Wiener Blut tut keinem Zamis gut

von am 3. Dezember 2021

Während die Romanheftserie DAS HAUS ZAMIS munter weiterläuft und inzwischen bei Heft 29 („Advokat der Toten“ von Ernst Vlcek) angelangt ist, geht es natürlich auch mit der Buchserie bei uns im ZAUBERMOND-Verlag ebenso munter weiter. In den Heften wird die Saga bekanntlich von Buch 1 an nachgedruckt, und sie sind inzwischen beim 7. Band angelangt. In der aktuellen Buchserie ist jüngst Band 63 („Wiener Blut“) erschienen, und es wird wohl noch ein paar Jährchen dauern, bis die darin enthaltenen zwei neuen Romane als Heft erscheinen werden.

Langer Vorrede, kurzer Sinn: Ich möchte euch hier noch einmal den aktuellen Band kurz ans schwarze Herz legen, da darin nun wirklich einige Weichen völlig neu gestellt werden.

Carsten Kuhr, der als Rezensent die Serie schon lange begleitet, schreibt dazu auf phantastiknews.de:

„Die Verfasser schneiden Zöpfe ab. Ohne zu viel verraten zu wollen, so wirklich viele Zamis bleiben nach diesem Band nicht mehr übrig.

Und beide, sowohl Dee wie Thurner, kredenzen Grusel-Feeling satt. Da ist nichts mehr weichgespült, wie wir dies früher bei den Zamis oftmals lesen durften, da verhält sich Coco so gar nicht zimperlich, gibt es Szenen, die die Schwarze Familie in all ihrer Grausamkeit und Brutalität zeigen; Chapeau, die Herren – gut gemacht!

Abraxas bleibt weiterhin rätselhaft und im Hintergrund. Hier müssen die weiteren Bände des Zyklus noch nähere Beschreibungen und Informationen liefern. Dafür gibt es ein unerwartetes Wiedersehen mit einem gewissen Dorian Hunter – es bleibt spannend, wie sich dies fortentwickeln wird.

„Wiener Blut“ ist ein sehr stimmig und packend zu lesender Roman voller atmosphärisch dichter Grusel-Szenen, der voll überzeugt.“

Wenn das nicht überzeugend ist, den Band zu lesen … Vielen Dank, Carsten!

Mit schwarzen Grüßen
Uwe

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Uschi Zietsch über Ernst Vlcek

von am 26. November 2021

Ernst Vlcek hatte seine große Liebe namens Regina, er hatte zwei Söhne und einen großen Freundeskreis. Und dann war da noch Uschi Zietsch vulgo Susan Schwartz. Der Miterfinder des Dämonenkillers und Uschi verstanden sich von ihrem ersten Zusammentreffen an prächtig. Mehr zu dem ganz besonderen Verhältnis zwischen den beiden hat mir die Autorin und Verlegerin in einem kleinen Interview verraten.

F: Uschi, wann hast Du Ernst kennengelernt? Kannst Du Dich noch an die genaueren Umstände erinnern?

A: Zuerst bin ich mit Ernst in Briefkontakt getreten, und zwar 1980, als Mythor 1 erschien und er die Gestaltung der Leserkontaktseite über hatte. Es wurde daraus ein ziemlich regelmäßiger Briefwechsel. Persönlich kennengelernt habe ich ihn und seine Frau Regina 1983 beim Weihnachtsfest von Heyne. Mein erster Roman war soeben angenommen worden, ich bin zusammen mit meinem Mann Gerald hingegangen und war extremst aufgeregt. Wir haben uns gegenseitig sofort erkannt und waren auf Anhieb „gute alte Freunde“, wie man so schön sagt.

F: Ernst war für Dich also ein ganz besonderer Mensch und Freund. Was war das Besondere an eurem Verhältnis?

A: Wir hatten ab dem ersten Moment eine ungeheure Affinität zueinander, eine tiefe Verbindung, die man schwer erklären kann. Er war mein bester Freund und ich seine beste Freundin. Wo auch immer wir uns getroffen haben, klebten wir aneinander, wie zwei Magneten, da konnten wir gar nichts machen. Ab dem Mailzeitalter haben wir uns jeden Tag mindestens einmal gemailt, bis zu seinem Tod. Gesehen haben wir vier uns ein paarmal im Jahr privat in Wien oder bei uns und ansonsten auf Cons und Autorenkonferenzen.

