DAS HAUS ZAMIS startet im Romanheft!

von am 23. Oktober 2020

Das Haus Zamis RomanheftLiebe Nachtmahre, Ghoule, Aufhocker und DORIAN HUNTER-Fans, in vier Tagen ist es so weit – die Serie DAS HAUS ZAMIS wird zum ersten Mal überhaupt in Romanheftform am Kiosk ausliegen!

Mit Band 1, „Hexensabbat“, und Band 2, „Die Todesmelodie“, beginnt die Lebens- und Leidensgeschichte der Hexe Coco Zamis, die innerhalb der Schwarzen Familie aufwuchs und sich schließlich im Alter von 22 Jahren in den Dämonenkiller Dorian Hunter verliebte und um seinetwillen die Seiten wechselte.

Was aber hat Coco erlebt, bevor sie auf Dorian getroffen ist? Diese „dunklen“ Jahre blieben für DORIAN HUNTER-Leser lange ein Geheimnis. Erst mit den obigen beiden Romanen, die erstmalig als Band 31 und 32 der DORIAN HUNTER-Serie erschienen, gab Autor Neal Davenport einen ersten Einblick und erzählte von Cocos Leben an der Seite ihrer Eltern im feinen Wiener Stadtteil Hietzing und wie Coco auf dem Schloss ihres Onkel Cyrano von Behemoth zur Hexe ausgebildet wurde. Die Zamis sind Hexer und die mächtigste Familie Wiens, womit sie auch einen gewissen Einfluss innerhalb der Schwarzen Familie ausüben, deren Mitglieder in Tarngestalt unter den Menschen leben …

Cocos Lebensgeschichte und bald darauf auch die Geschichte ihrer Familie zogen die Leser so sehr in ihren Bann, dass daraus die Saga DAS HAUS ZAMIS erwuchs – ein klassisches Spin-Off, das es, Stand heute, auf 61 Bücher bringt.

Nun wird DAS HAUS ZAMIS im Bastei-Verlag als Romanheft neu aufgelegt und kehrt damit erstmals überhaupt  zu den Wurzeln der DORIAN HUNTER-Serie zurück, worüber ich mich besonders freue! Ab sofort erscheint alle 14 Tage ein neues Romanheft von DAS HAUS ZAMIS, immer im Wechsel mit DORIAN HUNTER. Parallel bleiben sämtliche Bücher der Serie natürlich weiterhin hier im Zaubermond Verlag lieferbar bzw. wird die Buchedition im Juni 2021 mit Band 62 fortgesetzt.

Zum Abschluss möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf den kommenden DORIAN HUNTER-Kalender 2021 hinweisen. Der Kalender erscheint vierfarbig im Format A3 und zeigt auf insgesamt 13 Seiten eine Auswahl bisheriger Titelbilder der Serie. Der Kelander wird komplett ökologisch und klimaneutral produziert. Der Druck erfolgt z. B. unter Verwendung von Solarstrom und Pflanzenfarben. Da der Kalender nur auf Vorbestellung gefertigt wird, ist eine Bestellung nur noch bis zum 31. Oktober und ausschließlich hier in unserem Zaubermond-Webshop möglich. Der Versand erfolgt ca. Mitte Dezember. Eine zweite Auflage wird es nicht geben!

Viel Spaß mit dem ersten Coco-Abenteuer im Romanheft und bis nächste Woche! – Dennis

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Ausblick auf die nächsten Romanheft-Cover

von am 11. September 2020

Nächste Woche bringen wir an dieser Stelle eine hübsche kleine Überraschung für Liebhaber der großartigen DORIAN HUNTER-Illustrationen von Mark Freier … Zur Einstimmung gibt es deshalb heute einen Ausblick auf die demnächst erscheinenden DH-Romanhefte. Einige der Illustrationen hat Mark nämlich – übrigens genauso wie die des aktuell erhältlichen Bandes 53 – exklusiv für die Romanheftneuauflage angefertigt. Wie üblich zeigen wir euch die Titelbilder in der Fassung, in der wir sie an den Bastei-Verlag liefern, das heißt, ohne die Bastei-Fußzeile:

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DAS HAUS ZAMIS ab Oktober bei Bastei!

