanheftserie DAS HAUS ZAMIS in Band 4 und 5 nachgedruckt wurde, das Kennenlernen von Coco Zamis und Rebecca.

Kurt Luif schrieb in „DĂ€monenkiller“-Band 140 Folgendes ĂŒber Rebecca:

„Las diesen Unsinn, Rebecca!“, sagte Coco scharf. „Wir kennen uns lange genug. Du musst mich nicht beeindrucken. Ich weiß ĂŒber deine FĂ€higkeiten Bescheid.“

„Wir stehen uns als Feinde gegenĂŒber, Coco“, sagte Rebecca.

„Und dabei waren wir einmal Freundinnen. Erinnerst du dich noch an unsere erste Begegnung, Rebecca?“

„Ich will davon nicht mehr hören. Unsere Freundschaft endete zu dem Zeitpunkt, als du aus der Schwarzen Familie verstoßen wurdest.“

„Ich möchte aber doch gern, dass du dich erinnerst, Rebecca. Ich war noch nicht einmal siebzehn Jahre alt, als ich dich in London traf. Meine Schwester Lydia war entfĂŒhrt worden. Du warst bis zu einem gewissen Grad mir Ă€hnlich. Du holtest dir deine Opfer nur unter Menschen, die den Tod verdient hatten.“

„Halt den Mund!“

„Ich will dich nur daran erinnern, daß ich dir damals das Leben gerettet habe. Und nicht nur damals. Wie oft war das wohl?“

„Das interessiert mich nicht Wir sind quitt. Ich habe dir vor wenigen Wochen das Leben gerettet.“ (…)

Hoffentlich hĂ€lt Rebecca ihr Versprechen, dachte Coco. Wieder erinnerte sie sich an die erste Begegnung mit Rebecca. Die Vampirin war in gewisser Weise ein Vorbild fĂŒr Coco gewesen, denn die war die erste DĂ€monin, die nicht durch und durch böse gewesen war.

Aber das war lange her; endlos lange.

In „Der Magier“ beschrieb Kurt Luif Rebecca schließlich wie folgt:

Ein junges MĂ€dchen blickte mir neugierig entgegen. Nach der Beschreibung, die ich erhalten hatte, gab es keinen Zweifel. Es war Rebecca, die mich erwartete. Rasch ging ich auf sie zu. Sie war in meinem Alter, etwa achtzehn Jahre. Das pechschwarze Haar fiel glatt ĂŒber ihre Schultern. Sie trug einen Jaguarmantel, der aufgeknöpft war. Darunter waren die bis ĂŒber die Knie reichenden Stiefel, der extrem kurze Minirock und ein eng anliegender Pulli zu sehen.

Ich blieb vor ihr stehen und stellte den Koffer auf den Boden.

„Hallo“, sagte sie knapp. „Du siehst genauso aus, wie ich mir dich vorgestellt habe.“

Zu meiner grĂ¶ĂŸten Überraschung hatte sie deutsch gesprochen. Verwirrt blickte ich sie an. Sie war so ganz anders als alle DĂ€monen, die ich bis jetzt kennengelernt hatte. Um sie war nicht die Aura der Grausamkeit, die normalerweise von DĂ€monen ausging.

„Du bist so ganz anders, als ich erwartet habe“, sagte ich stockend.

Rebecca lĂ€chelte. „Ich weiß, was du meinst. Deine Schwester hat oft zu mir gesagt, dass wir beide uns Ă€hnlich sind. Ihrer Meinung nach passen wir beide nicht so richtig in die Familie. Aber darĂŒber sprechen wir spĂ€ter. Komm mit.“

Ich folgte ihr. Als wir ins Freie traten, legte ich einen schwachen magischen Schutzschirm um uns, der den Regen abhielt. Rebecca warf mir einen raschen Blick zu, sagte aber nichts. Georg hatte mir nur wenig ĂŒber sie erzĂ€hlt. Ich wusste, dass sie eine Vampirin war – mehr nicht. Und wie ich sofort festgestellt hatte, verfĂŒgte sie ĂŒber keine starken magischen KrĂ€fte.

Vor einem goldfarbenen Porsche blieb sie stehen, öffnete die WagentĂŒr, griff nach meinem Koffer und verstaute ihn auf den Notsitzen. Sie rutschte hinter das Steuer und öffnete mir die TĂŒr. Rebecca startete den Wagen, stellte die Scheibenwischer ein und fuhr los.

„Du bist das schwarze Schaf deiner Sippe“, stellte sie fest.

„So ist es“, sagte ich und blickte neugierig durch die Windschutzscheibe.