F: Für Ernst hatte die „Dämonenkiller“-Serie immer eine besondere Bedeutung. Sie war nun mal sein eigenes Kind und ist zum Teil nach seinen Entwürfen geschrieben worden. Habt ihr euch öfter mal über dieses Thema unterhalten?

A: Ja, vor allem, als Zaubermond die Neuauflage plante – das hat ihn sehr glücklich gemacht. Er liebte den Dämonenkiller am meisten von allen seinen Werken. Da konnte er so richtig mal die „Horror-Sau“ rauslassen, wie er schmunzelnd meinte. Dabei war er ein sehr friedlicher Mensch.

F: Du hast selbst schon für COCO ZAMIS geschrieben. Hat Ernst Dir die Expos geschrieben? Hat er Dich damals bei der Arbeit unterstützt?

A: Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, wer damals die Expos geschrieben hat, Ernst war es aber nicht. Aber er hat sich sehr gefreut, dass ich dabei war und meine Fragen geduldig beantwortet.

F: Ganz besonders am Herzen gelegen ist ihm sein SF-Epos Sternensaga, die bei Dir in vier Bänden im Fabylon-Verlag erschienen ist. Der letzte Band wurde posthum veröffentlicht. Wie waren da die näheren Umstände?

A: Ja, die Sternensaga war für ihn am meisten von Bedeutung, eine Herzensangelegenheit, weil sie tief aus ihm kam und er sie trotz Veröffentlichung nur für sich und auch allein geschrieben hat.
Die ersten drei Bände waren ursprünglich als Heftromane erschienen, aber die Serie kam nie zum Abschluss. Ernst hat das bereits Veröffentlichte stark überarbeitet und freute sich sehr, nach Jahrzehnten endlich den Abschlussband schreiben zu können. In dem finden sich auch sehr viele – humorvolle – Hinweise auf sich selbst, und eine Katze – sein Lieblingstier – spielt eine wichtige Rolle. Er hat mit dem Band sein Lebenswerk zum Abschluss gebracht und alle Fäden zusammengeführt. Ernst schickte mir die Mail mit Anhang und ich versprach, mich gleich nach dem Wochenende bei ihm zu melden, sobald ich hineingeschaut hätte. Gleichzeitig schickte er mir noch die Beantwortung des Interviews, das mit ins Buch sollte. Die Premiere sollte wenige Wochen später in Köln auf dem ColoniaCon gefeiert werden. Er sei zufrieden, schrieb er mir noch, und jetzt sei alles gut und zu Ende. Darauf habe ich in dem Moment natürlich nicht so geachtet.
Bis der Anruf noch am Wochenende aus Wien kam, dass Ernst gestorben wäre …

Hier ist der Link zur „Sternensaga“ auf der Homepage des Fabylon-Verlags: https://www.fabylon.de/produkt/vlcek-ernst-sternensaga-gesamtausgabe-band-1-4-900-seiten/

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Musik aus der Baring Road!

von am 20. November 2021

Liebe Dorian Hunter Fans!

Ich möchte mich hier einmal kurz bei euch vorstellen. Ich heiße Dennis Simcott, wohne und arbeite in London für Zaubermond und bin, unter anderem, für den Schnitt bei Zaubermond zuständig.

Zudem komponiere ich auch „location-spezifische“ Musik für die Dorian Hunter Hörspiele. Andreas Meyer, der den Großteil des Dorian Hunter Soundtracks komponiert hat, hat sich vor einiger Zeit anderen Projekten gewidmet; und doch wird dieser markante Hauptteil natürlich weiterhin in den kommenden Folgen zu hören sein! Aber da Dorian Hunter immer wieder um die ganze Welt reist, finde ich es schön, wenn das musikalisch hier und da auch untermalt wird. Zum Beispiel, in Folge 46 „Mörder der Lüfte“, da habe ich versucht die Hitze und den Staub von Mexiko musikalisch einzufangen und unter den Monologen von Enrique Castuto und Coco Zamis gelegt. In Folge 45 „Lykanthrophus“ habe ich versucht den beklemmenden dunklen Wald, und das unheimliche Geschehen in der „Hexenhütte“ zu unterstreichen. Und in Folge 44 „Der Teufelseid“ habe ich einigen Szenen griechische Folklore Elemente verpasst. Nicht zu vergessen ist die Titelmelodie von Uwe Voehls „Der Hexenhammer“.