von am 25. Juli 2020

Noch vier Tage bis zum offiziellen Erscheinungstermin von DORIAN HUNTER-Romanheft Nr. 50, doch inzwischen ist die Katze schon aus dem Sack und geistert durchs Netz. Ja, die Spin-Off-Serie DAS HAUS ZAMIS wird ab dem 27. Oktober bei Bastei als zweite Romanheft-Nachdruckreihe neben DORIAN HUNTER starten. Wie ihr oben seht, haben wir dem Logo extra für die Heftnachdrucke ein kleines Upgrade in rot verpasst, damit sie sich am Kiosk besser von der DORIAN HUNTER-Serie abhebt. (Bei der Buchausgabe wird allerdings das bisherige weiße Logo beibehalten.)

Anlässlich der Nachricht erreichen uns natürlich im Augenblick viele Fragen von euch, die wir in den nächsten Wochen und Monaten bis zum Start hier im Blog sowie natürlich auf der DORIAN HUNTER-Leserseite „Mystery-Press“ beantworten werden. Beginnen möchte ich an dieser Stelle mit einer Mail von Karsten, die mich schon vor langer Zeit erreicht hat, die ich aber aus naheliegenden Gründen nicht früher beantworten konnte. Dies werde ich allerdings auf der Leserseite von DH-Heft 51 nachholen. Hier nun der entsprechende Spoiler …

Hallo Dennis, mittlerweile ist die Nummer 40 erschienen. Und die Coco-Zamis-Jugendabenteuer sind erzählt. Ich finde, dies ist der passende Zeitpunkt, DAS HAUS ZAMIS als Spin-Off zu starten. Wenn ihr die Romane ebenfalls 14-tägig herausbringt, dann haben wir Leser jede Woche einen Roman zu lesen. Ihr könntet ja mit dem Merlin-Zyklus starten und schauen, wie die Serie so ankommt. Was hältst du davon?


Ich halte sehr, sehr viel davon, lieber Karsten, weshalb ich zwischendurch auch immer wieder beim Verlag auf der Matte stand und nach den Aussichten für eine Romanheftserie DAS HAUS ZAMIS fragte. Wie es aber eben in einer größeren Maschinerie ist, muss so ein Projekt auch zeitlich ins Programm passen, und das war erst jetzt gegeben. Darum erfolgt der Startschuss für DHZ nun am 27. Oktober.

Mit „Cocos Jugendabenteuern“ hast du natürlich die DH-Bände 31 und 32 gemeint, in denen Coco sich während ihrer Gefangenschaft bei Skarabäus Toth an ihre Kindheit erinnert. In der Tat bilden diese Vergangenheitspassagen, die jeweils fast Romanheft-Länge haben, die Grundlage für DAS HAUS ZAMIS. Weswegen wir sie – wie auch schon in der Buchausgabe – aus den beiden DH-Romanen herauslösen und die Texte noch einmal als notwendige Auftaktbände 1 und 2 von DAS HAUS ZAMIS bringen werden. Aber auch die Veröffentlichungen ab Band 3, mit denen DHZ dann richtig Fahrt aufnimmt, werden in vielfacher Hinsicht bemerkenswert sein, worauf ich dann zu gegebener Zeit noch eingehen werde.

Ich freue mich jedenfalls riesig über die Anerkennung und das Vertrauen, das Bastei DHZ entgegenbringt – vor allem, weil diese faszinierende Serie vielleicht noch mehr als DH die Grenzen des Romanhefts sprengt und bisher noch nie in Romanheftform veröffentlicht worden ist!

Soweit das Zitat aus der „Mystery-Press“ von DH 51. Bis nächste Woche an dieser Stelle!

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50 Hefte DH-Neuauflage – und eine Ankündigung!

von am 17. Juli 2020
Dorian-Hunter-DH-Neuauflage

Heute in elf Tagen, am 28. Juli, erscheint Band 50 der DORIAN HUNTER-Nachdruckserie bei Bastei. Auch wenn echte DH-Fans natürlich wissen, dass der eigentliche Jubiläumsband „Das Kind der Hexe“ erst zwei Wochen später erscheint, umfasst die Leserseite Mystery-Press in Band 50 ganze sechs Seiten und enthält eine Zeitleiste, die Uwe Schnabel, seines Zeichens wandelndes Dämonenkiller-Lexikon, und ich gemeinsam erstellt haben. Darin geben wir einen Überblick über die Entstehung der Serie und ihren späteren Verlauf über viele Auflagen bei unterschiedlichen Verlagen, Hörspielprojekten etc. hinweg. Den Anfang dieser Zeitleiste möchte ich euch heute schon mal als kleinen Appetithappen präsentieren:

1972: Ernst Vlcek (1941–2008) und Kurt Luif (1942–2012) stellen bei einem Treffen im September in einer Wiener Kneipe die ersten Überlegungen über eine neue Horror-Serie an.
Im Oktober reicht Ernst Vlcek das Exposé zu einem Roman mit dem Titel „Hexensabbat“ (alternativ: „Die Hexenburg“) ein, in dem ein gewisser Dorian Joker auf einem Schloss seinen acht dämonischen Brüdern begegnet und sich gegen sie stellt. In der Urversion hatte Dorian sogar noch den Namen Fred Dandor.

1973: Am 17. Juli erscheint der nach dem Exposé verfasste Roman unter dem Titel „Im Zeichen des Bösen“ als Band 23 der VAMPIR-HORROR-ROMAN-Reihe im Pabel-Verlag. Aus Dorian Joker ist Dorian Hunter geworden, und die Romane erhalten von Beginn an den Untertitel „Der Dämonen-Killer“. Bis Oktober 1974 erscheinen auf diese Weise insgesamt 17 „Dämonenkiller“-Romane in der VAMPIR-HORROR-ROMAN-Reihe, die allesamt von Ernst Vlcek oder Kurt Luif (unter dem Pseudonym Neal Davenport) verfasst sind. Schon jetzt zwingt der Erfolg der Serie die beiden Autoren, den Handlungsrahmen über Dorians acht Brüder hinaus zu erweitern. Dorians vergangene Leben kommen ins Spiel.

1974: Am 18. Oktober erscheint „Das Fest auf dem Teufelshügel“ – der erste Band der eigenständigen „Dämonenkiller“-Serie. Die Leserkontaktseite „Dämonenkiller informiert“ wird von Kurt Luif anonym betreut.

1975: Mit der Veröffentlichung von Band 27, „Das Mordpendel“, wird die Serie, die bisher zweiwöchentlich erschien, auf einen wöchentlichen Rhythmus umgestellt. Weitere Autoren kommen hinzu, aber den roten Faden der Serie halten weiterhin Ernst Vlcek und Neal Davenport in den Händen, von denen auch die meisten Romane stammen. Von den neuen Autoren bleiben nur Walter Appel alias Earl Warren und Holger Friedrichs alias Roy Palmer länger im Team.

1976: Auf dem Höhepunkt des Erfolges – der „Dämonenkiller“ ist die bestverkaufte Horror-Serie ihrer Zeit – nimmt die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften die Serie ins Visier. Die Autoren werden vom Verlag ermahnt, sich bei expliziten Schilderungen zurückzuhalten.

1977: Trotz aller Gegenmaßnahmen werden vier Romane indiziert, womit feststeht, dass die Serie ein Jahr lang nur noch „unter dem Ladentisch“ verkauft werden darf. Der Pabel-Verlag beschließt den Selbstmord aus Angst vor dem Tod: Die Serie wird mitten im 19-teiligen Baphomet-Zyklus mit Band 143 eingestellt.

Soweit der erste Abschnitt der Zeitleiste, die natürlich noch viel weiter,  nämlich bis in die Gegenwart, reicht. Der „Dämonenkiller“ lebt bis heute, und zwar mehr denn je! So wartet in Romanheft Nr. 50 am Ende der Zeitleiste auch eine megatolle Ankündigung auf euch. Mehr dazu dann in elf Tagen, wenn der Band offiziell am Kiosk ausliegt!

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Alles Gute!

von am 14. Juli 2020

Ein kurzes Ständchen zum Geburtstag, denn auch ein Dämonenkiller wird ja nur einmal … äh, wie alt eigentlich? Egal. Alles Gute zum heutigen Geburtstag, Dorian! 🙂

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Die Neuerscheinungen im Juni

von am 7. Juni 2020

Die Neuerscheinungen sind da! Pünktlich zum neuen Quartal versorgen wir euch mit neuem Lese- und Hörstoff vom Allerfeinsten. Zuallererst möchten wir euch unsere neue Serie HEXENHAMMER ans dunkle Herz legen:

HEXENHAMMER: „Die Inquisitorin“

Der Auftakt des DORIAN HUNTER-Spin-Offs HEXENHAMMER. Ein komplett eigenständiger Roman von Uwe Voehl – als atmosphärisches Hörbuch eingelesen von Stephanie Kellner und Thomas Schmuckert, unterlegt mit dem DORIAN HUNTER-Soundtrack von Andreas Meyer.