„Lydia, deine zauberhafte Schwester, hat keine hohe Meinung von dir, Coco.“

„Das kann ich mir denken“, stimmte ich zu. „Um ehrlich zu sein, ich habe Lydia auch nicht gerade ins Herz geschlossen. Bist du mit ihr eng befreundet?“

Ich blickte die Vampirin an. Sie schĂŒttelte leicht den Kopf.

„Eng befreundet bin ich nicht mit ihr“, meinte sie. „Aber ich verstehe mich ganz gut mit ihr. Doch wir gehen jede unseren eigenen Weg und respektieren die WĂŒnsche des anderen. Ich habe Lydia vor ein paar Jahren kennengelernt und mich mit ihr angefreundet. Da ich allein in einem großen Haus wohne, habe ich ihr dann angeboten, bei mir zu wohnen, wenn sie in London ist. Lydia hat dieses Angebot angenommen.“

„Sicherlich hat sie aber versucht, dich auf den richtigen Weg zu fĂŒhren?“

Rebecca lachte. „Das hat sie versucht, aber nicht viel Erfolg damit gehabt. Seit einiger Zeit hat sie es aufgegeben, mich zu bekehren. Ich habe mir nie etwas aus den VergnĂŒgungen der Schwarzen Familie gemacht.“

„Ich hoffe, daß wir Freundinnen werden“, platzte es aus mir heraus.

„Das hoffe ich auch“, sagte Rebecca leise.

Ich konnte es noch immer nicht ganz fassen. Bis vor wenigen Minuten hatte ich geglaubt, dass ich das einzige Mitglied der Schwarzen Familie sei, das sich nicht anpassen konnte. Endlich hatte ich eine DĂ€monin gefunden, die so wie ich dachte.

(…)

Rebecca fuhr ein paar Meter weiter, dann bog sie nach links in eine Tiefgarage ein.

FĂŒnf Minuten spĂ€ter hatten wir ihr Haus erreicht. Als wir die Diele betraten, flog uns eine riesige schwarze Fledermaus entgegen, die mich böse anfunkelte. Sie landete auf Rebeccas rechter Schulter und krĂ€chzte. Das Biest ließ mich nicht aus den Augen.

„Beruhige dich, Ted“, sagte Rebecca. „Coco ist eine Freundin.“

Die Fledermaus beachtete mich nicht mehr. GenĂŒĂŸlich rieb sie ihren hĂ€sslichen Kopf an Rebeccas Wange, die sich diese Liebkosung ein paar Sekunden gefallen ließ. Dann verscheuchte sie die Fledermaus, die enttĂ€uscht davonflog.

„Du brauchst keine Angst vor den FledermĂ€usen zu haben, Coco“, sagte sie. „Sie sind meine Diener. Sie werden dir nichts tun.“

„Du hast mehrere solcher RiesenfledermĂ€use im Haus?“, fragte ich ĂŒberrascht.

„Ja, es sind meine Opfer.“

Ich stellte den Koffer ab und blickte sie gespannt an. „Deine Opfer?“

„Ich bin eine Vampirin“, erklĂ€rte Rebecca und schlĂŒpfte aus ihrem Mantel. „Ich habe lange gegen meine Begierden angekĂ€mpft, aber es war vergebens. Unsere Familie hatte sich ziemlich den Menschen angepasst, doch alle paar Wochen benötige ich Menschenblut. Wenn ich kein Blut bekomme, dann verfĂ€llt mein Körper, und ich muss sterben. Ich bin also gezwungen, mir etwa alle drei Monate ein Opfer zu holen.“

Ich wusste ĂŒber Vampire genĂŒgend Bescheid. „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen, Rebecca.“

„Das tue ich auch nicht“, meinte sie. „Ich will es dir nur erklĂ€ren. Meine Opfer suche ich mir gewissenhaft aus. Ich nehme nicht den erstbesten. Sobald ich spĂŒre, dass ich wieder Blut benötige, sehe ich mich genau um und wĂ€hle mir einen Mann aus, der irgendetwas Grauenhaftes getan hat. Alle meine Opfer waren Verbrecher – Mörder …“

„Weshalb greifst du gerade auf Verbrecher zurĂŒck?“, fragte ich ĂŒberrascht.