Ich kann jetzt schon verraten, dass wir Dorian in der nächsten Folge in der Südsee wiedersehen werden. Das Skript ist schon geschrieben, die Aufnahmen gehen bald los, und ich bastele bereits an der Musik.
So! Und wie genau die Arbeit am Schnitt aussieht, das erzähle ich dann beim nächsten Mal!

Ach! Das hätte ich fast vergessen! Ich wohne nur 20 Minuten mit dem Auto entfernt von der „Baring Road“. Na, wer von euch weiß wer da wohnt? Ich habe sogar versucht an der Tür zu klingeln, aber sofort einen elektrischen Schlag bekommen. Tja, kein Zutritt für Vampire! 🙁

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Der schwarze Jahrmarkt

von am 12. November 2021

Bereits am Dienstag erschien das 28. DAS HAUS ZAMIS-Romanheft, das den Titel „Der schwarze Jahrmarkt“ trägt. Es war mein vierter Beitrag für die damals immer noch junge Serienfortsetzung im ZAUBERMOND-Verlag. Ich bin beileibe kein Vielschreiber, obwohl sich im Laufe der Jahrzehnte einige Romane angesammelt haben und ich selbst manchmal staune, wie oft zurzeit ein Roman von „Logan Dee“  am Kiosk ausliegt. Das jedoch ist der Tatsache geschuldet, das nun mit den UFO-AKTEN eine weitere Serie neu aufgelegt wurde, an der ich damals mitgeschrieben habe.

An die meisten meiner Romane erinnere ich mich infolge meines immer noch überschaubaren Werks recht gut, aber seltsamerweise kaum an den „Schwarzen Jahrmarkt“ – als hätte ein dämonischer Hypnotiseur ihn mir aus dem Gedächtnis getilgt. Vielleicht liegt es auch daran, dass mich Schausteller und Jahrmärkte, oder Kirmes (der Plural will mir nicht über die Lippen) wie man hier sagt, schon immer fasziniert haben. Auch und besonders in literarischer Form, ich denke da an Romane wie „Das Böse kommt auf leisen Sohlen“ oder an den Stummfilmklassiker „Das Cabinett des Dr. Caligari“. Insofern habe auch ich mich öfters des Themas angenommen, sodass vielleicht „Der schwarze Jahrmarkt“ in meinem Gedächtnis verwoben ist mit anderen meiner und fremder Autoren Werke.

Kurzum: Ich nahm die Neuauflage zum Anlass, meinen eigenen Roman noch einmal neu zu entdecken.

Worum geht es darin? Nun, der Roman beginnt damit, dass Coco von ihrer Familie dazu verdonnert wird, die nächsten zwölf Monate in Uruguay zu verbringen:

Bei einem Großonkel meines Vaters, Enrico Cortez, sollte ich weiter in die Lehre gehen.

Wenn den Worten meines Vaters zu trauen war, dann war er ein ausgezeichneter Hexer.

Obwohl ich nicht untalentiert war, machte ich nicht den Fehler zu glauben, dass ich nicht noch dazulernen konnte. Wenngleich Uruguay so ziemlich der letzte Flecken war, wo ich für ein Jahr meine Jugend verschwenden wollte. Wie es aussah, hatte ich jedoch keine andere Wahl. Ich musste von der Bildfläche verschwinden, um Asmodi, dem Oberhaupt der Dämonen, eine Art Bauernopfer zu bieten. Erstens interessierte er sich nicht für Südamerika, was seine Machtspielchen anbelangte – dafür waren ihm die dortigen Sippen zu unbedeutend – und zweitens konnte er stolzen Hauptes verkünden, erreicht zu haben, mich für ein Jahr in die Verbannung zu schicken, damit ich ihm nicht mehr in die Quere kommen konnte.