Der Baron Nicolas de Conde hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, um die Unsterblichkeit zu erlangen. Sein Versuch, Asmodi zu betrügen, scheiterte, und innerhalb einer einzigen Nacht wurden de Condes Frau Isabelle und seine Kinder im finsteren Wald von Wölfen zerrissen. Blind vor Schmerz ruft de Conde den Teufel ein weiteres Mal an. Und schließt einen weiteren Pakt. Mit einem weiteren Opfer. Ihr Name: Charlotte de Conde …

Wer Buch oder Hörbuch direkt bei uns bestellt, dem legen wir als Dankeschön ein von Uwe Voehl signiertes Poster dazu!

Die Buchausgabe findet ihr hier.

Das Hörbuch könnt ihr hier bestellen.


DORIAN HUNTER 96: „Das Ding im Spiegel“

Dorian Hunter und Olivaro haben wir im letzten Band in einer ziemlich ausweglosen Situation zurückgelassen. Aber Dorian wäre nicht Dorian, wenn er nicht doch irgendeinen Weg hinaus finden würde. Die frage ist eher, was ihn dieser Weg kosten wird. Die Frage ist außerdem, was eigentlich nicht mit ihm stimmt. Denn irgendetwas ist ganz sicher nicht normal, da hat Olivaro keine Zweifel.

Der Band stammt aus der Feder von Christian Schwarz und Uwe Voehl.

Jetzt hier bestellen!

DAS HAUS ZAMIS 58: Pforte zur Hölle

Das Leben könnte so schön sein, selbst wenn man zur Schwarzen Familie gehört und Coco Zamis heißt. Zudem die Dämonin inzwischen „geläutert“ ist und an Bosheit selbst ihren Vater übetrifft.

Dank Vindobenes Beistand ist sie dem Tod noch einmal entkommen. Zudem scheint sie nicht nur ihre Halbschwester Juna endgültig los zu sein, sondern auch ihren Bruder Georg.

Doch mit der Zeit spielt man nicht. Irgendetwas scheint schiefgegangen zu sein, als sich Ficzkó in die Vergangenheit versetzt hat. Der Schrank, in dem sie verschwunden sind, erweist sich als Pforte zur Hölle …

Jetzt hier bestellen!

Und natürlich gibt es auch endlich wieder neuen Hörspielstoff:

DORIAN HUNTER 41.1., „Macumba“ +
DORIAN HUNTER 41.2, „Penthouse der Schweine“

Dorian Hunter ist aus El Dorado zurückgekehrt und folgt der Spur von Michael Zamis’ Helfershelfer Igor Lipwitz nach Rio de Janeiro! Was haben Zamis und Lipwitz mit der Leiche des Herrn der Toten vor? Die einzige Spur zu Lipwitz besteht aus einem Namen, den die Bewohner von Rio hinter vorgehaltener Hand raunen … Macumba!

DORIAN HUNTER 41.1., „Macumba“: jetzt hier bestellen
DORIAN HUNTER 41.2, „Penthouse der Schweine“: jetzt hier bestellen

Viel Spaß beim Lesen und Hören wünscht – Euer Zaubermond-Team!

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„Schreiben ist wichtig für mich!“