Rebecca hob die Schultern. „Deine Schwester hĂ€lt es fĂŒr SchwĂ€che. Aber mir widerstrebt es einfach, einen unschuldigen Menschen als Opfer zu wĂ€hlen. Ich brauche aber Blut. Deshalb bin ich dazu ĂŒbergegangen, mir Opfer unter Mördern zu suchen, die sonst ohne Strafe davongekommen wĂ€ren.“

Etwas Ähnliches hatte ich nie zuvor gehört. Üblicherweise handelten Vampire ganz anders. Sie kĂŒmmerten sich ĂŒberhaupt nicht um ihre Opfer – meist schlugen sie ganz wahllos zu. Rebecca war tatsĂ€chlich eine Außenseiterin innerhalb der Schwarzen Familie. „Und wie findest du deine Opfer? Ein Mörder wird doch kaum herumlaufen und ĂŒberall erzĂ€hlen, dass er irgend jemanden umgebracht hat.“

„Richtig“, sagte Rebecca lĂ€chelnd. „Ich bin zwar magisch nicht begabt, aber ich habe die FĂ€higkeit zu spĂŒren, ob ein Mensch etwas in den Augen der Menschen Böses getan hat. Mörder haben fĂŒr mich eine unverkennbare Ausstrahlung. So wie ich sofort weiß, ob jemand ein DĂ€mon ist, kann ich auch augenblicklich feststellen, ob er ein Mörder ist.“

„Von so einer FĂ€higkeit habe ich nie zuvor etwas gehört“, meinte ich.

„Ich auch nicht“, sagte Rebecca. „Oft schon habe ich mir darĂŒber Gedanken gemacht und auch eine ErklĂ€rung dafĂŒr gefunden.“

„Und die ist?“

„Sobald jemand ganz bewusst plant, einen Menschen zu töten, geht mit ihm eine VerĂ€nderung vor. Sobald er seine Tat vollbracht hat, wechselt etwas von seinem Opfer auf den Mörder ĂŒber. Und diese Ausstrahlung spĂŒre ich.“

„Das hört sich ganz plausibel an“, sagte ich. „Und wie gehst du dann vor, wenn du einen Mörder gefunden hast?“

„Ich habe eine ganze Liste solcher Mörder. Es ist fĂŒr mich ziemlich leicht, ihre Aufmerksamkeit zu wecken. Sobald ich ihren Namen erfahren habe, können sie mir nicht mehr entkommen. Wenn Lydia in London ist, habe ich es ĂŒberhaupt ganz einfach. Mit ihren magischen FĂ€higkeiten treibt sie mir mein Opfer in die Arme.“

„Aber was haben die FledermĂ€use damit zu tun?“

„Das sind die Opfer. Nachdem ich ihnen das Blut ausgesaugt habe, geht eine Metamorphose mit ihnen vor. Ihr Körper zersetzt sich und verwandelt sich nach ein paar Stunden. Sobald die Verwandlung abgeschlossen ist, sind sie in RiesenfledermĂ€use verwandelt, die ihr GedĂ€chtnis verloren haben und mich als Herrin akzeptieren. Mehr will ich darĂŒber nicht sagen. Komm, ich zeige dir dein Zimmer.“

Dieses Thema war Rebecca sichtlich unangenehm, was ich auch verstehen konnte. Ich wunderte mich, dass sie mir ĂŒberhaupt so viel darĂŒber erzĂ€hlt hatte. In diesem Punkt waren alle DĂ€monen ziemlich zurĂŒckhaltend. Solche intimen Geheimnisse verriet man nicht gern. Nur zu leicht konnte ein anderer DĂ€mon irgendwann daraus Nutzen ziehen.

Rebecca musste tatsĂ€chlich Zutrauen zu mir gefasst haben, andernfalls hĂ€tte sie mir das alles nicht so ausfĂŒhrlich berichtet.

In der Zweitauflage der „DĂ€monenkiller“-Serie, die bekanntlich ab Band 131 neue Romane enthielt, schrieb Kurt Luif in Band 133 schließlich noch ĂŒber Rebecca:

Sechs endlos lange Jahre war Rebecca in der Welt ruhelos herumgezogen. Sie war dazu von SkarabĂ€us Toth gezwungen worden. Der mĂ€chtige DĂ€mon hatte von ihr Informationen ĂŒber Coco Zamis gewollt, und ihr war keine andere Wahl geblieben, als alles zu verraten, was sie ĂŒber ihre Freundin wusste. Seither war sie Toths Sklavin gewesen, die auf seinen Befehl hin mit den verschiedensten DĂ€monen-Sippen Verbindung aufnehmen musste. Sie war seine Spionin gewesen. In ihrem Haus in London hatte sie jĂ€hrlich nur wenige Tage gelebt, und Toth hatte ihr ausdrĂŒcklich verboten, dass sie sich mit Coco in Verbindung setzte.