Offiziell also hatten sich die Zamis gefügt.

Doch inoffiziell wusste jeder, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis wir wieder aneinandergerieten.

Zwölf Monate würde ich nicht nach Wien zurückreisen dürfen. Eine schier endlose Zeit …

Doch nicht ganz unfreiwillig landet Coco in Brasilien, in der brodelnden Metropole Rio de Janeiro. Dort nun trifft sie auf den schwarzen Jahrmarkt, mit dem es folgende Bewandtnis hat:

»Hallo, schöne Senhora«, hörte ich von hinten eine Stimme. »Noch allein heute Nacht? Wie wär’s, wenn wir zusammen den schwarzen Jahrmarkt besuchen?«

Ich drehte mich herum und sah einen glutäugigen Latino. Er sah ganz passabel aus, aber ich hatte nicht die geringste Lust, mich mit ihm einzulassen. Allerdings fachten seine Worte meine Neugier weiter an.

»Ein schwarzer Jahrmarkt? Was heißt das?«

»Du bist wohl das erste Mal hier, was?« Er sah mich abschätzend an. Anscheinend wusste er nicht, was er davon halten sollte. Ich spürte sein aufkeimendes Misstrauen. Doch bevor er sich weitere Gedanken machen konnte, fixierte ich seinen Blick und versetzte ihn in eine leichte Hypnose. Ich zwang ihm meinen Willen auf und befahl ihm, sein Ressentiment mir gegenüber zu vergessen.

»Also, was hat es nun mit dem schwarzen Jahrmarkt auf sich?«, wollte ich wissen.

Er zuckte die Schultern. »Du kannst dort dein Glück machen.«

»Was heißt das?«

»Das erste Mal hat mich mein Freund mitgenommen. Er ist heute millionario. Auf dem schwarzen Jahrmarkt findest du alle Sorten von Glücksspiel. Du brauchst nicht viel einzusetzen – doch umso mehr kannst du gewinnen.«

Ich runzelte die Stirn. »Ist das alles? Diese Menschen strömen dorthin, um zu spielen?« Die Musik und die Geräuschkulisse, die von weither herüber drang, erinnerte eher an eine Kirmes, wie ich sie vom Prater her kannte, mit seinen Karussells und Würstelbuden. Auch die bunten Lichter wirkten eher wie die eines Vergnügungsparks als eines Areals, auf dem Wetten stattfanden.

»Na ja, alles ist natürlich schön verpackt. Außer den Wetten gibt es alle Arten von Vergnügungen. Manche sind umsonst – andere sind unerschwinglich. Es sei denn, du gewinnst wie mein Freund.«

Natürlich erwarten Coco dort noch einige weitere „Überraschungen“, und wo sich Coco aufhält, ist auch die Schwarze Familie nicht weit. Mehr aber möchte ich an dieser Stelle wirklich nicht verraten, sondern wünsche schauriges Vergnügen beim Lesen oder Wiederlesen!

Uwe

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Die Wanderwege der Dämonen

von am 5. November 2021

Bei mir sind Beruf und Freizeit eng ineinander verwoben. Eigentlich lässt sich kaum ein Unterschied machen. Vor allem, da ich seit mehreren Monaten mit dem Motorrad kreuz und quer durch Europa fahre. Ich arbeite/schreibe an den Abenden, bin aber während der Fahrt auch nicht untätig. Die kleinen grauen Zellen arbeiten immer.

Unter anderem suche ich nach Schauplätzen, an denen einmal ein Dorian Hunter-Roman spielen könnte. Oder ich informiere mich lokal über Märchen, Sagen und Legenden. Oder über historisch belegte Ereignisse, die ich in Erzählungen rings um den Dämonenkiller einfügen könnte.