von am 31. Mai 2020

Die aktuellen Bände Nr. 45 und 46 der DORIAN HUNTER-Romanheft-Neuauflage von Bastei wurden von Ernst Vlcek verfasst. Ein seltener Fall aufgrund des doch recht großen Autorenteams – und für mich ein Anlass, einmal in alten Unterlagen zu blättern, speziell in einem Festband mit dem Titel „Autor, Mensch, Terraner“, der anlässlich von Ernsts 60. Geburtstag im Jahr 2001 erschienen ist. Mitglied des Redaktionsteams war übrigens ein gewisser Michael Marcus Thurner, der heute nicht nur bei PERRY RHODAN in Ernsts Fußstapfen getreten ist, sondern auch bei – DORIAN HUNTER, wo er ja neuerdings sogar die Exposéarbeit für die Buchserie übernommen hat. In „Autor, Mensch, Terraner“ finden sich viele Informationen zu Ernst Vlceks Schaffen, natürlich mit dem Schwerpunkt auf seiner Arbeit für PERRY RHODAN. Etwa in der Mitte des Buches hat er in einem Interview jedoch auch Antworten auf einige private Fragen gegeben, so zum Beispiel, was für ihn Glück bedeutet, was ihm im Leben wichtig ist – oder was eine Reise nach Island mit DORIAN HUNTER zu tun hat. Ich habe die Antworten zusammengetragen und gebe das Interview aus „Autor, Mensch, Terraner“, das seinerzeit von Wolfgang Zenker und Erich Loydl geführt wurde, hier dementsprechend auszugsweise wieder:

Du bist im 10. Bezirk von Wien geboren, einem Arbeiterbezirk. Wie bist du aufgewachsen?


Meine Mutter war Hausfrau, mein Vater war HIlfsarbeiter beim ANKER-Brot (eine traditionelle Wiener Großbäckerei) und hat dort die Mehlsäcke verladen. Er ist dann auch an einer Staublunge gestorben, auf jeden Fall viel zu früh. Ich war körperlich sehr schwach und bin im Grunde immer auf der Flucht gewesen.


Welche Berufe hast du ausgeübt, bevor du dich hauptberuflich dem Schreiben gewidmet hast?


Ich habe Schuhverkäufer gelernt, aber ich wollte eine Arbeit haben, neben der ich schreiben konnte. Ich war zwischendurch Kistenzunagler bei “Felten & Guillaume“, da konnte ich nebenbei schreiben und in der Arbeitszeit Karten spielen. Eigentlich war ich ein fauler Hund, ich war nur dann fleißig, wenn ich schreiben durfte.


Hast du im Schreiben auch eine Möglichkeit eines sozialen Aufstiegs gesehen?


Auf jeden Fall! Mein sozialer Aufstieg hat damit begonnen, dass ich über die Science-Fiction-Fans der Wiener Gruppe aus den Slums herausgekommen bin. Was hätte ich denn werden sollen? Schuhverkäufer, Geschäftsführer bei „Humanic“ (eine Schuhhandelskette in Österreich)? Ich sehe das also sehr wohl als sozialen Aufstieg, dass ich von dort weggekommen bin, wo ich aufgewachsen bin. Dass ich nicht mehr in der Mietskaserne wohne, dass ich eine Familie haben, auf ich stolz sein kann, und dass ich das machen kann, was ich am liebsten tue – und auch noch Geld dafür kriege!


Ein Selfmade-Man?


Ja, absolut. Ich bin totaler Autodidakt.


Du bist während des Krieges geboren und in der Besatzungszeit aufgewachsen. Du bist ja als Pazifist bekannt. Hängt das mit jener Zeit zusammen?


Glaube ich nicht. Ich habe Kindheitserinnerungen, aber bei denen ist es immer so, dass man nicht weiß, ob es eigene Erinnerungen sind oder die Folgeerscheinungen von Erzählungen der Erwachsenen, dass irgendwas passiert ist. An was ich mich noch gut erinnern kann, ist, dass sich meine Mutter einmal beim Holzsammeln verletzt hat. Wir haben damals in den Schutthalden Holz zum Einheizen gesucht, meine Mutter ist zusammengebrochen und hat sich einen Holzpfahl in den Oberschenkel gerammt. Erinnern kann ich mich auch noch, dass mich ein russischer Pilot in seinem Doppeldecker auf einen Rundflug mitgenommen hat. Ich hab mich fast angemacht vor Angst, weil ich geglaubt habe, er fliegt mit mir nach Russland.


Hat deine Familie Einfluss auf deine Arbeit gehabt?


Auf jeden Fall positiv dahingehend, dass ich bestrebt war, ihr das Bestmögliche zu bieten, ihnen eine Zukunft zu bieten. Deshalb habe ich auch wie ein Blöder gehackelt und viel geschrieben.


Was sind deine Hobbys?