Zum Abschluss noch ein paar Daten ĂŒber Rebecca: Sie wohnte in der Londoner Park Lane in einem zweistöckigen Haus, das von einer hohen Mauer vor neugierigen Blicken geschĂŒtzt war. Sie war im gleichen Alter wie Coco Zamis, hatte Ă€hnliche körperliche Attribute, schwarze Haare, und man hĂ€tte sie fĂŒr Schwestern halten können. Ihre Sippe war irgendwann bei einem Clan-Kampf fast völlig ausgerottet worden. Wahrscheinlich war sie die letzte ihrer Sippe. Wenn eines von Rebeccas Geschöpfen gequĂ€lt wurde, dann spĂŒrte sie die Schmerzen, und die Wunden wurden auf ihren Körper ĂŒbertragen. Die Verletzungen störten sie nicht sehr. Sie verheilen innerhalb einer Stunde. Aber der Blutverlust konnte ihr sehr wohl gefĂ€hrlich werden. Rebecca fand ErwĂ€hnung in den „DĂ€monenkiller“-BĂ€nden 138–143, 145–149 und 153, in den „DĂ€monenkiller“-Zweitauflage-BĂ€nden 133, 134, 142, 164 und 168 sowie in den „DĂ€monenkiller“-TaschenbĂŒchern 31 und 56.

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Wie alles begann

von am 18. Juli 2021

Beim Stöbern im DORIAN HUNTER-Archiv bin ich kĂŒrzlich doch tatsĂ€chlich ĂŒber ein interessantes Dokument gestolpert – einen „Schmierzettel“, auf dem ich nach einem der ersten GesprĂ€che mit Marco Göllner einige unserer Ideen zur Handlung von Hörspielfolge 1 und 2 notiert hatte. Die Aufzeichnungen liegen leider nur digital vor, sodass ich kein Foto eines echten Schmierzettels prĂ€sentieren kann. Interessant sind sie trotzdem, oder?

Dorian Hunter Hörspielfolge 1, „Im Zeichen des Bösen“

DH Hörspiele Schmierblatt

Helnwein-Rahmenhandlung („KamingesprĂ€ch“) mehrmals wĂ€hrend der Folge 1 – „Da haben Sie Schlimmes erlebt, DH 
“ „Es geht noch weiter, Herr Helnwein“

-â€ș wĂ€hrend des GesprĂ€chs Einblendung (Radio?) von Musik wie „Wie oft muss ich noch sterben?“ -â€ș keine normale Radiomusik, als wĂŒrde die Musik sich direkt auf DHs Schicksal beziehen -â€ș spionieren die DĂ€monen Helnweins Haus aus -â€ș Am Ende „Wie oft muss ich noch sterben?“ o. Ă€. als Bonus-Track bringen (Anm. von Dennis: Bei „Wie oft muss ich noch sterben?“ handelt es sich um ein StĂŒck aus dem Album „Eisenherz“ von Joachim Witt. Aus rechtlichen GrĂŒnden ließ sich die Überlegung so nicht umsetzen, aber daraus erwuchs dann die Idee, Joachim Witt fĂŒr die Komposition eines eigenen Titelthemas „Dorian Hunter Theme“ anzufragen).

Generell: Übergreifende Handlung, aber nicht ins Leere verlaufend, sondern MIT Lösungen und NEUEN Fragen. Aber schon ĂŒbergreifend wie bei Lost o. Ă€. -â€ș Serie wird ziemlich umgekrempelt.

„Ein Hörspiel frei nach dem Roman von Ernst Vlcek 
“

Anja und Lilian evtl. zu einer Figur verschmelzen? – Muss nicht sein, aber Lilians Wahnsinn MUSS ans Ende der Folge

Evtl. in einem „Zwischenspiel“ mit Helnwein Besuch in der Psychiatrie in Wien??? „Guten Tag, Doktor.“ „Guten Tag, Mr. Hunter. Hier. Sie sehen: Es ist keine Verbesserung eingetreten 
“ (unverstĂ€ndliches FlĂŒstern einer FRAUENstimme, aber es nicht klar, dass es sich um Lilian handelt). Es darf erst am Ende klar werden, dass die Frau in der Psychiatrie Lilian ist!!!

Zeitebenen:

  1. Helnwein-Zeit
  2. Realzeit (Asmoda)
  3. Dorians Traum (Baron de Conde)
  4. Dorians Geburt

zu viel???

Verbindung zwischen den beiden RĂŒckblicken „Hexensabbat“ und „Dorians Geburt“:

Asmodi auf dem Hexensabbat: „Liebe und Zorn 
 verfluche deine Frau 
“

Asmodi am Kindbett: „Liebe und Zorn 
 Er hat mich betrogen 
 Dies ist die Strafe 
“

Damit wird klar, dass der „Traum“ im Bus gar kein Traum war 


So weit dieser Blick in die Vergangenheit. Bis in einer Woche an dieser Stelle, Dennis Ehrhardt

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