In der Bretagne war es ein Kloster, dessen Überreste unmittelbar neben einem Leuchtturm an einem Kap im westlichsten Teil stehen. Das Département heißt Finistère, abgeleitet vom römischen „finis terrae“, der Bezeichnung für das Ende der Welt. Denn ab dort gibt’s wirklich nur noch Ozean (abgesehen von wenigen, kaum bewohnten Inseln). Natürlich existieren Geschichten. Zum Beispiel die von einer Frau, die durch die Ruinen des Klosters wandert und nach ihrem Mann, einem Seemann, sucht. Die Dichte an versunkenen Schiffen ist kaum an einem Ort größer als rund um dieses Kap.
Dementsprechend wurde auch ein Denkmal für all die „verlorenen Seelen“ errichtet. Eine steinerne Frau blickt sehnsuchtsvoll von ihrer Säule hinaus auf den Ozean, stellvertretend für all jene, die einen Mann an die See verloren haben.

Finistèrre hat ein Gegenstück in Spanien, am fast westlichsten Punkt von Festland-Europa. Pilger, die den Jabobsweg beschreiten, beschließen ihre Reise in Santiago de Compostela. Manche aber nehmen nochmals etwa 70 Kilometer auf sich, um endlich am „Cabo Fisterra“ zu stehen und das Ende ihrer Pilgerfahrt zu feiern.
Interessanterweise gibt es auch einen Pilgerweg vom französischen zum spanischen „Ende der Welt“. Ich schätze, dass die Distanz etwa 1.400 Kilometer beträgt. Und hier bin ich letztlich beim Kern dieses Textes angelangt: Ganze Landstriche sind durch das Netz der Wanderwege geprägt. Oftmals sind die Gegenden menschenleer. Starker Wind bläst vom Ozean kommend darüber hinweg. Die Wanderer müssen sich gegen Sturmböen stemmen, um die nächste Unterkunft zu erreichen. In den kleinen Dörfern bewegt sich kaum etwas, niemand bewegt sich auf den Straßen. Nur in den Lokalen herrscht Betrieb, ab und zu tuckert ein Traktor durch die kleinen, oftmals gepflasterten Straßen … Im Schatten eines der steinernen Häuser bewegt sich jemand. Oder etwas … Ein dämonischer Wanderer etwa?

Seht ihr, was ich meine? Die Realität lässt sich kaum von den Geschichten trennen. Der Mythos vom Jakobsweg will erzählt und im Rahmen der Dorian Hunter-Buchserie neu interpretiert werden. Es geht einfach nicht anders.

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Das DORIAN HUNTER HALLOWEEN-GEWINNSPIEL!

von am 29. Oktober 2021

Liebe Fans! Zu gewinnen gibt es das Skript zur DORIAN HUNTER Folge 46, „Mörder der Lüfte“, signiert von Thomas Schmuckert und Dennis Ehrhardt!


Um mitzumachen, schreibt uns was euch besonders an der Serie gefällt.

jugendstilvilla@dorianhunter.de


Das Gewinnspiel endet am Sonntag den 31. Oktober 2021 um 23.59 Uhr. Viel Glück!


Unsere Teilnahmebedingungen: http://bit.ly/zaubermond-teilnahmebedingungen

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Coco Zamis: Das Ende …

von am 23. Oktober 2021

Aber wie heißt es so schön: Niemals geht man so ganz. Die DAS HAUS ZAMIS-Serie geht natürlich weiter. Aber von einigen liebgewonnenen Familienmitgliedern gilt es Abschied zu nehmen. Von welchen, das sei an dieser Stelle natürlich nicht verraten.

Seit DAS HAUS ZAMIS Band 33 („Töte Dorian Hunter“), in dem wir uns von der Mutterserie DORIAN HUNTER abkoppelten, haben wir ein großes, weitumspannendes Panorama gewoben, das in viele Teile der Welt führte, aber vor allem und immer wieder auch in Wien verortet war. Viele Bücher drehten sich um das Café Zamis, mit dem Coco die große Hoffnung verband, einen Ort zu schaffen, an dem Dämonen und Menschen friedlich nebeneinander verkehrten. Das war ebenso ein Trugschluss wie Cocos bisheriges Bemühen, sich von ihrer Familie zu lösen. Blut ist eben dicker als der beste Vorsatz.