Ich spiele gern Tennis, allerdings mit sinkendem Erfolg, weil ich halt körperlich nicht mehr so fit bin, wie ich es gerne wäre. Da ist offenbar der Geist in besserer Verfassung als der Körper. Das ist mir aber lieber, als wenn ich verblöden würde und dafür gut Tennis spielen könnte. Was ich leider nicht mehr mache, ist zeichnen, das tut mir selbst leid. Ansonsten höre ich sehr gern Musik. Das ist im Grunde meine größte Leidenschaft.


Bis jetzt hast du ja auch eine sehr bewegte Karriere als Sportler hinter dir – als Skiläufer und Tennisspieler. Bedeutet Sport für dich einen Ausgleich zu deinem doch eher sitzend ausgeübten Beruf?


Nicht wirklich. Es war so: Ich habe einmal einen schweren Skiunfall gehabt. Seither fahre ich auch nicht mehr Alpin-Ski. Ich habe mich zwei Jahre nicht bewegen können und danach, wie alles überstanden war, einen extremen Bewegungsdrang bekommen. Ich habe daraufhin alles Mögliche gemacht – Turnverein, Tennisclub, Langlaufen und was es sonst noch gibt. Dann hab ich aber auch gesehen, dass der Körper nicht ganz so will, wie ich es gern hätte, und habe meine Aktivitäten wieder eingeschränkt. Ich weiß aber, wie nützlich Bewegung ist, und darum begleite ich auch meine Frau gern bei Spaziergängen – vorausgesetzt, sie dauern nicht zu lange. *lacht*


Im Tennisclub Brunn am Gebirge bist du, so sagt man, eine der herausragenden Persönlichkeiten. Du sollst sogar eigene Turniere organisiert haben.


Das stimmt. Ich kann ohne falsche Bescheidenheit sagen, dass ich herausragend bin. Allerdings nicht, weil ich so gut spiele, sondern weil es bei meinen Turnieren den meisten Spaß gibt.

Gibt es ein Lieblingsland, in das du gern reist oder das du gern einmal besuchen würdest?


Ich würde gern einmal Island besuchen. Ich habe über dieses Land sehr viel gelesen, als ich den „Dämonenkiller“ geschrieben habe, denn der hat teilweise dort gespielt (Anm. von Dennis: die Romane, von denen Ernst hier spricht, beginnen mit dem Hermes-Trismegistos-Zyklus und liegen noch weit in der Zukunft). Ich habe übrigens beim „Dämonenkiller“ auch viel über Irland geschrieben und das Land dann besucht. Es war genauso, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich es in den Romanen ebenso schön beschrieben habe, aber es war exakt so, wie ich es in meiner Vorstellung gesehen habe. Das war mein schönster Urlaub, und ich bin meiner Frau dankbar, dass sie mitgefahren ist, denn es war nicht ihre Art von Urlaub. Von Island werde ich allerdings die Finger lassen, denn ein Freund von mir war dort, und der hat einiges mitgemacht.


Bist du eigentlich ein religiöser Mensch?


Ja, obwohl ich aus der Kirche ausgetreten bin, aber Kirche ist für mich nicht unbedingt mit Religion gleichzusetzen. Letztens habe ich mit meinem Sohn darüber gesprochen, und der hat gesagt: „Du musst eigentlich ein Buddhist sein, so wie du über Seelenwanderung schreibst und die ganze Philosophie.“ Das stimmt auch irgendwo, die buddhistische Religion hat für mich einen hohen Stellwert. Jede Religion hat etwas, das ist unbestritten, aber keine ist umfassend. Ich meine, ein religiöser Mensch kann man auch sein, wenn man sich von überall das holt, was am besten in das eigene Leben passt. So gesehen bin ich absolut kein unreligiöser Mensch, kein Atheist.


Was würdest du durchsetzen, wenn du einen Tag lang Österreich regieren könntest?


Ich könnte Österreich nicht regieren! Das ist unregierbar!


Du hast im Leben sehr viel erreicht. Was bedeutet Glück für dich?


Glück ist für mich, dass es dir selbst und den Leuten, die dir nahe stehen, gut geht, und dass man nichts macht, wofür man sich schämen sollte. Das heißt, jeder macht manchmal etwas, wofür er sich schämt. Man sollte daher vielleicht sagen, dass man möglichst wenig von diesen Dingen tut.


