Ein Jahrzehnt geht zu Ende, die 2020er-Jahre beginnen in wenigen Tagen. Ich erlaube mir, nicht näher auf den Horror jener Welt einzugehen, die uns umgibt und in der wir leben. Ich möchte vielmehr über das Universum des Dämonenkillers und seine Zukunft schreiben.

Manchmal denke ich mir, dass die Erde, auf der Dorian Hunter auf Dämonenhatz geht, fast die bessere ist. Klar – da sind diese Dämonen der Schwarzen Familie, vor denen uns Hunter bewahrt, so gut es in seiner Macht steht. Aber sie ist einfacher zu begreifen und nicht so kompliziert wie die Realität.

Die Dämonen des Hunterversums töten und fressen Menschen. Sie tun die widerlichsten Dinge. Wir Autoren bemühen uns redlich, den Schrecken so lebendig wie möglich zu beschreiben, den diese Geschöpfe mit Asmodi an der Spitze verbreiten.

Als Leser – oder als Hörer – fühlt man einen wohligen Grusel, wenn wir Autoren alles richtig gemacht haben. Die Geschichten sollen ja spannend, interessant und aufregend sein. So, dass man das Buch oder Hörspiel gar nicht mehr zur Seite legen möchte und stundenlang gefesselt ist.

Die Storys führen immer wieder an Plätze und Flecken dieser Erde, die nicht sooo bekannt sind. Wir Autoren graben tief in den Sagenschätzen und den Mythologien alter Völker, um neue, unheimliche Gestalten zutage zu fördern. Wir geben dabei stets unser Bestes. Wenn Dorian Hunter auf Reisen geht, ist das für mich auch immer wieder eine schöne Sache. Ich darf mich mit fremden Kulturen beschäftigen und lerne viel Neues dazu.

Deshalb war es für mich persönlich einer der schönsten Augenblicke im Jahr 2019, als ich von Zaubermond-Verlagsinhaber Dennis Ehrhardt einen Anruf bekam und er mich fragte, ob ich denn bei der Exposégestaltung von Dorian Hunter mitarbeiten wolle. Ich bekam das Angebot, gestalterisch tätig zu werden, das Hunterversum kennen zu lernen und seine Möglichkeiten ein klein wenig auszuloten. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen.

Seit meiner Zusage sind einige Monate vergangen. Monate, in denen ich feststellen musste, dass ich die Arbeit an den Handlungsvorgaben sträflich unterschätzt hatte. Und dennoch macht sie mir ungeheuer viel Spaß. Ich jammere also vor mich hin, ich leide und fluche und genieße gleichermaßen. Ich arbeite an einer Serie mit, die mit Recht einen Kultstatus erreicht hat.

Man mache sich das mal bewusst: Der erste »Dämonenkiller«  erschien in der Mitte des Jahres 1973! In etwas mehr als drei Jahren kann der Zaubermond Verlag das fünfzigjährige Jubiläum feiern. Und noch viel näher liegt natürlich das Erscheinen des 100. Bandes der Dorian Hunter-Serie (Juni 2020).

Jenseits der realen Welt gibt es also durchaus Grund zu feiern mit unserem zynischen, trinkenden und rauchenden Helden, der es nicht so sehr mit der political correctness hält.

Dorian Hunter hat sich im Laufe der Jahrzehnte gewiss gewandelt – und ist dennoch der Alte geblieben. Er ist eine Romanfigur, die auch in den 2020ern ihre Existenzberechtigung hat und die mich beim Gestalten der Exposés immer wieder aufs Neue fasziniert. Ich freue mich, euch Leser mit Geschichten zum Gruseln zu bringen, die durchaus heftig sein können – und dennoch weitaus angenehmer sind als das, was wir heutzutage via Fernsehnachrichten, Social Media und Zeitungen aufnehmen.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein schönes Jahr 2020. Ich danke euch im Namen des Autorenteams für eure Treue und freue mich, euch auch im neuen Jahrzehnt mit Geschichten aus dem Hunterversum versorgen zu dürfen.