In den letzten Büchern waren es insbesondere der geheimnisvolle Monsignore Tatkammer und der Überdämon Abraxas, der Coco und ihrer Familie das Leben immer schwerer machten. Nun, all das strebt nun, im vorliegenden Band 63 („Wiener Blut“) seinem vorläufigen Höhepunkt zu.

Ach ja: Und eine Frage stellte sich auch noch! Wie ist es inzwischen eigentlich Georg Zamis und Juna ergangen? Auch das erfahrt ihr endlich!

Als wäre die Handlung nicht schon prallvoll und abwechslungsreich wie selten, bringt Michael Marcus Thurner noch einen neuen Wiener Dämon ins Spiel: Hubsi von Schallenberg. Und wir erfahren endlich, was ein Schwarzes Bankett ist:

Wir bekamen Plätze am Oval des Tischs zugewiesen, mit Blick auf das große, offene Feuer im Hintergrund. Mein Vater warf den Sack achtlos zu Boden, ein dumpfes Stöhnen drang daraus hervor. Kein Zweifel: Darin befand sich ein Wesen, das lebte.

Noch lebte, fügte ich in Gedanken hinzu.

Aperitifs wurden gereicht. Verdünntes Blut, vermengt mit Speichel eines angeblichen Phoenix und einem ausgehärteten Eiterrand aus menschlichem Wundschorf. Die Anwesenden langten eifrig zu. Auch beim Finger-Food, das tatsächlich aus Fingern bestand.

Ich entdeckte einige bekannte Gesichter unter den Gästen. Einige Blicke trafen uns, kaum jemand wollte uns persönlich grüßen. Die Stimmung unter den Wiener Dämonen war höchst angespannt. Aber wann, so fragte ich mich, war sie das denn nicht?

Ein Rumpeln erklang, gleich darauf lautstarkes Gelächter. Im Kamin loderten die Flammen, meterhoch befüttert aus Fetttiegeln, die von Tiermenschen in die Flammen geschüttet wurden.

Ein Schemen ließ sich im Feuer erahnen. Breit und kugelrund, mit kurzen Beinchen und einem kürbisgroßen Kopf.

Hubsi von Schallenberg genoss seinen großen Auftritt. Er trug das Blut alter Feuerdämonen in sich, besaß aber bei Weitem nicht mehr die Macht und die Kraft seiner Vorfahren. Aber es reichte, um die Zuseher zu beeindrucken und durchs Feuer spazierend in die Halle zu gelangen. Hinter ihm torkelten seine ebenso feiste Frau hinterher und zwei Söhne, die beide dünn wie Striche waren.

„Willkommen, willkommen!“, dröhnte Hubsis Stimme, sobald er die Flammenwand hinter sich gelassen hatte. „Es freut mich, euch an meinem Ehrentag begrüßen zu dürfen. Gibt es denn etwas Schöneres, als gemeinsam mit Freunden zu feiern und sich bei einem Schwarzen Bankett zu laben?“

Da und dort klang Applaus auf. Vater verschränkte demonstrativ die Arme vor der Brust, Mutter und ich reagierten ebenfalls nicht auf die beifallheischende Ansprache.

Hubsis Anzug war zur Gänze verbrannt. Ein Diener reichte ihm neues Gewand, in das der Hausherr mit aufreizender Langsamkeit schlüpfte. Er schien stolz auf seinen feisten Körper zu sein. Genauso wie seine Dämonengattin, die bloß dumm grinste.

Nun, Sophie war auch dumm. In Dämonenkreisen wurde eifrig darüber diskutiert, ob sie oder ihre beiden Kinder blöder waren.

„Ganz besonders herzlich möchte ich den Herrn der Wiener Dämonensippen begrüßen. Es freut mich außerordentlich, dass Michael Zamis samt seiner Gattin und seiner liebreizenden Tochter mir die Ehre gibt.“

Wieder blieb der Applaus spärlich. Ich beobachtete aufmerksam und achtete darauf, wer seinen Widerwillen gegen die Familie Zamis besonders deutlich zeigte.

„Mein bezauberndes Eheweib Sophie hat während der letzten Wochen daran gearbeitet, euch allen einen besonderen Abend bieten zu können.“

„Jo!“, grunzte Sophie und schwieg dann wieder.