Gibt es etwas, das du in deinem Leben noch erreichen willst, die Erfüllung eines Lebenstraumes gewissermaßen?


Eigentlich nicht. Ich habe im Grunde alles erreicht, ich möchte es genießen und noch mehr davon machen. Schreiben ist sehr wichtig für mich. Wenn es ein Ziel gibt, dann das, noch lange schreiben zu können und hoffentlich nicht zu schnell zu verblöden.


In einer weiteren Antwort, etwas aus dem Zusammenhang gerissen, äußert sich Ernst dann auch noch einmal zu seiner Arbeit an DORIAN HUNTER bzw. am „Dämonenkiller“, speziell zur Anfertigung von Handlungsexposés für die Serie:

Es gibt nichts Erfolgversprechenderes als eine chronologische Serie, die Exposé-gesteuert ist. Wenn man das nicht so macht, dann kann man es vergessen, das sieht man bei vielen anderen Serien. Es ist natürlich kostenintensiv, denn der, der die Exposés schreibt, will Geld dafür, der macht das nicht umsonst.


Diesen Grundsatz beherzigen wir übrigens bei DORIAN HUNTER bis heute. Auch für die neuen Romane der Buchausgaben werden immer noch vorab Handlungsexposés entwickelt und bezahlt, wie es sonst heutzutage eigentlich nur noch bei PERRY RHODAN üblich ist.

Die Fotos zeigen in chronologischer Reihenfolge Ernst Vlcek an seinem Schreibtisch, die Coverabbildung des Festbandes „Autor, Mensch, Terraner“, Ernst Vlcek beim Signieren während einer Autogrammstunde beim Austria Con II im Oktober 1999 sowie Ernst Vlcek und Kurt Luif alias Neal Davenport während des Wiener PERRY RHODAN-Stammtisches im April 1998.

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Mehr Dämonenkiller braucht das Land!

von am 15. Mai 2020

Wie gut, dass es da nicht nur einen Dorian Hunter gibt! Auch seine Kollegen John Sinclair und Professor Zamorra haben ihr Kreuz zu tragen: Vampire, Werwölfe, Fürsten der Finsternis und ganze Dämonenscharen machen ihnen seit Jahrzehnten das Leben schwer. Und seien wir ehrlich: Manchmal haben wir echt Mitleid mit Dorian und wünschen ihm einen weiteren kompetenten Partner an die Seite.

So ähnlich muss sich das auch Veronique Wille gedacht haben, die in dem aktuellen Professor Zamorra-Roman  „Das lauernde Böse“  alle drei Helden in einem augenzwinkernden Cameo-Auftritt zusammenkommen lässt: John Sinclair, den Geisterjäger, Professor Zamorra, den Meister des Übersinnlichen, und natürlich Dorian Hunter, den Dämonenkiller.

Eigentlich quält Zamorra des Nachts schrecklicher Durst, und auf dem Weg zur Küche fällt ihm das Licht aus dem Keller auf. Als er der Sache nachgeht, stößt er auf eine Bar, die es bislang dort nicht gegeben hat – und auf zwei Männer, von denen er bislang nur den einen kennt: John Sinclair. Und der andere?

„Der zweite Mann war Zamorra völlig fremd. Der Typ war über einsneunzig groß und hatte eine sportliche Figur, schwarzes Haar, grüne Augen und einen starken Bartwuchs. Er trug einen dichten Schnurrbart, dessen Enden über die Mundwinkel herabhingen und auf den gewisse Frauen sicherlich standen – sofern sie denn gern Siebziger-Jahre-Serien wie Magnum sahen. Der Kerl hatte etwas Dämonisches an sich, fand Zamorra. Es zog ihn unwillkürlich in seinen Bann …“

Tjaaa, wer kann das wohl sein?

Sinclair und Hunter haben keine Ahnung, wie sie ins Schloss gekommen sind, machen aber das Beste draus und bechern bereits munter drauflos.  Und was machen die drei erfolgreichsten Geisterkiller der Welt aus der Situation, wenn sie denn einmal feucht-fröhlich zusammensitzen?

Das, liebe Freunde, möchten wir an dieser Stelle nicht spoilern. 🙂

Kommt weiterhin hoffentlich gesund durch diese Krise!
Mit pechschwarzen Grüßen
Uwe

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