„Euch erwarten die verderbtesten Verlockungen, die in Wien zu haben waren. Lukullitäten, die selbst unseren Herrn Asmodi begeistern würden. Ein Begleitprogramm und Unterhaltungen, wie sie kaum woanders auf dieser Welt zu haben sind. – Wer Lust hat, kann sich noch vor dem Abendessen unter das gemeine Volk mischen und sich einer kleinen Orgie hingeben. Aber ich würde raten, dass ihr euch die Kräfte einteilt. Es wird im Laufe der Nacht viel geschehen, was ihr niemals zuvor erlebt hat.“

Hörte ich da eine Drohung aus Hubsis Worten heraus? – Meine Blicke schweiften immer wieder umher. Ich achtete auf die Tierdämonen und auf die sonderbaren Wesen unterhalb der Decke. Jedes geflüsterte Wort anderer Dämonen wirkte bedrohlich auf mich, jedes hässliche Lachen ließ mich innerlich zusammenzucken …

Und das ist erst der Anfang des Banketts! Das Exposé zum nächsten Buch ist übrigens schon geschrieben. Und es trägt den hoffnungsfrohen Titel: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber…“ – Quatsch! Ich meinte natürlich: – „…das Böse inne!“

Mit schwarzen Grüßen
Uwe

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Aus der Werkstatt

von am 17. Oktober 2021

Entschuldigt die kurze Pause, die wir uns letzte Woche in diesem Blog gegönnt haben, obwohl gerade erst die DORIAN HUNTER-Hörspielfolge 46, „Mörder der Lüfte“, und DAS HAUS ZAMIS Buch 63, „Wiener Blut“, erschienen sind. Übrigens gibt es bereits die ersten Rezensionen sowohl zum Hörspiel als auch zum Buch:

DORIAN HUNTER Hörspielfolge 46, „Mörder der Lüfte“

„Eine Ausnahmeserie, die sich mit jeder Folge treu bleibt.“ (FFM-Rock.de)

Es gab ja schon viele Bösewichte innerhalb der Serie, aber Castuto gehört meiner Meinung nach ganz sicher zu den finstersten und gemeinsten unter Dorian Hunters Widersachern.“ (hoerspielsachen.de)

Jedes noch so kleinste Geräusch ist durchdacht, jeder Ton fast schon kleinlich konzipiert, die Szenen soundgewaltig und auf Grund des Themas von Cocos Schwangerschaft sicherlich nicht für jedermann bzw. jederfrau ohne Einschränkungen geeignet.“ (traumwelt-hoerspiel.de).

DAS HAUS ZAMIS Buch 63, „Wiener Blut“

„‚Wiener Blut‘ ist ein sehr stimmig und packend zu lesender Roman voller atmosphärisch dichter Grusel-Szenen, der voll überzeugt.“ (phantastiknews.de)

Wir arbeiten derweil bereits mit Hochdruck an den kommenden Neuerscheinungen. Hier ein kleiner Blick „hinter die Kulissen“: Aktuell schreibe ich an den Hörspielskripten für Folge 47 und 48 – ja, an beiden gleichzeitig, da sie beide Dorians Suche nach Coco Zamis weitererzählen. Das Skript zu Folge 47, das auf dem Roman „Panik“ von Earl Warren basiert, ist so umfangreich, dass das Hörspiel möglicherweise als Doppelfolge erscheinen muss. In jedem Fall wird die Folge erst im Juni 2022 erscheinen, da die Zeit für eine Veröffentlichung im Februar zu knapp bemessen ist. Grund dafür ist unter anderem, dass zum 1. März 2022 die DORIAN HUNTER-Folgen 1-24 vom Universal-Music-Label „Folgenreich“ zu Zaubermond zurückkehren. Diese einschließlich der beiden Doppelfolgen 10.1, 10.2 sowie 22.1 und 22.2 insgesamt 26 Hörspiele (!) müssen in den Zaubermond-Katalog und die entsprechenden Systeme eingepflegt werden, was sich leichter anhört, als es tatsächlich ist. Außerdem muss eine solche Rückkehr natürlich gebührend gefeiert werden. Aus diesem Grund erwartet euch zum Frühjahr eine Überraschung, die das Herz eines jeden echten Sammlers höher schlagen lassen wird …

DAS HAUS ZAMIS Romanheftneuauflage
Band 31, „Die sterbende Hexe“

Das Skript zu Folge 48 wiederum basiert auf dem Roman „Blut von Lukretia“ von Neal Davenport. Beide Skripte werde ich wohl gegen Ende Oktober finalisieren können, wobei ich zuletzt einige Tage pausieren musste, um die Leserseiten und Ankündigungen für DORIAN HUNTER Band 86-88 sowie DAS HAUS ZAMIS Band 31-33 zu schreiben – gemeint ist dabei natürlich die Romanheftneuauflage beider Serien, die beim Bastei-Verlag erscheint. Kleine Anekdote am Rande: Mit Band 31, „Die sterbende Hexe“, wird der erste DAS HAUS ZAMIS-Roman von Christian Montillon neu aufgelegt. Der Roman war seinerzeit sogar das erste professionell veröffentlichte Werk von Christian Montillon überhaupt, der inzwischen nicht nur die Exposéführung für PERRY RHODAN übernommen hat, sondern unter seinem richtigen Namen Christoph Dittert Jugendbuch-Bestseller für „Die drei Fragezeichen“ und Science-Fiction-Epen wie „Fallender Stern“ für den Piper-Verlag verfasst. Welch eine interessante Reise also in Christophs schriftstellerische Vergangenheit!

DORIAN HUNTER Kalender
DORIAN HUNTER Kalender 2022

Zum Abschluss verweise ich noch einmal auf den neuen DORIAN HUNTER-Kalender, der exklusiv und nur noch für die nächsten zwei Wochen hier unter www.zaubermond.de vorbestellt werden kann. Der Kalender zeigt 13 ausgewählte DH- und DHZ-Titelbilder von Mark Freier und wird im Format A5 umweltneutral mit Pflanzenfarben gedruckt. Eine Bestellung ist nur noch bis zum 31. Oktober möglich, da sich die Druckauflage direkt an den Vorbestellungen orientiert. Eine Nachauflage wird es nicht geben!

Viele Grüße und bis kommenden Freitag, wenn der nächste reguläre Blogbeitrag an dieser Stelle erscheint!

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Oktober-Neuheiten: kurze Lieferverzögerung!

von am 1. Oktober 2021

Endlich haben wir wieder etwas für euch zum Lesen und Hören!

Dazu ein wichtiger Hinweis: Der Versand an unsere Abonnenten und Vorbesteller erfolgt aufgrund einer Lieferverzögerung erst am kommenden Montag, den 4. Oktober. Wir bitten euch also noch um ein paar Tage Geduld! – Alle weitere Informationen zu den Neuheiten (inklusive neuer Hörprobe) gibt es in unserem Redaktionsvideo, in dem Dennis Ehrhardt außerdem einen Hinweis darauf gibt, wie es mit den Hörspielen und Bücher von DORIAN HUNTER weitergeht …

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DORIAN HUNTER Kalender 2022

von am 26. September 2021

Ein hübsches Extra unter dem Weihnachtsbaum: Ab sofort ist der DORIAN HUNTER-Kalender für das Jahr 2022 exklusiv hier im Zaubermond-Shop vorbestellbar!

Der Kalender erscheint wie im Vorjahr im Format A3 und zeigt 13 ausgewählte Mark-Freier-Titelillustrationen der Serien DORIAN HUNTER, DAS HAUS ZAMIS und HEXENHAMMER. Ebenso wie im Vorjahr sind alle 13 Seiten umweltfreundlich mit Pflanzenfarben gedruckt und der Kalender als klimaneutral zertifiziert.

Wir bitten euch jedoch zu beachten: Da wir den Kalender einmalig auf Basis der Vorbestellmenge drucken, sind Vorbestellungen nur hier im Shop und nur bis einschließlich 31. Oktober 2021 möglich! Nach dem 31. Oktober wird der Kalender in der bestellten Menge gedruckt, weshalb keine Bestellungen mehr entgegengenommen werden können! Die Auslieferung erfolgt Mitte Dezember.

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